TuS Bothel hat weiter Bedenken / SPD-Vorschlag wird übernommen

Baugebiet Campingplatz: Ausschuss für Variante zwei

Der ehemalige Campingplatz soll Baugebiet werden, der TuS Bothel befürchtet Einschnitte in den Spielbetrieb. - Foto: Wieters

Bothel - Die Diskussionen über die Ausgestaltung des neuen Botheler Baugebiets auf dem Gelände, auf dem ehemals der Campingplatz untergebracht war, halten weiter an. Zwar hat sich der Bauausschuss einstimmig auf eine Variante geeinigt, aber der Turn- und Sportverein befürchtet eine Einschränkung des Spielbetriebs auf dem benachbarten Sportplatz.

Ausschussvorsitzender Hermann Dodenhoff (CDU) bemühte sich nach der Sitzung um Sachlichkeit, denn „die Gutachten besagen, dass es zu keiner Auswirkung der benachbarten Sportanlage zum geplanten Bebauungsgebiet kommt“. Der Spielbetrieb könne ohne Probleme fortgeführt werden.

„Aus den vier vorgestellten Varianten haben wir uns einstimmig für die zweite Möglichkeit entschieden, die einen gewissen Abstand der Bebauung zum neuen Kindergarten vorsieht.“ Um rechtlich ganz sicher zu gehen, soll die Gemeinde potenziellen Käufern Verträge anbieten, in dem die Gemeinde auf die Sportanlagen hinweist. „Dort wird auch drinstehen, dass der Käufer den Spielbetrieb auf der Sportanlage zu dulden hat“, erklärte Dodenhoff, der je nach Zuschnitt mit einer Ausweisung von 35 Bauplätzen rechnet. „Das neue Baugebiet ist gut, weil die Fläche der Gemeinde bereits gehört“, so Dodenhoff.

Das sieht Jens Heitmann, Vorsitzender des TuS Bothel hingegen mit einiger Skepsis: „Wir haben wirklich einige Bedenken, dass ein Bauherr gerichtlich durchsetzen könnte, das zum Beispiel unsere Fußballabteilung während der sonntäglichen Mittagsruhe kein Punktspiel mehr austragen darf.“ Er habe während der Ausschusssitzung mehr als deutlich gemacht, dass es auch nicht nur um die Belange des TuS gehe, sondern auch Veranstaltungen im nahe gelegenen Bürgerhaus von Klagen betroffen sein könnten. „Da hat es in der Vergangenheit viele Fälle gegeben. Ein Querulant im neuen Baugebiet reicht da schon“, so Heitmann, der kritisiert, dass die Bürgerfragestunde während der Sitzung abrupt abgebrochen worden sei. „Das hat nicht viel mit transparenter Politik zu tun.“

Der TuS-Chef wundert sich auch über das Abstimmungsverhalten der SPD-Ausschussmitglieder, weil die im Vorfeld ganz andere Überlegungen angestellt hätten. Dafür hat Erika Schmidt (SPD), die als stellvertretende Bürgermeisterin nicht dem Ausschuss angehört, aber als Zuschauerin die Sitzung verfolgte eine einfache Erklärung. „Weil sich der Ausschuss für die Variante zwei entschieden hat, haben unsere Leute zugestimmt. Denn diese Variante sieht eine Freifläche zwischen dem Kindergarten und der Bebauung vor. Im Verlauf der Sitzung hat die CDU auch unseren Vorschlag aufgenommen, auf der Freifläche einen Lärmschutzwall einzurichten. Außerdem wird das Planungsbüro eine deutliche Abgrenzung in Richtung Tennisplätze und Grundschule einzeichnen“, erklärt Schmidt.

Von Tobias Woelki und Jens Wieters

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