FDP beklagt Zustand der Fußgängerzone als „nicht akzeptabel“

„Teil der Natur“: Krähen bleiben im Zentrum

Die Hinterlassenschaften der Krähen sind auch nach der wöchentlichen Reinigung klar zu erkennen.
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Die Hinterlassenschaften der Krähen sind auch nach der wöchentlichen Reinigung klar zu erkennen.

Rotenburg - Der Streit um eine „Krähenplage“ in Rotenburg dauert an. Nachdem Mitarbeiter der Stadt im Frühjahr massive Baumschnittarbeiten an der Harburger Straße ausgeführt hatten, damit die Anwohner Vogelgeschrei und Kot auf den Fußwegen loswerden, haben sich die schlauen Federtiere neue Plätze in der Stadt gesucht.

Auch wenn die Harburger Straße und der Friedhof Freudenthalstraße durch ausgedünnte Baumkronen entlastet wurden – in Bereichen wie Soltauer und Brockeler Straße haben sich die Krähen wieder niedergelassen. Insbesondere die zahlreichen Nester in der Innenstadt sorgen für Diskussionen. Die Rotenburger FDP hat daher eine Anfrage an Bürgermeister Detlef Eichinger gerichtet. Ratsherr Alexander Moor: „Seitdem die Krähen unter Naturschutz stehen, haben sie zahlenmäßig stark zugenommen. Entsprechend leiden die Einwohner der Stadt und die Besucher unter Lärm und Kot.“ Insbesondere in der Fußgängerzone sei der Zustand nach wie vor nicht akzeptabel. Man wolle wissen: „Was wird die Stadt Rotenburg unternehmen, damit in den kommenden Jahren die Einwohner und Besucher der Stadt Rotenburg nicht wieder unter der Krähenplage leiden müssen?“

Bürgermeister Detlef Eichinger gibt zu, dass die Stadt derzeit wenig tun könne. Für den Bereich um die Post sei ein wöchentlicher, zusätzlicher Reinigungsdienst in Auftrag gegeben. Ansonsten sei die Stadt an die Auflagen der Naturschutzbehörde gebunden. Eichinger: „Solange die Vögel brüten, dürfen sie nicht vergrämt werden.“

Erst in ein paar Wochen könne die Stadt Maßnahmen einleiten. Dann kämen die Nester weg. „Damit müssen wir jetzt leben. Das ist ein Teil der Natur.“ In der Verwaltung seien auch andere Maßnahmen, zum Beispiel das Aufhängen von Netzen, diskutiert worden. Doch das würde wenig bringen, insbesondere bei Regen. Den Ärger der Bürger verstehe Eichinger: „Leider stehen die Tiere aber unter Naturschutz.“mk

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