Bauarbeiten am Botheler Eschfeldweg und Winterloh

Teures Vergnügen für Anlieger

Die Botheler Straße Winterloh ist gesperrt
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Die Bauarbeiten dauern noch bis in den Herbst hinein.

Bothel – Sand vor der Hofeinfahrt, Bauarbeiter vor der Haustür, die Arbeiten sind im vollen Gang – nach gefühlt mehreren Jahrzehnten. Denn derzeit erfolgt der Endausbau der beiden Botheler Straßenzüge Winterloh und Eschfeldweg.

„Die Arbeiten haben vor etwa vier Wochen begonnen“, erklärt dazu Bürgermeister Heinz Meyer. Den Endausbau hatte der Botheler Gemeinderat beschlossen – allerdings liegt auch das bereits zwei Jahre zurück.

Nach etlichen Anliegerversammlungen rückten dann die Bauarbeiter eines Visselhöveder Tiefbauunternehmens an. „Voraussichtlich im Herbst werden die Arbeiten beendet sein“, erklärt der Bürgermeister auf Nachfrage.

Im Dialog mit den Anliegern hatte die Gemeinde bei den Informationsveranstaltungen zwei Ausbauvarianten vorgestellt. In der Premium-Version enthielt die Planung neben dem Straßenausbau zusätzlich Parkplätze am Rand und entsprechende Anpflanzungen. In der abgespeckten Version wird auf die Stellflächen und auf Bäume und Büsche verzichtet. Damit reduzieren sich die Kosten natürlich erheblich.

Gesamtmaßnahme kostet 890000 Euro

Der Grund, warum die Anlieger sich für die günstigere Lösung ausgesprochen hatten, liegt auf der Hand. Denn die müssen für die Arbeiten jetzt tief in die Tasche greifen. So haben sie nicht gerade Beifall geklatscht, als jetzt die Bagger anrollten, obwohl sie bereits seit Jahren mit dem Endausbau der Straßen und der entsprechenden Kostenbeteiligung rechnen mussten. „Da es sich um Straßen in einem Wohngebiet handelt, erhebt die Gemeinde Anliegerbeiträge“, berichtet Bürgermeister Meyer. Und zwar 90 Prozent der bisher kalkulierten Summe von 890 000 Euro für die gesamte Baumaßnahme. Den Rest zahlt die Gemeinde.

Da beim Geld bekanntlich die Freundschaft aufhört, sind die Anwohner der beiden Straßen nicht erfreut über die Überweisungen, die sie Ende des Jahres tätigen müssen. Mittlerweile hatte sich ein Teil von ihnen in den vielen Jahren schon an die Baustraße vor ihren Haustüren gewöhnt. Als sie nämlich ihren Traum vom eigenen Heim verwirklicht haben, wurden die Kosten des Straßenbaus noch in D-Mark gerechnet. Ergo wären die Anlieger damals erheblich günstiger dabei weggekommen.

Es hätte es ja keinen Sinn ergeben, wenn schwere Baufahrzeuge über neue Straßen gerollt wären.

Bürgermeister Heinz Meyer

„Der Knackpunkt war aber, dass noch nicht alle Bauplätze belegt waren“, erläutert Heinz Meyer. So sei das letzte Haus erst vor zwei Jahren gebaut worden. So hätte es ja keinen Sinn ergeben, wenn schwere Baufahrzeuge über neue Straßen gerollt wären. „Und dann hat die Diskussion über die Art des Ausbaus auch sehr viel Zeit in Anspruch genommen.“

Auch wenn die ebenfalls diskutierte und „erheblich teurere“ Premium-Variante jetzt vom Tisch ist, müssen die Anwohner je nach Größe ihrer Grundstücke teilweise bis zu 25 000 Euro zahlen – wahrlich kein Pappenstiel. „Wir müssen bei den Anliegerbeiträgen halt geltendes Recht anwenden“, betont der Bürgermeister schon fast entschuldigend. Allerdings räume die Gemeinde auf entsprechenden Antrag auch Ratenzahlungen ein.

Jetzt bekommen die beiden Straßen, die bautechnisch als eine Einheit betrachtet werden, über den bestehenden Unterbau eine Asphaltdecke, einen neuen Fußweg auf einer Straßenseite und neue Straßenlaternen – ausgestattet mit moderner LED-Technik.  woe

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