Blaskapelle Hemslingen gibt umjubeltes Platzkonzert

Atemlos im Festzelt

Bei der Zugabe „Conquest of Paradise“ gibt ein Mönch die Schlagzahl vor. - Fotos: Heyne

Hemslingen - Von Ulla Heyne. Wenn die Blaskapelle Hemslingen im Zweijahresturnus zu einem ihrer Platzkonzerte lädt wie am Wochenende, steht das Dorf Kopf. Auf der Bühne, sorgen dann an die 40 Musiker für den guten Ton, aber auch zahlreiche Helfer an den Kassen, Tresen, beim Aufbau und vor allem im Publikum sind mit dabei.

Denn auch bei ihrem zehnten Konzert (auf den fast unbemerkt verstrichenen Geburtstag machte erst „Urgestein“ Herby Röhrs aufmerksam) setzten die polyglotten Hobbymusiker auf viel Stimmung. Märsche, Stimmungsmusik wie der „Zuckerhut“, kollektives Schunkeln zu „Tulpen aus Amsterdam“ oder das Trompetenecho: Die „Muss-Stücke“ im Repertoire waren so ganz nach dem Geschmack der Zuschauer im voll besetzten Festzelt.

Aber auch Neues war zu hören, darunter Aktuelles wie „Rolling in the Deep“ der gerade tourenden Adele, „Atemlos durch die Nacht“ oder der mitreißende Soundtrack „Hawaii 5.0“.

Dirigent Heinz Jakobi hat seine Truppe auf ein hohes musikalisches Niveau gebracht.

Doch nicht nur die Akustik und die Begeisterung der zumeist jungen Musiker, die von der Bühne auf das mehr als einmal mitsingende Publikum übersprang (Novum: Wer nicht textfest war, konnte die Texte per Beamer ablesen). Auch für die passende Optik hatten die Bläser wieder mit viel Liebe in ihren Einlagen bei der gut durchgeplanten Veranstaltung gesorgt. Zum „Helenen-Marsch“, bekannt aus Loriots Weihnachtssendung, gab es ein Wiedersehen mit Opa Hoppenstedt, Robbie Williams‘ fetziges „Let me entertain you“ wurde von einem ebenso rasanten Tanz einiger Tänzerinnen von Mareike Gölitzer illustriert und „Anton aus Tirol“ alias Helmut Sündermann sang selbst mit Unterstützung zweier Dirndl-Mädchen.

Und auch der Amboss bei der „Lustigen Dorfschmiede“ durfte nicht fehlen, ebenso wie ein wildes Duell zur Filmmusik von „Fluch der Karibik“. Das einzige Requisit, das am Ende fehlte, war ein Hut – nämlich der, den Dirigent Heinz Jacobi am Ende verbal vor „seinen“ Musikern zog: „Noch vor zwei Monaten wolltet Ihr alles hinschmeißen und das Programm umstoßen – heute habt Ihr eine großartige Leistung abgeliefert!“ Das sahen die in Stimmung gebrachten Zuschauer genauso: Nach zweieinhalb Stunden bester Unterhaltung auf hohem musikalischen Niveau, mit viel Spaß und zwei erklatschten Zugaben („Conquest of Paradise“ mit trommelndem Mönch und dem „Highlander“ als Rausschmeißer) zollten sie „ihrem“ Blasorchester mit Standing Ovations Tribut – zu Recht.

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