Projekt erzählt Geschichte des Dorfs

Botheler Chronik: „Endlich ist sie fertig“

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„Die muss ich haben“, sagt Bothels Bürgermeister Heinz Meyer (l.), der sich ein Exemplar beim Verkaufsteam um Uta Höhns (v.l.), Klaus Meinke und Hannah Brunkhorst sichert.

Bothel - Von Henning Leeske. „Endlich ist es soweit und die Chronik ist fertig“, sagte Rüdiger Reinke zu Beginn der Präsentation der Botheler Chronik im Bürgerhaus. Über einen Zeitraum von zehn Jahren hatte die Arbeitsgruppe des Heimatvereins während der 160 Treffen stapelweise Unterlagen und Originaldokumente zusammengetragen.

Daher drückte Bürgermeister Heinz Meyer seinen großen Dank für die geleistete Arbeit im Heimatverein aus und nannte insbesondere alle aktuellen Mitglieder der Arbeitsgruppe: Rüdiger Reinke, Klaus Meinke, Harald Petersen, Iris Brunkhorst, Uta Höhns, Eckhard Bodemer und Erwin Bock. „Aber es gab noch einige Mitstreiter mehr, die aber leider zwischenzeitlich krankheitsbedingt aus dem Langzeitprojekt aussteigen mussten“, so Meyer.

Genau aus diesem Grunde fehlte auch der Hassendorfer Historiker Dr. Gernot Breitschuh zur Präsentation. Er hatte während all der Jahre geschichtlich alles richtig eingeordnet und zusammengefasst. Eigentlich sollte Breitschuh während der Präsentation einige Passagen aus der Chronik lesen, aber kurzerhand wurde Hanna Tamke aus Wittorf, die selber auch einige Jahre in Bothel gelebt hatte, für eine halbstündige Lesung aus dem Werk gewonnen.

Die Wittorferin Hanna Tamke sprang für den verhinderten Gernot Breitschuh ein.

Sie schaffte es in diesen 30 Minuten, von der ersten urkundlichen Erwähnung Bothels im Jahre 1226 bis zu den Zeitzeugenberichten der Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg einen kompletten historischen Abriss des Dorfes zusammenzufassen.

Uralte Konkurrenz zwischen Bothel und Brockel thematisiert

Für alle Botheler war der Vortrag derart interessant, dass eine bedächtige Stille im Bürgerhaus herrschte und alle Zuhörer an Tamkes Lippen hingen. Aber auch für die Einwohner aus der Nachbarortschaft Brockel hätte es einige interessante Fakten zu erfahren gegeben, denn die uralte Konkurrenz zwischen Bothel und Brockel wurde in der Chronik thematisiert. Seinen Anfang nahm diese Geschichte nämlich mit dem Streit über die Bausteine anlässlich des Kirchenbaus. Die waren damals nämlich echte Mangelware.

Wer mehr über diese Anekdoten erfahren möchte, sollte sich das rund 300 Seiten starke Buch beim Edeka-Markt, Meyers Gasthof, in der Mühlenstuv oder im Gemeindebüro für 42,50 Euro kaufen.

„Dazu gibt es auch für nur 2,50 Euro eine elegante Tragetasche des Heimatvereins mit einer Botheler Aufschrift“, warben die Mitglieder für dieses Accessoire. Außerdem wird die Chronik, von denen übrigens schon 100 Stück verkauft sind, auf dem Weihnachtsmarkt des Heimatvereins am Samstag, 16. Dezember, angeboten.

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