Defekte Entlüftungsleitung: Freiwillige Feuerwehren aus Bothel, Scheeßel und Hastedt verhindern Schlimmeres

Heizöl fließt über Kanal in die Wiedau

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An der Sperre wird das Heizöl-Bindemittel-Gemisch abgesaugt.

Bothel - In Bothel ist seit Samstagabend Heizöl über einen Regenwasserkanal in die Wiedau geflossen. Durch das schnelle Errichten von Ölsperren durch die Freiwilligen Feuerwehren aus Bothel, Hastedt und Scheeßel konnte ein schwerwiegenderer Umweltschaden allerdings verhindert werden.

Als äußerst schwierig erwies sich zunächst die Suche nach dem Verursacher – bis sich am Sonntagvormittag ein Anwohner der Schulstraße bei den Einsatzkräften meldete. Seine Befürchtung, dass die Entlüftungsleitung eines Öltanks auf seinem Grundstück beschädigt sei, erwies sich als richtig. So konnte zumindest erst einmal der Fluss des Heizöles gestoppt werden. Obwohl gegen 15 Uhr Entwarnung gegeben werden konnte, bleiben die Sperren an Ort und Stelle, bis die Gemeinde keine Gefahr mehr für die Umwelt sieht.

Die Chronologie der Ereignisse: Bei Peter Lack von der Unteren Umweltbehörde des Kreises ging am Samstagabend um 21.15 Uhr der Notruf ein. „Gemeinsam mit Bürgermeisterin Erika Schmidt und den genannten Feuerwehren war es gelungen, Ölsperren aufzubauen“, so der Experte. Eine davon sei direkt am Ausfluss neben der Wiedau-Brücke errichtet worden, eine zweite Sperre flussabwärts hinter der Brücke und eine dritte Ölsperre bei Hemsbünde. „So konnten wir die Ölfilm zum Halten bringen“, erklärte Lack.

Heizöl fließt in die Wiedau

Die Verdünnung in der Wiedau sei so groß gewesen, dass zu keiner Zeit Gefahr für die Fische bestand, hieß es. „Wir haben eine Spezialfirma aus Scheeßel angefordert, die mit zwei Saugfahrzeugen das Öl-Wasser-Bindemittel-Gemisch absaugen wird“.

Mitten hinein platzte die Nachricht, dass sich der Bewohner eines Grundstückes an der Schulstraße gemeldet habe. Jener befürchtete, dass bei Bodenarbeiten eventuell eine Entlüftungsleitung vom Öltank beschädigt worden sein könnte. Bei ihm sei Öl in der Dränage. Tatsächlich war die Leitung defekt und das Regenwasser in den Tank geflossen – von dort aus in den Schacht und anschließend in den Kanal. Tank und Domschacht wurden durch die Einsatzkräfte leergepumpt. So konnte kein weiteres Öl in den Regenwasserkanal gelangen.

go

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