Gleich vier Ausstellungseröffnungen im Sonnentau und Harm-Becker-Speicher

Bilder, Fotos und ein großes Stück Industriekultur

Der Bendingbosteler Lutz Hölscher stellt im Turm aus.

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · „Es ist, als blättere man in einem Märchenbuch“, beurteilte Visselhövedes „Turmwächter“ Willi Reichert die Bilder von Lutz Hölscher bei der Vernissage am Sonnabendauf dem Sonnentaugelände. „Hölscher erzählt mit seinen Bildern. Die Szenen sind, als ob man in einem Brief von einem Verstorbenen lesen würde“, so Reichert, selbst Künstler, über den Bendingbosteler.

„Ich male regelmäßig. Als Kunsterzieher gehört es dazu, dass man in der Praxis bleibt“, erläutert der 42-Jährige. Die Bilder, die im Wasserturm ausgestellt sind, sind Arbeiten, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden. „Gemeinsam mit meiner Frau und meinem Sohn, nahm ich an einer Ausstellung in Kirchlinteln zum Thema Familie teil. Daher stammen teilweise die Arbeiten.“ Der Titel der Werke lautet „heligoland“, der alte Name von Helgoland. Passend dazu spielte die Gruppe Weltfrieden, die die Vernissage musikalisch umrahmte – unter anderem mit „La Paloma“

Zuvor begrüßte Ratsherr Tam Ofori-Thomas die zahlreichen Besucher, überbrachte die Grußworte von Stadt und Rat und dankte vor allem dem Reichert für seinen unermüdlichen „Einsatz, Kraft und Energie“, um ständig Künstler in die Heidestadt zu holen, mit den Worten: „Ohne dich wäre Visselhövede nicht so bekannt.“

Doch es war nicht die einzige Ausstellung, die an dem Tag eröffnet wurde.

Die Heidestadt bewies im Rahmen der „Tage der Industriekultur“ der Metropolregion Hamburg, in der Industriedenkmäler ihre Türen öffnen, was die Stadt zum Thema „Rund ums Wasser“ alles zu bieten hat. So sind parallel zu den Bildern im Wasserturm, auch die Werke der Künstler der Region in der Hohe-Heide-Galerie zu bewundern. „Eine neue Ausstellung, die zum Entdecken reizt“, lobte Reichert.

Des Weiteren ist die Fotoausstellung des Stadtarchivs im ehemaligen Werkstattgebäude des Sonnentaus zu sehen und außerdem zeigt der Rotenburger Fotograf Piet Diercks im Harm-Becker-Speicher hinter dem Heimathaus sehenswerte Fotos aus Visselhövede. In seinen Bildern vermischt sich Realität und Wirklichkeit. Der Betrachter muss schon ganz genau hinsehen und sich fragen „Ist das wirklich fotografiert oder doch gemalt?“ · aki

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