Botheler Gemeinderat stimmt Kita-Gebühren zu

Kita-Betreuung ab August teurer

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Die Kita in Bothel kostet ab August mehr Geld. 

Bothel - Kurz vor Beginn des neuen Kindergartenjahres hat die Gemeinde Bothel ihre Gebühren für die Kinderbetreuung erhöht. Dem hat am Mittwoch der Gemeinderat mit den Stimmen von SPD und Grünen zugestimmt. Demnach soll eine erste Erhöhung schon zum 1. August erfolgen, eine zweite folgt zum 1. Januar 2017.

Ab dann zahlen Eltern pro Kind und Monat in der Vormittagsgruppe 136 anstatt 112 Euro, und ab Januar 162 Euro. Für die verlängerte Vormittagsgruppe sind nun 200 beziehungsweise 234 Euro und für die Ganztagsgruppe 296 sowie nach dem Jahreswechsel 340 Euro fällig. Die Preise lagen hier bisher bei 168 beziehungsweise 252 Euro. Der Zuschlag für Sonderbetreuungszeiten je angefangener halben Stunde steigt von 14 auf 16 und später auf 18 Euro. Betroffen sind die Eltern, die ihre Kinder jetzt neu anmelden.

Damit steigen die Gebühren für die Kinderbetreuung in Bothel erstmals seit 2009. Der Grund liegt in den gestiegenen Personalkosten. Kämmerer Michael Fehlig relativierte auf der Sitzung die neuen Preise. „Im Vergleich zu anderen Kommunen liegen wir mit den Sätzen weit unten“, sagte er.

CDU: zu kurzfristig

In den Reihen der CDU störte man sich vor allem über die Kurzfristigkeit des Beschlusses. So erklärte Carmen Wachtmann. „Wir handeln hier wieder fünf vor Zwölf. In wenigen Tagen beginnt das neue Kindergartenjahr und jetzt beschließen wir eine neue Gebührensatzung.“ Schon im März habe der Rat die Anpassung für den Haushalt besprochen, argumentierte ihre Parteifreundin Regina Woltmann.

Besonders Bürgermeisterin Erika Schmidt (SPD) musste sich von der CDU einiges anhören: „Die Bürgermeisterin ist dafür verantwortlich, dass die Gemeinde die Beschlüsse des Rates zeitnah umsetzt. Dann wären die Eltern vorbereitet“, so Woltmann. Es fehle an Transparenz. Schmidt rechtfertigte sich: „Die Berechnungen habe ich Ende Juni vor meinem Urlaub bekommen. Und nun behandeln wir das Thema.“

Einen Antrag Wachtmanns, die neue Gebührensatzung erst zum 1. Januar zu ändern, lehnte die Mehrheit aus SPD und Grünen ab, die ihrerseits die Gebührenerhöhung durchboxte.  

woe

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