BBU-Chefin Evelyn Rathjen staunt über Dialogforum

„Weiter gegen Y kämpfen“

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Das Symbol des Widerstands gegen die Y-Trasse.

Bothel - Nein, eine Alibiveranstaltung will Evelyn Rathjen, Vorsitzende des Umweltschutzverbandes Bothel/Brockel (BBU) das Dialogforum Schiene Nord, das sich mit den Möglichkeiten einer modernen Schieneninfrastruktur (Y-Trasse und Co.) zur Hafenhinterlandanbindung beschäftigt, (noch) nicht nennen. Aber was während der vergangenen Sitzung von morgens um 9 Uhr bis in den Freitagabend hinein viele Stunden vorgetragen worden sei, „ist für viele Teilnehmer vor allem aus den Reihen der Bürgerinitiativen nicht nachvollziehbar.“ So hätten die Fachleute in der Celler Congress Union einräumen müssen, dass bei den Trassenplanungen die Ertüchtigung der Schienenknotenpunkte in den Ballungszentren bisher nicht berücksichtigt worden sei.

„Das ist schon ein Hammer. Wenn ich ein Hausbau plane, muss ich mir doch auch Gedanken über Wasserleitungen und Elektroverteilung machen“, so Rathjen. Das sei offenbar beim Bundesverkehrsministerium anders. „Uns wurde mitgeteilt, dass bei der Planung vorausgesetzt werde, dass diese Schaltstellen bereits funktionierten. Erst wenn eine Entscheidung zu den Trassen vorliege, sollen die Knotenpunkte analysiert werden“, ist die Bothelerin erstaunt. Denn das treibe doch die Kosten in die Höhe und eine Entscheidung könne das Dialogforum so nicht treffen. „Darum gehe ich auch nicht davon aus, dass wir den Zeitplan einhalten können, weil noch so viele Themen zu bearbeiten sind.“ Eigentlich soll im November eine Empfehlung ausgesprochen werden, die dann auch in den Bundesverkehrswegeplan einfließt. „Was mich auch wundert, dass sich die Vertreter der norddeutschen Häfen nie zu Wort melden. Denn für die soll doch die Trasse gebaut werden“, so Rathjen.

So ein Dialogforum zu starten, sei zunächst erstmal ein guter Wille und die Organisatoren müssten bei dem Pilotprojekt auch Erfahrungen sammeln, aber „es wird immer deutlicher, dass wir uns nicht allzu viel davon versprechen sollten.“

Aber dennoch würden die hiesigen Bürgerinitiativen weiter mitmachen und sich vor allem auf das besinnen, was sie eint: „Nämlich zu verhindern, dass die Y-Trasse gebaut wird.“

jw

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