Bedeutendes Thema im ersten Halbjahr

Windkraft: Brockel will mitreden

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Der Brockeler Mühlenverein will das Dach der Mühle erneuern und hofft auf Zuschüsse. Die Gemeinde ist mit im Boot.

Brockel - Von Tobias Woelki. Das alte Jahr ist Geschichte, das neue Jahr bringt Veränderungen – auch für die Gemeinde Brockel. Und wer von Wensebrock oder den Brockeler Neubaugebieten in Richtung Bartelsdorf schaut, sieht sie bereits vor der eigenen Haustür: die Windkraftanlagen.

„Mit diesem Thema werden wir uns als Gemeinde in diesem Jahr intensiv auseinandersetzen müssen“, sagt Bürgermeister Rolf Lüdemann (CDU). Denn der Landkreis entwickele derzeit das Regionale Raumordnungsprogramm und sehe für den Raum Bartelsdorf und Brockel ein Vorranggebiet für Windkraftanlagen vor. „In der ersten Jahreshälfte wird die Kreisverwaltung den Entwurf den Gremien vorlegen“, so Lüdemann.

„Als Gemeinde müssen wir handeln. Denn das Vorranggebiet ragt bis in unser Gemeindegebiet hinein. Wenn wir baurechtlich nichts regeln, kann uns der Landkreis die Anlagen irgendwo hinstellen. Verhindern können wir den Bau weiterer Windräder allerdings nicht.“ Aber die Gemeinde hat ein Steuerungsinstrument in der Hand und kann mittels einer Flächennutzungsplanänderung und einem Bebauungsplan dem Landkreis seinerseits vorgeben, wo die Windkraftanlagen hinkommen sollen. „Wenn der Gemeinderat die entsprechenden Pläne anpasst, muss uns der Landkreis künftig bei allen Planungen und Entscheidungen beteiligen. Dadurch haben wir einen Gestaltungsspielraum, den wir auch nutzen werden“, kündigt Lüdemann an. Würde der Rat diesen Schritt nicht gehen, sei Brockel bei der Standortfrage außen vor.

Zwei neue Gewerbegebiete

Und was hat die Gemeinde noch vor? „Wir werden Gewerbegebiete am Bahnhof und am Pudelhofsweg ausweisen, um Betrieben genügend Entwicklungspotenzial zu bieten. Des Weiteren beschäftigen wir uns mit den vorbereitenden Planungen, um im Jahr 2019 die Straßen Lütts Weg und Borns Weg auszubauen. Weiterhin werden wir Bauplätze verkaufen und Vereine fördern“, erklärt Lüdemann.

Veränderungen stehen demnach auch an der Brockeler Mühle an. Der Mühlenverein plant, das Dach des alten Galerie-Holländers zu erneuern. Das Projekt kostet rund 95.000 Euro. Die Ehrenamtlichen erhoffen sich vom EU-Programm Hohe Heide einen Zuschuss. Die Gemeinde hat bereits ihren Anteil von 17.097 Euro beschlossen.

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