Die Stadt bereitet Geschwindigkeitsmessungen in Tempo-30-Zonen vor / Nächste Woche geht‘s los

Der Blitzer kommt immer freitags

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Tatort Goethestraße: Der Autofahrer ist laut Bußgeldkatalog bei innerörtlich sechs Kilometern überm Limit mit 15 Euro dabei.

Rotenburg - Immer wieder freitags wird in Zukunft der Radarmesswagen des Landkreises in den Tempo-30-Zonen der Kreisstadt nach Temposündern fahnden. Das kündigten Bürgermeister Detlef Eichinger und Ordnungsamtsleiter Frank Rütter gestern Morgen im Pressegespräch an. „Uns geht es nicht um die Einnahmen“, begründet Eichinger, „uns geht es um die Sicherheit.“ Das erste Mal wird der Messwagen am Freitag nächster Woche in Rotenburg zum Einsatz kommen.

Tempo 20 gilt für die gesamte „Zone“ Goethestraße. Darauf weist Ordnungsamtsleiter Frank Rütter hin. ·

Für die Stadt sei das unverantwortliche Überschreiten der zulässigen Höchstgeschwindigkeit in den beruhigten Bereichen seit geraumer Zeit „ein großes Thema“, merkte Eichinger an. Darum habe sich die Verwaltung mit dem Straßenverkehrsamt des Landkreises und der Polizei zusammengesetzt, um über Möglichkeiten nachzudenken, uneinsichtige Autofahrer zu disziplinieren. Die Polizei habe sich mit Hinweis auf fehlendes Personal „zurückhaltend“ gezeigt, betonte der Bürgermeister. Der Landkreis indes wird seine Technik zur Verfügung stellen und die mittlerweile geschulten vier Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes unterstützen. Nach und nach werde der Wagen in den ausgemachten Problembereichen eingesetzt. Die von der Stadt betriebenen Geschwindigkeitsmessanlagen zeigten die gefahrenen Tempi nicht nur an, sie registrierten auch die Geschwindigkeiten. Die Auswertung habe gezeigt, dass Bedarf in einer ganzen Reihe von Tempo-30-Zonen bestehe. Unter anderem nannte Rütter beispielhaft den Grafeler Damm, den Berliner Ring und auch die Goethestraße, wo durchgängig nur 20 Kilometer pro Stunde erlaubt sind und es häufig im Begegnungsverkehr auf der engen Trasse zu gefährlichen Situationen kommt. Rütter betonte, dass die Tempo-20-Beschilderung für die „komplette Zone“ Gültigkeit habe.

Die „Knöllchen“ werden über die Bußgeldstelle des Landkreises abgerechnet, die Einnahmen fließen mithin dem Kreishaushalt zu. In der noch zu schließenden Verwaltungsvereinbarung werde man, so war im Vorfeld zu hören, nach Wegen für einen finanziellen Ausgleich mit der Stadt suchen. „Der Autofahrer muss keine Überraschungen befürchten“, stellte Eichinger klar. Die Stadt lege Wert auf Transparenz und werde die Messungen ankündigen. Tempoüberschreitungen könnten Rasern teuer zu stehen kommen. Auch daran ließen Eichinger und Rütter keinen Zweifel. Wer mehr als 20 km/h drüber liege müsse mit 80 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen ... · sf

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