Parcours gibt Schülern Einblick in verschiedene Jobs / 20 regionale Firmen dabei

Berufe zum Anfassen

Möhren schälen und Paprika schnippeln – auch das macht ein Koch. Beim Berufsparcours konnten Schüler jobspezifische Tätigkeiten ausprobieren.

Sottrum - SOTTRUM (lw) · Bankkaufmann, Friseur oder Florist – das waren nur drei der Berufe, die die Acht- bis Zehnklässler der Schule an der Wieste gestern Vormittag bei einem Berufsparcour kennen lernen konnten. 20 Firmen aus Sottrum und der Region stellten sich und ihre Ausbildungsmöglichkeiten vor. Ferner konnten sich die Jugendlichen mit ehemaligen Schülern austauschen.

In der Aula herrscht reges Treiben. Am Informationsstand des Gasthofes „Röhrs“ werden emsig Kartoffeln und Möhren geschnippelt. Nur ein Stückchen weiter erklärt ein Mitarbeiter der Sottrumer Volksbank, was ein Bankkaufmann beim Ausstellen eines Überweisungsträgers zu berücksichtigen hat.

Organisiert hat den Berufsparcours das Technikzentrum Minden-Lübbecke mit Unterstützung der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SoFa) sowie der Agentur für Arbeit, damit Schüler der achten bis zehnten Klassen – sprich künftige Auszubildende – verschiedene Berufe kennen lernen können.

Der Parcours, der nach 2008 und 2009 in diesem Jahr zum dritten Mal an der Schule über die Bühne ging, ist für die rund 300 Jugendlichen verpflichtend. Mit einem Bogen, auf dem die einzelnen Berufe benotet werden müssen, laufen sie verschiedene Stationen ab.

Auf diese Weise bietet sich den Heranwachsenden die Gelegenheit, unter anderem mit Köchen, Verwaltungsfachangestellten, Mediengestaltern oder Tischlern ins Gespräch zu kommen. Dabei gilt es auch, jobtypische Aufgaben zu erledigen. „Die Jugendlichen können sich so ein konkretes Bild von bestimmten Berufen machen“, erklärt Sozialpädagogin und Parcours-Organisatorin Sandra Schulze von SoFa. So weiß die 17-jährige Maria nun, dass Floristin doch nicht das Richtige für sie ist. „So einen Strauß zu binden, hätte ich mir viel einfacher vorgestellt“, erzählt die Schülerin, die den Berufsparcours als ziemlich hilfreich einschätzt. Eine Ausbildung zur Köchin kann sie sich eher vorstellen.

Am Stand des Friseur- und Kosmetiksalons Bahrenburg erklärt Inhaberin Sylke Bahrenburg unter anderem, wie man eine Hochsteckfrisur macht. Das zeigt sie an einer mitgebrachten Modell-Puppe. Die Geschäftsfrau ist beeindruckt vom großen Interesse der Schüler: „Die haben teils sehr fachspezifische Fragen“, freut sie sich. Aber nicht nur deshalb unterstützt sie das Projekt: „Es ist wichtig, dass die Kids wissen, worauf sie sich einlassen.“

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