Henry Kraft: Das Freibad ist „ein Treffpunkt für alle Generationen“

Die Becken sind nie leer

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Schwimm-Meister Henry Kraft (r.) und sein Kollege Patrick Wallbaum freuen sich mit ihren Gästen über die Rückkehr des Sommers pünktlich zum Auftakt der Ferien.

Sottrum - Fast im Minutentakt strömen die Sonnenanbeter durch den Kassenbereich, in den Becken herrscht Hochbetrieb, das blau schillernde Nass zieht die kleinen und großen Gäste bei hochsommerlichen Temperaturen magisch an, und auf der großen Liegewiese werden die Plätze rar.

Schöner hätte der Start in die Ferien für Schwimm-Meister Henry Kraft und seinen Kollege Patrick Wallbaum gar nicht sein können. Nach wochenlanger Tristesse herrscht seit einigen Tagen Hochbetrieb im Freibad Sottrum.

Zwar geht Kraft nach eigenem Bekunden stets positiv gestimmt zur Arbeit, „aber wenn es in den Nachrichten heißt, es wird schönes Wetter, dann ist man doch ganz anders gut gelaunt“, erzählt er. „Wir hoffen, dass das Wetter die ganzen sechs Wochen anhält, damit die Kinder richtig tolle Ferien haben.“

Kein Wunder, dass der Schwimm-Meister und sein Kollege aktuell mit der Sonne um die Wette strahlen. Denn bislang fiel die Saison eher verhalten aus. Zwar sei der Mai mit wenigstens einigen warmen Tagen gar nicht so schlecht verlaufen, so Kraft, doch der kalte Juni sei besuchermäßig ganz unten anzusiedeln gewesen. Ebenso der Juli – bis zur Rückkehr des Sommers. „Es ist schon ein bisschen frustrierend, wenn man alles herrichtet und keiner kommt“, erzählt Kraft. Umso mehr genießt das Freibad-Duo den derzeitigen Besucher-Ansturm. „Die Sonne ist die Hauptattraktion im Freibad“, weiß Kraft. An heißen Tagen kämen bis zu 1 800 Gäste an einem Tag.

Gähnende Leere herrschte aber in den vergangenen Wochen nicht. „Wir haben das Riesenglück, dass wir viele Dauerschwimmer haben, die teilweise auch von weiter weg kommen. Ein leeres Becken hatten wir nie“, freut sich Kraft und weiß, warum: „Die wissen, dass hier geheizt und verlässlich auf ist.“ So zeigt das Thermometer im Schwimmerbecken durchgehend 24 Grad und im Nichtschwimmerbereich 26 Grad an.

„Was schlecht war bei dem Wetter, sind die Schwimmkurse“, berichtet Kraft. Mitunter sei es nicht einfach gewesen, die Kinder bei der kühleren Witterung ins Becken zu bewegen. „Die Kleinen frieren ja so schnell, und das hier ist halt kein Hallenbad“, so der Schwimm-Meister.

Trotzdem: Mindestens 150 Gäste zählten Kraft und sein Kollege auch bei Schlechtwetter – darunter neben Einwohnern der Samtgemeinde auch Besucher aus den umliegenden Kommunen, dem Nachbarkreis Verden und sogar aus Bremen. Das Freibad mit seiner mehr als 30-jährigen Geschichte sei einfach fest verwurzelt in Sottrum. Zahlreiche Stammgäste hätten dort schon das Schwimmen gelernt, und für viele sei es nicht nur Schwimm- und Sportstätte. „Es ist ein Treffpunkt für alle Generationen“, betont Kraft.

Dazu trägt sicher die familiäre Atmosphäre bei. Ob ein kurzer Schnack am Beckenrand, Trost bei Liebeskummer oder ein Pflaster bei kleineren Wehwehchen – Henry Kraft und Patrick Wallbaum sind neben ihrem Job ebenso Ansprechpartner in allen Lebenslagen. Ein Extra-Service, den die Gäste offensichtlich zu schätzen wissen. · sbo

Gäste schätzen die

familiäre Atmosphäre

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