Initiative der Betreiber von Biogasanlagen im Kreis läuft

200 Blühstreifen

Herbert Cordes mit Blühstreifen und Schild an der Stelle, an der es schon seit Jahren einen Radweg geben sollte. ·

Sottrum - CLÜVERSBORSTEL · Immer mehr Biogasanlagen werden mit dem Basissubstrat Mais als Energiepflanze „gefüttert“. In einigen Regionen mit einer hohen Dichte derartiger Anlagen stößt der Anbau der Getreideart auf Kritik. Um die befürchtete Vermaisung der Landschaft zu verhindern, sind 26 Betreiber aus dem Landkreis Rotenburg im Frühjahr mit einer Pflanzinitiative aktiv geworden, die mittlerweile erste Erfolge vorweisen kann.

Ziel der Bestrebungen ist es, durch die Ansaat von Blühstreifen die Akzeptanz von Energiepflanzen zu erhöhen. Zu der Landvolksinitiative „Bunte Felder“ gehört auch Herbert Cordes aus Clüversborstel. „Bislang sind 200 einzelne Blühstreifen im Kreis angelegt. Wir als Verein finanzieren diese Blühstreifen, die die Eigentümer anlegen“, erklärt Cordes und zeigt auf das Schild des neu angesäten Streifens am Clüversborsteler Ortausgang. Er ist genau auf einem Teilabschnitt entlang der geplanten Strecke des Radweges von Clüversborstel nach Schleeßel angelegt. Also auf einem Stück Radweg, von dem in den vergangenen Jahren immer wieder angekündigt worden sei, dass dieser gebaut werde. „Aber bislang ist nichts passiert“, ärgert sich Herbert Cordes.

Als er 2010 von Bürgermeister Wilfried Kirchner die Information erhalten habe, dass der Radweg gebaut werde, sei er mit den Einverständniserklärungen losgelaufen, so Cordes, und habe von allen betroffenen Eigentümer die Unterschriften dafür eingeholt, dass die Strecke über ihre Grundstücke verlaufen darf.

Und was ist passiert? „Bislang nichts. Deswegen bin ich verärgert. Denn bereits seit Jahren wird uns dieser Radweg versprochen. Und bislang blieb es bei Versprechungen“, so Cordes. Und der Christdemokrat, der zugleich einen Sitz im Gemeinderat Reeßum und im Samtgemeinderat hat, betont: „Dabei sind die EU-Gelder in 2010 für den Radwegebau vorhanden gewesen. Aber der Landkreis hat diese für ein Bauprojekt in Elsdorf umgeleitet. Das kann ich überhaupt nicht verstehen.“

Nun hofft Cordes, dass der gewünschte Radweg in der kommenden Legislaturperiode angeschoben wird. „Denn der Straßenverkehr durch Clüversborstel als eine Abkürzung hat in den vergangenen Jahren mit dem A 1-Ausbau und anderen Verkehrsprojekten erheblich zugenommen, wodurch die Fußgänger und Radfahrer nun stärker gefährdet werden“, beobachtet Cordes fast täglich derartige Situationen. · woe

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