Botheler Seniorenbeirat informiert sich

Projekte in der Gesundheitsregion

+
Raphaela Vink vom Landkreis Rotenburg informierte über die Gesundheitsregion.

Bothel - Die Gesundheitsregion Rotenburg und der Aufbau des Pilotprojekts für Sammeltaxis waren die Themen der jüngsten Sitzung des Botheler Seniorenbeirats. Koordinatorin Raphaela Vink vom Landkreis oblag es, dem Gremium mit dem Vorsitzenden Werner Thies Details zur Gesundheitsregion Rotenburg vorzustellen. Zuvor teilte allerdings Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle Neuigkeiten zum Thema Anrufsammeltaxi mit, da dieses Projekt ein Teil der Mobilität auch für Senioren sein soll und bei zukünftigen Arztbesuchen eine große Rolle spielen werde.

Im Moment werde die Anordnung der Haltestellen überprüft, und die Mitgliedsgemeinden haben die Gelegenheit zur Stellungnahme. „Wir drängen beispielsweise darauf, auch in Bellen eine Haltestelle einzurichten, weil es dort bisher gar keinen ÖPNV gibt“, wurde Eberle konkret. Der Startschuss für die erste Sammeltaxifahrt solle noch in diesem Jahr fallen.

„In dem Konzept der Gesundheitsregion ist auch die Möglichkeit eines Patientenmobiles ein Bestandteil. Dann wird der Transport der Patienten zu den Fachärzten zu speziellen Sprechstunden für das Patientenmobil organisiert“, sagte Vink. Denn seit dem Jahr 2016 sei der Landkreis Rotenburg eine anerkannte Gesundheitsregion. „Ziel der Gesundheitsregion ist es, einen Beitrag für gesundes Aufwachsen sowie gesundes Altwerden zu leisten und die wohnortnahe gesundheitliche Versorgung zu stärken“, erklärte Vink. Dazu würden mehrere Maßnahmen von der Landesregierung gefördert, die vom Gesundheitsamt der Landkreisverwaltung zentral koordiniert werden.

Ein Hauptziel sei dabei eine angemessene ärztliche Versorgungsstruktur bereitzustellen, wobei die demografische Entwicklung dabei die größte Herausforderung darstelle. „Es gibt immer mehr ältere Menschen, aber immer mehr Ärzte gehen auch in den Ruhestand“, so Vink. So sollen die bestehenden Strukturen mit Nachwuchsgewinnung nachhaltig erhalten bleiben. Dazu müsse auch die Vernetzung der Modellregionen ebenfalls vorangetrieben werden. Allerdings könne der Landkreis Rotenburg dies nur mit dem Heidekreis forcieren, da dies der einzige benachbarte Landkreis ist, der auch eine Gesundheitsregion sei. Im Detail gäbe es mit dem Modell der Gesundheitsregion Projektförderungen von bis zu 100 000 Euro für ein regionales Wundmanagement, wie zum Beispiel im Emsland, oder einem „Genial-Lotsen“ für ein Betreuungskonzept für erwerbsfähige Langzeiterkrankte. So werde auch das genannte Patientenmobil im Landkreis Leer gefördert. „Gerade für chronisch Kranke im ländlichen Raum, die zu regelmäßigen Untersuchungen müssen, ist dies eine enorme Erleichterung.“, berichtete Vink.

Für die Entwicklung und Umsetzung etwaiger Projekte gibt es in Rotenburg eine Steuerungsgruppe, dem auch der Chef des Kreisseniorenbeirates, Helmut Sündermann aus Visselhövede, angehört. Diese Gruppe könne für konkrete Maßnahmen Arbeitsgruppen bilden und zum Beispiel für mehr Nachwuchs in den Pflegeberufen werben. „Wichtig ist es, fertig Ausgebildete auch in der Region zu halten“, sagte Vink. Darin greife auch die Idee des Rotenburger Pflegelotsen, der gerade in der Entwicklung stecke.

Für alle Bürger sei der Internetauftritt der Gesundheitsregion interessant, da dort auch eine Angebotslandkarte mit allen Praxen und Dienstleistern im Gesundheitsbereich für den Landkreis Rotenburg zu finden sei. J lee

gesundheitsregion.lk-row.de

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

USA schieben früheren Nazi-Kollaborateur nach Deutschland ab

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Rückkehr der "Siedler" und "Desperados"

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Sonne, Strand und Meer: Beliebte Strandhotels auf Mallorca

Kindergartenfest Bücken

Kindergartenfest Bücken

Meistgelesene Artikel

Maisfeldfete ein großer Erolg

Maisfeldfete ein großer Erolg

Erfolgsgeschichte: Rotenburg kommt beim Stadtradeln auf Platz eins

Erfolgsgeschichte: Rotenburg kommt beim Stadtradeln auf Platz eins

Bötersener Dorfladen: 104 Gesellschafter im ersten Anlauf

Bötersener Dorfladen: 104 Gesellschafter im ersten Anlauf

Kommentare