Wahl in Brockel

Der alte Fuchs will noch mal: Rolf Lüdemann ist der dienstälteste Bürgermeister im Altkreis

Brockels Bürgermeister Rolf Lüdemann gilt auch bei der politischen Konkurrenz als wahrer Fachmann im Einwerben von Fördergeldern aus verschiedenen Töpfen.
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Brockels Bürgermeister Rolf Lüdemann gilt auch bei der politischen Konkurrenz als wahrer Fachmann im Einwerben von Fördergeldern aus verschiedenen Töpfen.

Brockel – Rolf Lüdemann steht an der Karte der Gemeinde Brockel und staunt, wie das Dorf sich entwickelt hat. „Ich mache mit Leidenschaft gerne Kommunalpolitik“, erklärt der Bürgermeister der Gemeinde Brockel, der mit seinen 30 Jahren im Amt und 69 Lebensjahren der dienstälteste Bürgermeister im Altkreis Rotenburg ist.

Zur bevorstehenden Kommunalwahl tritt der Wensebrocker Unionspolitiker wieder an und steht auch für das Amt des Bürgermeisters zur Verfügung. Rolf Lüdemann sieht sich aber als Teil einer Mannschaft, wie er den Gemeinderat bezeichnet. „Als Kapitän bis du auf eine gute Mannschaft angewiesen, die ihm auch mal in stürmischer See zur Seite steht. Daher sind gute Steuerleute und Lotsen immer willkommen“, betont Lüdemann.

Der gilt als Fuchs beim Einwerben von Fördergeldern und hat wie kein anderer Bürgermeister vor ihm viele öffentliche Mittel in die Gemeinde und in die Region geholt. Das hat im Laufe der Jahre auch die politische Konkurrenz neidlos anerkannt.

Nach der Kommunalwahl wählte der Gemeinderat Rolf Lüdemann im November 1991 erstmalig zum Bürgermeister. Als eine seiner ersten Amtshandlungen baute er eine funktionierende Verwaltung auf und stellte zum Jahresbeginn 1992 Regina Woltmann ein. Seit Februar des vergangenen Jahres unterstützt Anette Kempf als zusätzliche Kraft die Verwaltung.

Im Konsens mit dem Rat stellte Lüdemann die Weichen zum Ausbau des Betreuungsangebots erst an Kindergartenplätzen, dann an Krippen- und Hortplätzen mit großzügigen Betreuungszeiten. Nachdem die langjährige Leiterin des Kindergartens, Rita Maier, in den Ruhestand gegangen ist, leiten nun Lisanne Paysen und Nina Meyer die beiden Betreuungseinrichtungen.

„Wichtig war uns in all den Jahren den Standort der Grundschule zu erhalten.“ Denn bis 1993 wurden Brockeler Kinder in der Grundschule Hemslingen eingeschult. Zur Sicherung des Schulstandortes weist die Gemeinde seit Jahren Bauland aus und zieht damit junge Familien ins Dorf.

Als Kapitän bis du auf eine gute Mannschaft angewiesen, die ihm auch mal in stürmischer See zur Seite steht. Daher sind gute Steuerleute und Lotsen immer willkommen.

Rolf Lüdemann

Die Kommune stand auch stets der Kirchengemeinde zur Seite und unterstützte sie bei zahlreichen Projekten wie der Installierung des Bauernmarkts, beim Aufbau des Dorfladens und der Umgestaltung des Friedhofs zu einem Garten der Kommunikation sowie, na klar, beim Einwerben von Fördergeldern zur Renovierung des Gemeindehauses Arche an der Dorfstraße.

Auch das Ehrenamt in den Vereinen und Verbänden fördert die Gemeinde unter Lüdemanns Führung stets mit Finanzhilfen bei Investitionen. Davon profitierte der TuS, der Schützenverein, der Mühlenverein, der Gesangverein, das DRK und die Ortsfeuerwehr. Auch eröffnet die Gemeinde Gewerbetreibenden durch die Bauleitplanung die Chance, ihre Betriebe zukunftsfähig zu entwickeln. Außerdem habe sich eine Hausärztin und ein Netto-Markt in Brockel niedergelassen.

Lüdemann: „Die Gemeinde hat nur ein Prozent Gebäudeleerstand. Das zeigt die große Nachfrage, sich in Brockel anzusiedeln.“ Die Entwicklung und Vermarktung von Bauplätzen erledige die Gemeinde in Eigenregie. Dadurch hätten Mitarbeiter in Brockeler Betrieben die Möglichkeit, in Brockel zu wohnen.

Bei Lüdemanns Amtsantritt zählte die Gemeinde 1 004 Einwohner. 2019 waren es gut 360 mehr. Der Bürgermeister erklärt: „Das Land hat Brockel 1991 in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. Die darin aufgezeigten Planungsansätze wurden so weit wie möglich, weiterentwickelt und umgesetzt. 1999 hat sich Brockel in die Leader Region Hohe Heide eingebracht und ist bis heute in dieser Region aktiv tätig.“

Jetzt profitiere der Ort von Fördergeldern durch die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm Wiedau-Walsede. „Für Maßnahmen im Bereich Sportplatz und Grundschule bekommen wir 500 000 Euro“, schildert Lüdemann. Und darum ist ihm vor der Zukunft auch nicht bange: „Brockel ist sehr gut aufgestellt und wird weiter daran arbeiten, Wohnen und Arbeiten im Grünen zu ermöglichen.“ Die Gemeinde habe noch viele Ideen, um die Infrastruktur zu optimieren, Arbeitsplätze zu schaffen und zu erhalten. „Wir beteiligen uns am Ausbau des schnellen Internets, wollen weiterhin Bauland ausweisen und die Dorfgemeinschaft generationsübergreifend durch den Bau eines Mehrgenerationshauses fördern.“

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