Gebiet in Wensebrock sorgt aber für lange Diskussionen im Gemeinderat

40 neue Bauplätze für Brockel

Eine landwirtschaftliche Fläche in Brockel.
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40 neue Bauplätze sollen auf dieser Fläche im Bereich Wensebrock entstehen.

Brockel – Die Gemeinde Brockel plant im Bereich Wensebrock ein neues Wohngebiet. Auf einer Fläche von mehr als drei Hektar zwischen der Straße Pastoren Kamp und der Bundesstraße könnten bis zu 40 neue Bauplätze entstehen. Die große Mehrheit der Kommunalpolitiker stimmte während der vergangenen Ratssitzung dafür, den Bereich zu beplanen. Nur Ulrike Eberle (Bürgerliste) votierte dagegen.

Eigentlich hatte die Gemeinde beabsichtigt, die Wohnbauentwicklung in einem angrenzenden Bereich westlich des Gebiets Am Scheeßeler Weg weiterzuentwickeln, doch dort sind notwendige Flächen nicht verfügbar. Deshalb orientiert sich die Gemeinde in Richtung Westen und beabsichtigt, eine große Ackerfläche zwischen Wensebrock und Brockel in Bauland umzuwandeln.

„Das neueste Baugebiet ist fast voll. Die Gemeinde muss sich weiterentwickeln. Und daher brauchen wir Flächen“, betonte Cord Heinrich Müller (CDU).

Als einziges Ratsmitglied kritisierte Ulrike Eberle die beabsichtigte Planung: „Das Baugebiet schließt nicht an eine vorhandene Bebauung an.“ Würde man darauf verzichten, müsse keine Eiche gefällt werden. „Und wir bräuchten auch keine Abbiegespur aus Richtung Rotenburg kommend für 150 000 Euro bauen“, erklärte die Ratsfrau und empfahl, „lieber einen Planer mit einer städtebaulichen Entwicklung zu beauftragen“.

Lothar Sause (CDU) entgegnete: „Bei jeder Planung schauen wir uns vorher alle Gesichtspunkte an.“ Harald Lüdemann (CDU) betonte: „Keiner will Eichen absägen. Die bleiben stehen.“

Bereits zu Beginn der Sitzung verlangte Eberle mit Nachdruck eine Änderung ihrer Aussagen im Protokoll der vorherigen Ratssitzung zu dem geplanten Baugebiet in Wensebrock. Dabei ging es ihr um die Formulierung, das Baugebiet nur in Richtung der Bundesstraße 71 auszuweisen und nicht, wie im Protokoll enthalten, bis an die Bundesstraße heranzuführen.

Der stellvertretende Bürgermeister Sause, der Rolf Lüdemann vertrat, reagierte eher verhalten. Darum entwickelte sich ein langes Wortgefecht, das darin gipfelte, dass Eberle drohte, den Raum zu verlassen. Schließlich verständigte sich der Gemeinderat nach Diskussion darauf, das Protokoll nach dem Wunsch von Ulrike Eberle leicht abzuändern.

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