Aber: 2,4 Millionen Euro Baukosten / Hoffen auf das Bundesförderprogramm

Gemeinde Bothel plant barrierefreies Schwimmbad

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Botheler Ratsmitglieder des Arbeitskreises Freibad mit Bürgermeisterin (v.l.): Carmen Wachtmann, Michael Meyer-Diercks, Uta Tümler und Erika Schmidt.

Bothel - Von Tobias Woelki. Ein Mammutprojekt steht der Gemeinde Bothel bevor. So ist geplant, das 1962 errichtete Freibad barrierefrei umzugestalten. Die Kosten sind allerdings immens. Da in den vergangenen Jahrzehnten relativ wenig investiert wurde, fallen dem Gemeinderat die Versäumnisse jetzt vor die Füße. Denn nach Angaben von Planer Thomas Maaß kostet die Gesamtmaßnahme rund 2,4 Millionen Euro.

Geld, das die Gemeinde in den nächsten Jahren kaum aufbringen kann. Daher hat sie während der vergangenen Ratssitzung beschlossen, an einem Bundeswettbewerb teilzunehmen. Das aufgelegte Förderprogramm des Bundes würde 45 Prozent der Gesamtmaßnahme bezuschussen. Ob der Bund die Gemeinde allerdings in das Programm aufnimmt, ist vollkommen offen. Daher wird die Maßnahme in zwei Abschnitte geteilt. Der erste Bereich beschäftigt sich mit dem Funktionsgebäude, der zweite – wesentlich teurere – Teil mit der technischen Sanierung der Badelandschaft.

Im ersten Bauabschnitt, der rund 410000 Euro kosten soll und für den die Gemeinde bereits Fördergelder der Hohe Heide-Region über 100000 Euro eingeworben hat, soll das komplette Funktionsgebäude mit den Umkleideräumen und den Sanitärbereich barrierefrei umgebaut werden. Der Kiosk und der „Turm“ für die Badeaufsicht bekommen einen neuen Standort.

Der Eingang erhält eine Rampe, „damit jeder barrierefrei vom Parkplatz über den Umkleidebereich ins Bad gelangen kann“, sagte Planer Thomas Maaß während der Sitzung.

Für den zweiten Abschnitt sieht der Planer die technische Sanierung und optional Wasserspiele, eine Spielburg, eine Nackendusche und eine Breitrutsche vor. Die Beckengrößen bleiben hingegen unverändert.

„Eine Aufnahme in das Förderprogramm wäre für uns eine einmalige Chance“, betonte Bürgermeisterin Erika Schmidt (SPD).

„Was passiert aber bei steigenden Besucherzahlen?“, fragte Birgit Bungert (Grüne). „Dann müssten wir den Lärmschutz verbessern. Denn mehr Besucher heißt auch mehr Lärm. Dann hätten wir ein echtes Problem, denn die Anlieger könnten sich bei der Baubehörde beschweren. Im schlimmsten Fall müssten wir uns einen neuen Standort suchen“, so Maaß.

Fragen nach der Finanzierung des zweiten Bauabschnittes blieben an diesem Abend allerdings ungeklärt.

woe

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