Botheler Freibad

Gemeinde Bothel investiert rund 350.000 Euro in Barrierefreiheit

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Architekt Peter Röndigs (li.) und Bürgermeister Heinz Meyer gewähren einen Einblick in die Baustelle am Freibad.

Bothel - Von Tobias Woelki. Die Bauarbeiten im Botheler Freibad sind gestartet. Unter dem Motto „Barrierefreiheit vom Parkplatz bis ins Schwimmbad“ lässt die Gemeinde das Freibad so umzubauen, dass ein Rollstuhlfahrer künftig ohne Probleme ins Freibad und auch zu den Schwimmbecken gelangen kann.

Zusätzlich werden der Eingangsbereich neu gestaltet sowie die Funktionsräume umgebaut und modernisiert. Das berichteten Architekt Peter Röndigs und Bürgermeister Heinz Meyer bei einem Ortstermin.

Arbeiten sollen Ende Mai beendet sein

Die Baumaßnahme startete vor vier Wochen. „Voraussichtlich Mitte bis Ende Mai ist der Umbau abgeschlossen“, glaubt der Bürgermeister. Und Meyer weiter: „Das Projekt kostet mehr als 350.000 Euro. An Zuschüssen erhalten wir 100.000 Euro von der EU-Region Hohe Heide.“

Der Zugang zum Botheler Freibad wird mit einer Rampe barrierefrei umgestaltet. Und auch die Funktionsräume werden erneuert.

Das in den 60er-Jahren gebaute Bad nutzen viele Gäste aus Bothel und umzu, einmal wegen der familiären Atmosphäre und den zahlreichen Kursen, aber auch wegen des Warmbadens, da eine Biogasanlage das Wasser beheizt. Doch seit den 60er-Jahren blieb das Funktionsgebäude unverändert. Damals dachte keiner an barrierefreies Bauen.

Parteien waren sich einig, dass etwas geschehen soll

Mit der Einrichtung einer Inklusionsklasse an der Wiedau-Schule, einer integrativen Kindergartengruppe im Kindergarten, zahlreichen privaten Heilerziehungsangeboten in Wohngruppen im Ort und der Schließung des Bades der Rotenburger Werke nutzen jedoch immer mehr Menschen mit Behinderung das Bad. Das erforderte ein Umbau zu einem barrierefreien Bad, fand im vergangenen Jahr noch der von der SPD dominierte Gemeinderat.

Das Projekt schob die ehemalige SPD-Bürgermeisterin Erika Schmidt an. „Wir mussten endlich etwas machen. In all den Jahrzehnten haben wir nur kleinere Reparaturen vorgenommen. Schließlich haben wir uns dazu entschieden, in die Standortsicherung des Freibades zu investieren und die mehr als 50 Jahre alten Funktionsräume zu erneuern“, erinnert sich Erika Schmidt. Der Beschluss sei einstimmig ausgefallen. Der neue Bürgermeister von der CDU, Heinz Meyer, setzte sich ebenfalls für das Projekt ein und berichtet: „Der Haupteingang erhält eine Rampe, damit Menschen mit Behinderung ohne Hilfe ins Bad gelangen.“ Architekt Peter Röndigs ergänzt: „Die Duschen und Toiletten modernisieren wir. Die Funktionsräume haben wir neu angeordnet.“

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