Botheler CDU lehnt Pläne der Gruppe SPD/Grüne kategorisch ab

„Baumschutzsatzung ist völlig unüberlegt“

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Um die Botheler Bäume ist im Gemeinderat ein erbitterter Streit entbrannt.

Bothel - Der Streit um eine mögliche Baumschutzsatzung beschäftigt auch weiterhin die politische Szene in Bothel. Zwar hatte sich der Gemeinderat darauf geeinigt, das Thema erst im kommenden Jahr erneut zu behandeln, aber die CDU hält die Planungen weiterhin für „völlig unüberlegt“.

„Laut Satzungsentwurf muss jeder Bürger, der einen Baum fällen will, vorher eine schriftliche Genehmigung stellen. Diese soll dann von der Bürgermeisterin und dem Landschaftswart bearbeitet werden, wobei Frau Schmidt öffentlich bekennt, ,keine Ahnung von Bäumen zu haben’ und dem Landschaftswart die Qualifikation fehlt“, schreibt die Union in einer Stellungnahme, die auch „von viel zu viel Bürokratie“ spricht.

In Bothel sei es zudem so, dass viele Einwohner mit Holz heizten und sogar eine staatliche Förderung für das Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen bekommen hätten.

„Da kam während der vergangenen Ratssitzung der berechtigte Hinweis eines Bürgers, dass es das Fracking nicht unterstützen wolle, aber die Gruppe SPD/Grüne ihn mit einer Satzung dazu zwinge, wieder mit Gas zu heizen, da er nicht jeden gefällten Baum genehmigen lassen könne“, heißt es in dem CDU-Schreiben weiter.

Im Übrigen mache eine Satzung auch wenig Sinne, da sie nur den Bestand schützen würde. „Wer das Holz nutzt, der fällt die Bäume bevor sie die Grenze von rund 30 Zentimeter Durchmesser erreichen. So wachsen kaum noch junge Bäume nach“, vermuten die Christdemokraten.

Dass eine Baumschutzsatzung erstellt werden soll, um künftig Energieunternehmen an Abholzaktionen zu hindern, empfindet die CDU als „sehr weit hergeholt“. Die EWE Netz sei zum Beispiel vertraglich berechtigt, jeden Baum zu fällen, der im Bereich der Versorgungsleitungen wachse. „Da hilft keine Satzung.“

Die CDU bemängelt auch eine „mangelnde Kommunikation: „So sind die Verurssacher weiterer Fällarbeiten bekannt, aber bis heute habe weder die Gemeinde noch der Landschaftswart das Gespräch mit den Personen gesucht.“

Auch zum Vorwurf der Grünen, dass sich die CDU nicht konstruktiv an einer Satzung beteilige, äußert sich die Union: „Das ist falsch, denn wir lehnen die Baumschutzsatzung kategorisch ab.“

jw

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