Landkreis schickt 2400 Fragebögen raus / Ergebnis der Studie Ende des Jahres

Beratungsangebote: Wo drückt der Schuh?

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Markus Pragal und Elli Wilhelm stellten die Haushaltsbefragung zu Beratungsangeboten im Landkreis Rotenburg gestern der Presse vor. ·

Kreis Rotenburg - Insgesamt 2400 Bürger aus den 13 Städten und Gemeinden im Landkreis Rotenburg erhalten in diesen Tagen Post aus dem Kreishaus. Die Briefe sind gestern Nachmittag rausgegangen. Inhalt ist eine „schriftliche Haushaltebefragung zu Beratungsangeboten für Familien und ältere Menschen“. Bis zum 9. März hoffen Sozialdezernent Markus Pragal und seine Mitarbeiterin Elli Wilhelm auf möglichst viele Rückläufe, denn die Ergebnisse sollen – wissenschaftlich aufbereitet – Defizite im Beratungsangebot aufdecken und helfen, diese Lücken zu schließen.

Gestern Morgen stellten Pragal und Wilhelm die Befragung vor, die den ersten Schritt in der vom Land auf die Schienen gesetzten Evaluation des Beratungsangebotes darstellt. Insgesamt neun Landkreise und kreisfreie Städte wurden für die Untersuchung ausgewählt; darunter ist auch der Landkreis Rotenburg, der 2400 Befragungen beisteuern soll. Landesweit sollen 18 000 Bürger um Antwort gebeten werden. Um einen repräsentativen Querschnitt des „Sozialraums Landkreis Rotenburg“ abbilden zu können, wurden die Meldeämter der 13 Verwaltungseinheiten angeschrieben, um nach dem Zufallsprinzip gegriffene Adressen mitzuteilen. So steuerten beispielsweise die Rotenburger 320, die Finteler 110 Anschriften bei. Markus Pragal wies darauf hin, dass die Auswahl querbeet erfolgte und keinesfalls an den Zielgruppen der Untersuchung – Senioren und Familien – orientiert worden sei.

Die Evalutaion wird von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen, dem Zentrum für interdisziplinäre Regionalforschung und Faktor Familie GmbH in Bochum sowie dem Zentrum Altern und Gesellschaft der Universität Vechta begleitet. Der Landkreis beteiligt sich durch die personelle Betreuung und Begleichung des Portos an den Kosten.

Im Fragebogen – 26 geheftete Seiten im DIN-A5-Format – geht es unter anderem um Haushaltsstruktur und aktuelle Lebenssituation, um den Beratungsbedarf von Familien und Senioren, aber auch jungen Alleinstehenden oder Paaren ohne Kinder in besonderen Lebenssituationen. Gefragt wird nach der Akzeptanz und Bewertung sowie Erreichbarkeit und Inanspruchnahme der Beratungsangebote vor Ort, nach Zugangsbarrieren und Informationslücken als Hindernis für die Nutzung.

Der Fragenkatalog wird anonym im beiliegenden, freien Rückumschlag an den Landkreis geschickt. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und ausschließlich anonym ausgewertet. Selbstverständlich werden alle datenschutzrechtlichen Regelungen beachtet, heißt es in einem Presseexposé. Das Ausfüllen, schätzt Markus Pragal, dauere etwa 30 Minuten. Gut investierte Zeit, denn die Ergebnisse kämen allen Bürgern zugute.

Für Rückfragen stehen das Team von Faktor Familie GmbH unter der E-MailAdresse info@faktor-familie.de und Elli Wilhelm im Landkreis Rotenburg (Wümme) unter Telefon 04261 / 983-3130 oder der E-Mail-Adresse elli.wilhelm@lk-row.de zur Verfügung.

In weiteren Modulen der Evaluation werden unter anderem eine Bestandserhebung zu den vorhandenen Beratungsangeboten für Familien und Senioren in den beteiligten Landkreisen und Städten sowie qualitative mündliche Interviews mit Nutzern geführt. Erste Ergebnisse werden voraussichtlich im Herbst 2012 vorliegen. Der Endbericht der Studie ist für Ende 2012 geplant. · sf

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