Botheler Ausschuss für Planung und Umwelt debattiert B-Plan-Entwurf

Der nächste Schritt zum Windpark

Die Windräder sind nicht zu übersehen. In Hemsbünde und Brockel werden noch größere Anlagen geplant. 
Foto: jtb
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Die Windräder sind nicht zu übersehen. In Hemsbünde und Brockel werden noch größere Anlagen geplant. Foto: jtb

Bothel – Schritt für Schritt geht es weiter mit dem groß gedachten Windkraft-Projekt, welches zwischen Wohlsdorf, Rotenburg und Hemsbünde entstehen soll. Der sogenannte B-Plan, das Bauleitplanverfahren, ist schon in der dritten von vier Phasen angelangt. Dies ist die letzte Entwurfsphase, bevor der Plan in Kraft tritt. Schon 2018 hatte der Botheler Samtgemeinderat die Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen, im Herbst 2019 hatte die frühzeitige Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung stattgefunden.

Zu der Fachausschuss-Sitzung am Dienstagabend war Kira Möller als Vertreterin der Planungsgemeinschaft Nord (PGN) aus Rotenburg gekommen, um den Mitgliedern des Gremiums den aktuellen Verfahrensstand zu erläutern. Sie stellte nicht nur den Ablauf, sondern auch die eingegangenen Stellungnahmen ausführlich vor. Insgesamt wurden 25 Stellungnahmen bearbeitet und präsentiert. Beispielsweise wurde vom Landkreis Rotenburg festgestellt, dass das Plangebiet im Wasserschutzgebiet liegt. Andere Einwände beschäftigten sich mit dem Immissionsschutz und Fledermausaktivitäten. Die kommunalen Politiker ließen sich die einzelnen Punkte erklären, teilweise diskutierten sie. Dabei ging es etwa um die Frage, welche Aspekte zum jetzigen Zeitpunkt des Bauleitverfahrens zu berücksichtigen sind und welche man später fokussiert. „Wenn es bei der jetzigen Änderung des Flächennutzungsplans um Fledermauskontakte geht und die genauen Standorte nicht erfasst werden, kann das später kriegsentscheidend werden“, argumentierte Gabriele Hornhardt (WSB). Solche Fragen müsse man schon jetzt berücksichtigen. „Wenn da der Artenschutz tangiert wird, werden wir das vorher prüfen“, versicherte dagegen Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle. Gemeinsam mit Bauamtsleiter Volker Behr werde er sehr genau hinsehen und prüfen, welche Punkte noch zu klären sind. Behr betonte, dass es bislang keinerlei Hinweise auf eine Gesundheitsgefährdung durch Infraschall geben würde. Allerdings erklärte er auch, dass die nun geplanten Anlagen eine andere Hausnummer seien, da sie wesentlich größer werden sollen. „Die neu geplante Gesamthöhe wird 238,55 Meter betragen, die jetzt schon stehenden Anlagen haben 150 Meter Gesamthöhe“, verdeutlichte er. Die erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und der Lärmschutz für die Anwohner seien zwei Aspekte, die im Rahmen des Verfahrens noch detailliert zu thematisieren seien. „Wir winken das nicht einfach durch“, bat Eberle an anderer Stelle der Diskussion um Vertrauen.

Am Ende war das Votum zum Beschluss dann einstimmig. Dennoch sind die Änderungen keineswegs endgültig: Im nächsten Schritt muss die Gemeinde Brockel in einem Parallelverfahren der Vorlage ebenfalls zustimmen, anschließend erfolgt die öffentliche Auslegung. Danach muss der Rat entscheiden. jtb

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