Übergreifendes Handballtraining im Ganztagsangebot der Eichen- und Beekeschule läuft an

Beschulung ohne Unterschiede

Bleiben in Sachen Kooperation am Ball: Schulleiter Ralf Goebel (v.l.), Sven Borstelmann und Handballtrainer John Köhler mit Scheeßeler Unterstufenschülern. ·
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Bleiben in Sachen Kooperation am Ball: Schulleiter Ralf Goebel (v.l.), Sven Borstelmann und Handballtrainer John Köhler mit Scheeßeler Unterstufenschülern. ·

Scheessel - Von Ulla Heyne. Das Scheeßeler Modell – bis jetzt waren das zwar keine leeren Worte der Teilnehmer des Bildungsforums – greifbar waren bislang jedoch nur wenige Ergebnisse der Idee, die Verzahnung der örtlichen Bildungseinrichtungen voranzutreiben. Das ist seit kurzem anders: Am Dienstag unterzeichneten die Leiter der Eichenschule Ralf Goebel und der Beeke-Schule Sven Borstelmann ein Abkommen für die Durchführung eines gemeinsamen Ganztagsangebots.

Das Pilotprojekt, ein gemeinsames Handballtraining für Fünft- und Sechstklässler, ist bereits angelaufen. Seit einigen Wochen trainieren die Jugendlichen unter Leitung von Lehrer John Köhler gemeinsam – in ihren roten und grünen Leibchen sieht man nicht, wer Oberschüler und wer Eichenschüler ist.

Insgesamt klappe die Integration sehr gut, berichtet der Pädagoge, „einige Schüler sind inoffiziell schon seit Anfang des Schuljahrs dabei, das war überhaupt kein Problem“. Mittlerweile seien mehr Beeke- als Eichenschüler dabei, „bei so vielen Schülern braucht das etwas Zeit“, ist Köhler realistisch.

Schulleiter Sven Borstelmann freut sich nicht nur, Handball wieder als AG im Ganztagsbereich anbieten zu können: „Gemeinsamer Sport ist der einfachste Ansatzpunkt für eine Kooperation, weil es kaum Leistungsunterschiede gibt“. Dabei ist die Differenzierung zwischen dem unterschiedlichen Leistungsvermögen der Schüler in der Einrichtung alltäglich, in der Haupt- und Realschüler gemeinsam beschult werden. Sein Kollege Ralf Goebel ergänzt: „Hier werden nicht Gymnasiasten oder Oberschüler beschult, sondern Scheeßeler Kinder, ohne Unterschiede.“ Bereits in der Vergangenheit hat Kooperationen zwischen den Schulen gegeben: Bei der Box-AG der Beeke-Schule mischten auch Eichenschüler mit, umgekehrt ist der Geigenunterricht im Nachmittagsprogramm der Eichenschule auch für Beeke-Schüler offen.

Auch die Bestrebungen zum vereinfachten Wechsel ans Gymnasium nach der zehnten Klasse sei gut angelaufen, berichtet Goebel: „Die vier Schüler der Beeke-Schule bekommen ein Jahr lang Extra-Unterricht, um die Defizite aufholen zu können.“ Trainer John Köhler ist nicht nur von den Synergie-Effekten angetan, sondern auch von der großen Gruppe der Handball-Begeisterten, die aus einer Kooperation zwischen Schule und Verein entsprungen ist. Sollte das vorerst bis zu den Sommerferien angesetzte Projekt sich bewähren, sei die Öffnung weiterer Angebote des Ganztagsbereichs für die Schüler der anderen Bildungseinrichtung denkbar, so die beiden Schulleiter einmütig.

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