KOMMUNALWAHL Der Alte ist der Neue

Zuspruch für Dirk Eberle als Botheler Samtgemeindebürgermeister

Dirk Eberle bei der Stimmabgabe in der Brockeler Grundschule.
+
Dirk Eberle bei der Stimmabgabe in der Brockeler Grundschule: Der Amtsinhaber wird auch künftig die Geschicke der Botheler Samtgemeindeverwaltung leiten.

Gegen 21.15 Uhr stand es fest: Dirk Eberle bekommt deutlichen Zuspruch für die Arbeit der vergangenen sieben Jahre als Samtgemeindebürgermeister in Bothel. Knapp 86 Prozent sprachen sich für den Amtsinhaber, der ohne Gegenkandidaten antrat, aus.

Bothel – Es war ein entspannter Wahltag mit erfreulichem Ausgang als auch unaufgeregtem Endspurt für Dirk Eberle: „Auf jeden Fall deutlich entspannter, als bei der letzten Wahl.“ Denn der Wensebrocker ist der alte und neue Bürgermeister der Samtgemeinde Bothel. Er war als Amtsinhaber und alleiniger Bewerber in das Rennen um den Posten gegangen. Bei der Wahl am Sonntag stand um etwa 21.15 Uhr fest: Knapp 86 Prozent und damit 4 066 der Wahlberechtigten stimmten für den 53-Jährigen, der den Wahlabend im Botheler Rathaus verfolgte und nun den erneuten Auftrag als Verwaltungschef bekommen hat. „Ich bin damit sehr zufrieden, nehme das Ergebnis als Ansporn und freue mich auf die nächsten fünf Jahre“, betonte Eberle.

Wunschziel 80 Prozent

80 Prozent hatte er im Vorfeld als Wunschziel ins Auge gefasst, der Wunsch ging in Erfüllung. Insgesamt lag die Wahlbeteiligung bei 69 Prozent, 4 805 von 6 993 der in der Samtgemeinde Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. Spitzenreiter unter den Kommunen sind dabei Bothel I mit 88 Prozent, Hemslingen II mit 86 Prozent, Kirchwalsede mit 81 Prozent und vor allem Süderwalsede mit einer Wahlbeteiligung von 99 Prozent. Was Eberle besonders freut: „Im Walseder Raum, wo mich bei der ersten Wahl kaum jemand richtig kannte, gab es richtig Zuwächse.“ So gab es aus Süderwalsede 92 Prozent Zustimmung, ebenso wie in Riekenbostel. Niedrigstes Ergebnis waren rund 83 Prozent im Bereich Bothel II.

Die 14 Prozent Nein-Stimmen wiederum nimmt er gelassen. „Das muss es auch geben, damit kann ich leben“, erklärt der alte und neue Verwaltungschef im Rathaus in Bothel. Das Fehlen eines Gegenkandidaten, durch das der Wahlkampf – sofern er überhaupt einer war – eher spannungsarm war, empfindet er rückblickend eher als Bestätigung seiner Arbeit durch die Fraktionen im Rat.

Ich bin damit sehr zufrieden, nehme das Ergebnis als Ansporn und freue mich auf die nächsten fünf Jahre.

Dirk Eberle

Neugierig ist er vor allem auf den neuen Samtgemeinderat, mit dem er es künftig zu tun bekommen wird, aber auch der Blick über den kommunalen Tellerrand hinaus birgt seiner Meinung nach Spannung: „Vor allem Rotenburg ist für uns hochinteressant“, sagt Eberle, der als einziger Verwaltungschef des Südkreises im Amt bleibt.

Anfang Oktober folgt dann das letzte Treffen der Hauptverwaltungsbeamtenrunde in der bisherigen Besetzung. Von den „Neuen“ aus dem Südkreis hatte er bisher vor allem mit der neuen Scheeßeler Bürgermeisterin Ulrike Jungemann (CDU) zu tun, diese hatte – ebenfalls als einzige Bewerberin – rund 78 Prozent der Stimmen bekommen. „Das ist ein gutes Ergebnis“, ist er überzeugt. Aber auch die Wahl in Rotenburg sei aus seiner Sicht „hochinteressant“ gewesen.

Tour durch die Wahllokale

Den Wahltag über unternahm Eberle eine Tour durch die Wahllokale der Samtgemeinde, um sich bei den Wahlhelfern zu bedanken. „Die haben nämlich heute mit den vielen Stimmzetteln viel zu tun, von daher ist es schön, dass wir da immer genügend Leute zusammenbekommen – und viele von ihnen machen das auch schon viele Jahre.“ Besondere Stimmung herrschte auch in Hemslingen, dort herrschte auf dem Sportplatz neben dem Wahllokal im Brockwischenhus Derby-Stimmung: Der TuS Hemslingen-Söhlingen hatte gleich zwei Heimspiele. „Da war richtig was los“, freute sich Eberle.

Auch wenn er sich in naher Zukunft auf eine kurze Verschnaufpause freut: Heute will er als erste Handlung nach dem Wahlabend der Rathausbelegschaft einen ausgeben, aber auch an Arbeit steht für die kommenden Wochen einiges an: Es gilt, die konstituierende Sitzung für den neuen Samtgemeinderat vorzubereiten, Anliegen mit dem alten Rat klären, die Haushaltsberatungen in Angriff zu nehmen – „und dann ist da natürlich auch noch die Bundestagswahl in zwei Wochen, auf die wir natürlich auch sehr gespannt sind“, so Eberle.

Noch hängen zudem seine Wahlplakate in der Samtgemeinde, „das werde ich heute nicht mehr schaffen“, so Eberle, „das kommt dann morgen“.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Mögliche Minister unter Rot-Gelb-Grün

Mögliche Minister unter Rot-Gelb-Grün

Die übelsten Fehltritte von Armin Laschet

Die übelsten Fehltritte von Armin Laschet

Die deutschen Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin seit 1949

Die deutschen Bundeskanzler und die Bundeskanzlerin seit 1949

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Die lustigsten Grimassen der Kanzlerin und Kanzlerkandidaten

Meistgelesene Artikel

Büttinghaus: Grindel ist „Teil des Problems“

Büttinghaus: Grindel ist „Teil des Problems“

Büttinghaus: Grindel ist „Teil des Problems“
Firma Hansa Maschinenbau plant Ansiedelung im Sottrumer Gewerbegebiet

Firma Hansa Maschinenbau plant Ansiedelung im Sottrumer Gewerbegebiet

Firma Hansa Maschinenbau plant Ansiedelung im Sottrumer Gewerbegebiet
Grindel fordert Aufarbeitung in der CDU

Grindel fordert Aufarbeitung in der CDU

Grindel fordert Aufarbeitung in der CDU
Buchholz will wachsen

Buchholz will wachsen

Buchholz will wachsen

Kommentare