Ein Mehr an Möglichkeiten

Digitalisierung an der Botheler Wiedau-Schule besteht Praxistest

Dirk Eberle in der Wiedau-Schule in Bothel
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Dirk Eberle zeigt die Anschlüsse im Boden: Über den ganzen Raum verteilt sind sie flexibel zugänglich.

Mit großem Aufwand hat die Samtgemeinde Bothel die Wiedau-Schule saniert und in Teilen neugebaut. Ein Schwerpunkt lag dabei auch auf umfangreiche Breitbandversorgung. Dabei profitierte die Kommune ausführlich vom Digitalpakt.

Bothel – Der große Bildschirm im neuen Eingangsbereich ist noch schwarz. Kein Wunder, denn es sind Ferien. Doch in wenigen Wochen zeigt er alles, was es an Aktuellem in der Wiedau-Schule in Bothel gibt, an. „Alles läuft über das Schulsystem I-Serv“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle zufrieden. Der Bildschirm ist ein Ausdruck eines der wichtigsten Aspekte, die die Verantwortlichen beim Neu-, Um- und Erweiterungsbau der Schule im vergangenen Jahr begleitet haben.

Digitale Schule, digitales Lernen: Kaum ein anderer Aspekt hat Bildungspolitik in den vergangenen eineinhalb Jahren so geprägt wie dieser. Neben dem Brandschutz ist die Digitalisierung einer der zwei „großen Brocken“, wie Eberle sagt, die die Kommune bei dem Maßnahmenpaket an der Wiedau-Schule gestemmt hat. „Denn wir haben nicht nur angebaut, wir haben auch die alte Bausubstanz angefasst“, erklärt der Bürgermeister.

Digitalpakt als Glücksfall

Dicke Kabelbündel verlaufen nun – von außen unsichtbar – unter weißem Verputz durch die gesamte Schule. Mit dem Resultat, dass jetzt jeder Klassenraum über mehrere Lan-Anschlüsse verfügt, die nicht nur über die Wände verfügbar sind, sondern auch über Aussparungen im Fußboden flexibel von jedem Sitzplatz aus zugänglich sind. Dazu kommen Access-Points an der Zimmerdecke für das drahtlose Netzwerk. „Das hält auch stand, wenn alle Schüler einer Klasse sich gleichzeitig im Netz bewegen“, so Eberle. „Da haben wir im Vorfeld Belastungsproben gemacht, aber auch im Praxisbetrieb hat das alles soweit geklappt.“ Um dementsprechend mit ausreichender Geschwindigkeit arbeiten zu können, ist die ganze Schule per Breitband angeschlossen. Die Samtgemeinde profitierte beim Bau von einem glücklichen Zufall: „Wir hatten die Planungen schon lange vorher laufen und beschlossen – und dann kam der Digitalpakt der Bundesregierung“, erinnert sich der Verwaltungschef. „So waren wir die erste Kommune im gesamten Landkreis Rotenburg, die in einem nennenswerten Umfang von dem Bundesprogramm profitiert hat.“

Ein nicht unerheblicher Teil der Förderung entfällt dabei auf die Smartboards, von denen die Schule bislang über vier Stück verfügt: Über die digitalen „Tafeln“ lassen sich Lerninhalte multimedial präsentieren und auch über das I-Serv-System an die Schüler versenden.

Mehr Möglichkeiten mit Smartboards

„Wir werden da auch nicht aufhören, Stück für Stück Neue anzuschaffen. Aber auch schon mit dem Bisherigen erreichen können wir uns da sehen lassen“, ist Eberle überzeugt. Letztendlich ist allerdings klar: „Wir können noch soviel Technik in der Schule installieren: Die Lehrer müssen wissen, wie sie die Möglichkeiten, die die Smartboards bieten, in den Unterricht integrieren können.“ Aber da sei das Kollegium der Wiedau-Schule, vor allem die jüngeren Lehrkräfte, sehr aufgeschlossen und engagiert.“

Nach wie vor steht allerdings noch das Thema Endgeräte im Raum für jeden einzelnen Schüler. „Einige haben privat bereits Tablets, aber letztendlich ist es das Ziel, dass da alles einheitlich ist“, so Eberle. „Und da haben wir bislang gute Erfahrungen mit den „iPads“ gemacht, die sich selber automatisch mit Updates versorgen. Da wollen wir jetzt weiterhin Schritt für Schritt nacharbeiten.“ Nach der Wiedau-Schule will die Samtgemeinde nun verstärkt die Grundschulen in den Fokus nehmen. „Wir haben das Glück, dass das Bauamt seit einigen Monaten mit einem neuen Ingenieur verstärkt ist“, freut sich Eberle. Bedeutet: Zumindest die Planungen für Brockel, Hemslingen und Kirchwalsede sind soweit fertig, „jetzt geht es darum, die Bestandsgebäude mit Lan-Netzwerken zu versehen“, die Botheler Grundschule verfügt bereits über entsprechende Anschlüsse. Eberle ist davon überzeugt, dass in Zukunft Glasfaseranschlüsse mit derselben Selbstverständlichkeit Teil von Bauplanungen sein werden, wie Stromleitungen. „Und uns als Kommune macht es Spaß, Digitalisierung so umsetzen zu können.“

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