Zwischen Rotenburg und Visselhövede

B 440: Gut fünf Monate Vollsperrung

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Die Schilder mit den Umleitungshinweisen stehen schon an der Bundesstraße und gelten ab kommenden Dienstag.

Hassel - Von Jens Wieters. Auf die Pendler, die die Bundesstraße 440 zwischen Rotenburg und Visselhövede nutzen, kommen ab Dienstag fünf schwere Monate zu, denn ein Teilbereich der Strecke wird wegen eines Brückenneubaus bei Hassel bis Ende Oktober komplett gesperrt.

Viele Auto- und Lkw-Fahrer kennen das Bauwerk, das mittlerweile seit 56 Jahren den Federlohmühlenbach überbrückt, überhaupt nicht, die Fachleute der Landesbehörde für Straßenbau aus Verden hingegen schon. „Eine Begutachtung hatte ergeben, dass die Brücke nicht mehr dem modernsten Standard entspricht und komplett erneuert werden muss“, berichtet Andreas Pirsing von der ausführenden Behörde.

Und da ein Brückenbauwerk natürlich nicht von heute auf morgen abgerissen und wieder neu aufgestellt werden kann, ist die relativ lange Sperrung bis 31. Oktober vorgesehen. „Die Erfahrungswerte aus vergangenen, ähnlich gelagerten Bauprojekten sagen, dass wir auch so lange brauchen werden“, so Pirsing.

Außerdem müsse sehr behutsam zu Werke gegangen werden, weil der Bereich des Federlohmühlenbachs, der unweit der Bundesstraße in die Rodau münde, von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Rotenburg als schützenswert eingestuft werde. „Wir müssen also schon beim Abriss mit einem Sandfang und ähnlichen Dingen arbeiten, um das Gewässer nicht übermäßig zu verunreinigen. Wir haben dabei sehr konkrete Auflagen zu erfüllen“, betont Pirsing.

Die Brücke aus dem Jahr 1962 wird in den kommenden Monaten vorsichtig abgetragen. Der Neubau hat einen rund drei Meter breiteren Durchlass, um der Tierwelt am Federlohmühlenbach ein leichteres Unterqueren der Bundesstraße zu ermöglichen.

Und wenn die Arbeiter schon einmal dabei sind, wird auch gleichzeitig der Durchlass um etwa drei Meter erweitert, damit Fischotter und Co. genügend Platz haben, um die Straße zu unterqueren.

Der Fahrbahnbelag wird zwischen den Kreuzungen mit der Kreisstraße 206 bei Hastedt (die sogenannte Bullenseekreuzung) und der Kreisstraße 209 bei Hassel ebenfalls erneuert. Die Totalsperrung wird außerdem genutzt, um an der Brücke über den Hasselbach und dessen Schutzplankensystem Instandsetzungsarbeiten vorzunehmen.

Nach Mitteilung der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wird von Dienstag, 22. Mai, gegen 9 Uhr bis voraussichtlich zum 30. Oktober der Streckenabschnitt für den gesamten Fahrzeugverkehr voll gesperrt. Dies wird erforderlich, da mit den Arbeiten zum Bauwerksabbruch zeitnah begonnen werden muss, um später nicht ungünstige Witterungseinflüsse in Kauf nehmen zu müssen. Der Beginn der Asphaltierungsarbeiten ist mit Fertigstellung der neuen Brücke für Ende September 2018 vorgesehen.

Grundstücke per Auto zeitweise nicht erreichbar

Anlieger mit einer Zufahrt nur über die Bundesstraße können ihre Grundstücke lediglich noch aus einer Fahrtrichtung erreichen. „Es muss damit gerechnet werden, dass während des Asphalteinbaus zeitweise die Grundstücke mit dem Auto nicht erreichbar sind“, informiert Pirsing. Die direkten Anlieger würden im Vorfeld zur Vollsperrung aber durch Mitteilungen zusätzlich informiert.

Der Umleitungsverkehr verläuft von Rotenburg kommend über die Kreisstraße 206 am Bullensee vorbei Richtung Kirchwalsede und von dort über die Kreisstraße 209 nach Riekenbostel zurück zur B 440. Von Visselhövede kommend verläuft die Umleitungsstrecke entgegengesetzt. Der Radverkehr wird innerhalb des gesperrten Streckenabschnitts beidseitig über den Hastedter Weg umgeleitet.

Ganz billig ist die Maßnahme nicht: Rund 1,2 Millionen Euro haben die Fachleute für den Bau veranschlagt.

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