Dorfentwicklung schaut sich mögliche Vorhaben an

Von Bauplänen und Konzepten

Die Botheler und Brockeler haben sich die verschiedenen Schwerpunkte im Ort angesehen. Fotos: Woelki

Bothel/Brockel – Wie die Zukunft am besten gestaltet werden soll, das diskutieren derzeit die an der Dorferneuerung Wiedau-Walsede beteiligten Gemeinden Brockel, Bothel, Hemsbünde und Kirchwalsede. Um mit den Bürgern in einen Dialog zu kommen, werden Rundgänge durch die Ortschaften organisiert. Jetzt haben sie sich in Brockel und Bothel getroffen. Fachlich begleitete das beauftragte Planungsbüro Mensch und Region aus der Region Hannover die mehr als 30-köpfige Gruppe an dem Tag.

In Brockel stand für die Gruppe das Kirchenensemble mit Gemeindehaus, Pfarrhaus und Pfarrscheune im Fokus. Denn die Kirchengemeinde möchte das Pfarrhaus und die Pfarrscheune an einen Privatinvestor verkaufen, das neben der Scheune leerstehende Behelfsheim abreißen lassen und an der Stelle ein neues Pfarrhaus bauen. „Gesucht ist eine Nutzung des jetzigen Pfarrhauses. Erste Überlegungen dazu existieren bereits. So kann sich die Kirchengemeinde als Nachnutzung eine Seniorenbetreuung vorstellen. Auch die Bushaltestelle an der Pfarrscheune soll aufgewertet werden“, erklärte Planer Wolfgang Kleine-Limberg.

Zudem besichtigte die Gruppe das Schützenholz mit dem Schützenhaus, in dem große Feiern abgehalten werden. „Der Schützenverein wünscht sich eine Optimierung der gesamten Anlage“, so der Planer. In derselben Straße steht Brockels ältestes und denkmalgeschütztes Gebäude. Auch dafür sucht der Besitzer eine Nutzungsmöglichkeit. Ebenfalls Verbesserungen sind an der Brockeler Mühle, einem von zwei Wahrzeichen der Ortschaft, nötig. Das heißt konkret: Die Reeteindeckung muss erneuert und das Dach saniert werden.

An der Hauptkreuzung im Bereich des Gemeindebüros erklärten die Bürger, dass viele Autofahrer mit hoher Geschwindigkeit durch den Ort fahren. Um die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern zu erhöhen und den Verkehrsfluss zu verbessern, da an dieser Kreuzung Straßen in alle vier Himmelsrichtungen abgehen, schlugen Bürger vor, an der Stelle einen Kreisel einzurichten.

Im Bereich des Brockeler Bahnhofes will der Privatbesitzer das alte Bahnhofsgebäude verkaufen. Eine Idee ist, aus dem alten Bahnhof eine Gemeinschaftsanlage mit einem Café zu machen.

Am Nachmittag ging es in Bothel weiter, wo sich die Gruppe zunächst das Schwimmbad anschaute. „Das Bad ist mehrere Jahrzehnte alt und aus dieser Zeit stammen auch die Wasserleitungen, die alle neu verlegt werden müssen“, informierte der Planer. Auch die Zuwegung zum Schwimmbad neben der Brandruine des ehemaligen Kindergartens soll aufgewertet werden. „Um das Verkehrschaos morgens im Bereich der Wiedau-Schule und des Kindergartens zu reduzieren, braucht es ebenfalls ein Konzept“, so Kleine-Limberg. Gegenüber der Wiedau-Schule erwägt der Sportverein, neben dem bestehenden ein weiteres Gebäude einzurichten, um Kurse anzubieten. Am neuen Kindergarten, das hat die Gemeinde vorgeschlagen, solle die Zahl der Parkplätze erhöht werden und dafür neben dem neuen Kindergarten eine Fläche umgewandelt.  woe

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