Erntefest All Over in Söhlingen: Organisator Christian Meyer spricht über Musik, Bands und Auswahl

Erntefest All Over in Söhlingen

Christian Meyer präsentiert das Plakat für das Erntefest All Over.

Söhlingen - Von Pascal Faltermann · 16 Jahre gibt es jetzt das Erntefest All Over – kurz E.A.O – in Söhlingen. Am Freitag, 2. September, ab 20 Uhr ist es wieder soweit: Fünf Bands werden den erwarteten rund 400 Fans einheizen, versprechen die Veranstalter. Organisator Christian Meyer stand vorab Rede und Antwort.

Her Meyer, wie stellen Sie die Bands zusammen? Nach eigenem Geschmack?

Christian Meyer: Der Geschmack spielt in der Regel sehr stark mit hinein. Also Sachen, die begeistern, aber auch Künstler, die im Kopf hängen geblieben sind, sich in der Szene einen Namen erspielen oder einfach mal so richtig gute Alben veröffentlicht haben. Ich höre mir jedoch auch gerne die Vorschläge von Freunden an. Unabhängig von den vielen Vorschlägen, gibt es ohnehin schon eine ganz eigene, lange Liste in Frage kommender Künstler, die Name für Name zusammengekürzt werden muss. Manchmal passt es nicht vom Finanziellen, ein anderes Mal spielt eher das musikalische Gesamtbild eine vordergründige Rolle, in dem eine Band nicht gut funktionieren würde. Eine wirkliche Faustregel für das perfekte Programm gibt es nicht. Ich habe es in den vergangenen Jahren jedoch so gehalten, dass Musik und Gruppen mit denen ich nichts anfangen kann und denke, sie würden nicht auf das Erntefest All Over und zu ihren Besuchern passen, keinen Platz auf der Bühne bekommen sollten. Klappt ganz gut.

Was macht eine gute Auswahl denn aus? Muss beim Erntefest immer Metal und Rock dabei sein?

Meyer: Leute die größtenteils Metal hören, möchten auch nur Metal im Line Up. Typen die nur Rock hören, können oftmals mit deutschsprachiger oder etwas poppiger Musik nichts anfangen. Leute die mitsingen möchten, würden Coverbands bejubeln. Es kommt darauf an, für welchen Besucherkreis man eine Veranstaltung ausrichtet. Das Erntefest All Over braucht zum Beispiel keine Party-Hits-Coverband. Genauso müsste auch nicht immer Metal und Rock dabei sein. Das Erntefest hat so viel mehr auf dem Kasten, als sich nur aus zwei musikalischen Schubladen zu bedienen. Da eine gute Auswahl also nicht nur aus „hart“ besteht, versuchen wir uns etwas von dem altbekannten, härteren Eindruck zu lösen und ein Programm zu gestalten, welches auch die jüngeren Generationen anspricht.

War die Musik in den Anfangsjahren nicht noch härter?

Meyer: Das würde ich nun gar nicht mal behaupten. Das Erntefest All Over gibt es seit 1996. Im ersten Jahr war ich acht Jahre alt, weshalb ich die Künstler nur vom Hörensagen kenne. Es gab schon die ein oder andere Band des härteren Handwerks im Programm. Vier bis fünf Jahre stechen besonders durch ein größtenteils hartes Programm heraus, dies spielte sich jedoch recht spät und nicht direkt zu Anfang der Veranstaltungsreihe ab. Ich habe den Eindruck, das Programm war meistens ähnlich abwechslungsreich, wie es auf unserem jetzigen Kurs der Fall ist.

2010 waren viele Besucher da. Was erwarten Sie dieses Mal?

Meyer: Wir sind guter Dinge, laut Wettervorhersage sollte es ebenfalls hinhauen, dass wir uns am 2. September über ein kuschelig gefülltes Zelt mit 400 Gästen freuen können. Am wichtigsten ist uns aber, dass diejenigen, die vorbeischauen mit einem guten Gefühl kommen, der Musik und unserer Veranstaltung eine Chance geben und mit einem noch besseren Gefühl nach Hause gehen. Dann ist es so gut wie egal, sollte die Besucherzahl unter den Erwartungen liegen. Ich denke, wir hätten in einem solchen Fall trotzdem alles richtig gemacht...

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