„Step by Step“-Tänzerinnen verabschieden sich mit eigenen Choreografien

Bewegt und bewegend

Lichtprojektionen sorgten für ein Schattenspiel auf der Bühne der Eichenschule. ·

Scheessel - Von Ulla Heyne„Moving Elements“ – das Motto, das sich die Tänzerinnen des Scheeßeler Vereins „Step by Step“ für ihre Aufführung am Sonntag im Internatssaal der Eichenschule gestellt hatten, bewahrheitete sich in jeder Hinsicht: Bewegung stand nicht nur bei den über ein Dutzend Choreografien im Vordergrund, überaus bewegend war auch die denkwürdige Abschiedsvorstellung der Tänzerinnen.

Bis zu dreizehn Jahre hatten die 16 Elevinnen im klassischen Ballett, Jazzdance, Modern Dance oder in der Step-Gruppe getanzt und in dieser Zeit nicht nur Spaß an Bewegung und die Technik vermittelt bekommen. Vielmehr war es die Ausdrucksstärke, die Präsenz und Ernsthaftigkeit ihrer Stücke, die die rund 300 Zuschauer beeindruckte.

Wer eine nette Aneinanderreihung von Tänzen in adretten Kostümen erwartet hatte, wurde allerdings enttäuscht – minimalistische Bekleidung, geschickt eingesetzte Lichteffekte, wummernde Beats selbst gemischter musikalischer Fragmente, der intensive, mitunter beklemmende Kampf der Elemente – das hatte wenig mit Laientanz gemein. Faszinierend, wie konzentriert die Schülerinnen tanzten. Ihre Performances stellten ein Crossover tänzerischer Ausdrucksformen dar, vom Spitzentanz bis zum Hip-Hop.

Auch Tanzpädagogin Fiona Stermann, die die seit Februar auch in privatem Rahmen selbstständig erarbeiteten Choreografien auf Wunsch mit Ratschlägen begleitet hatte, war begeistert: „Sich in dieser Form selbst auszuprobieren, war für die meisten Neuland. Alle haben ihren ganz eigenen Weg gefunden, auszudrücken, wer sie sind und wo sie stehen.“

Hilfreich sei dabei auch der Rahmen einer richtigen Bühne mit entsprechenden Beleuchtungsmöglichkeiten gewesen – die von Hendrik und Mareike Walther behutsam eingesetzten Lichteffekte verliehen den Darbietungen eine fast traumgleiche, surreale Note, etwa im getanzten sphärischen „Zauberlehrlings-Duell“ von Harry Potter.

Als die Schülerinnen sich in der Schlussszene mit dem Rücken zum Publikum schwanengleich ins Morgenrot und die weite Welt hinaus erhoben, hatte das Symbolcharakter. Nicht nur die Akteurinnen rangen beim anschließenden Abschied von ihrer Tanzlehrerin um Fassung. Stermanns Fazit: „So eine Performance gibt es in Scheeßel wohl nicht noch einmal“, schlossen sich die Zuschauer mit frenetischem Applaus an.

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