Botheler Feuerwehr gründet Förderverein

Für ein bisschen mehr

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Dennis Preißler ist der Vorsitzende des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Bothel. 

Bothel - Von Matthias Röhrs. Eine Kaffeemaschine im Feuerwehrhaus, ein Zelt für die Jugendabteilung, bessere Einsatzjacken: Es sind große und kleine, aber sehr verschiedene Dinge, die auf der Wunschliste der Freiwilligen Feuerwehr in Bothel stehen. Allerdings sieht das Budget der Samtgemeinde derartige Ausrüstungsgegenstände nicht vor, sie kann nur die vorgeschriebenen Standards bezahlen. Die Kameraden wollen aber mehr, und haben nun einen Förderverein gegründet.

Denn: „Mit dem Minimalstandard kann man zwar arbeiten, aber es macht keinen Spaß“, sagt Dennis Preißler, Pressesprecher der Feuerwehren in der Samtgemeinde Bothel und jetzt auch Vorsitzender des Fördervereins, „und mit Dienst nach Vorschrift kriegt man keinen angelockt.“ Was ein Außenstehender vielleicht nur als nützlich betrachtet, kann für einen Kameraden mehr sein, als beispielsweise bequemeres Schuhwerk oder einheitliche T-Shirts bei Wettkämpfen. Nämlich eine Wertschätzung seines Dienstes an der Gemeinde.

Gerade um die gehe es laut Preißler. „Wir wollen unsere Leute bei Laune halten“, was aber nicht heiße, dass mit den Fördergeldern große Feste gefeiert werden sollen. Es seien aber die speziellen Dinge, die von der Kommune nicht bezahlt werden, aber die Mitgliedschaft und Arbeit in der Feuerwehr angenehmer gestalten könnten. Oder die Jugendfeuerwehr, die kaum mit Zuwendungen bedacht wird.

Preißler hat Verständnis für das Vorgehen der Verwaltung. Schließlich sei eine perfekte Ausstattung „exorbitant teuer“. Das könne die Samtgemeinde gar nicht bezahlen. Preißler sieht die Ortswehr dennoch gut aufgestellt. „Es ist nicht top, aber besser als bei anderen Feuerwehren“, sagt er. Der Dialog zwischen Verwaltung und Feuerwehr zu diesem Thema sei offen und ehrlich, das Verhältnis gut.

Mitgliedschaft für 30 Euro im Jahr

Alle 23 Gründungsmitglieder des Fördervereins sind auch mit der Botheler Feuerwehr verbunden. Das soll sich ändern. Im Moment arbeite man an einem Flyer, der im ganzen Ort verteilt werden soll und für den der Förderverein wirbt. Die Bürger sollen aufgeklärt werden, was die Kameraden alles leisten. 30 Euro jährlich soll die Mitgliedschaft kosten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Bothel, wobei auch die Möglichkeit bestehe, andere Wehren in der Samtgemeinde zu fördern. „Aber das nicht unser vorrangiges Ziel“, sagt Preißler.

Auch für Spenden von Unternehmen werde die Botheler Feuerwehr attraktiver, so der Fördervereinsvorsitzende. Viele scheuen den üblichen Weg über die Samtgemeindekasse und wollen lieber direkt spenden. Mit dem neuen Förderverein können sie das. Im Rathaus ist das kein unbekannter Fall. „Die Unternehmen befürchten ungerechtfertigterweise eine Zweckentfremdung des Geldes“, so der stellvertretende Samtgemeindebürgemeister Michael Fehlig. Die Feuerwehren in der Kommune entsprächen aber auf jeden Fall den Vorschriften. Preißler: „Die Samtgemeinde sorgt für das Grundsätzliche, der Förderverein für das Drumherum.“

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