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Gerüstet für Eis und Schnee

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Von: Ann-Christin Beims

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Das Streugutlager auf dem Rotenburger Bauhof.
Das Streugutlager auf dem Rotenburger Bauhof ist gut gefüllt. © Beims

War es die vergangenen Wochen noch sehr mild für diese Jahreszeit, ist Anfang dieser Woche der Winter ausgebrochen: Die ersten Frosttage waren da und damit müssen auch Versorger und Winterdienste im Kreis startbereit sein.

Rotenburg – Die nächtlichen Minustemperaturen sorgen für den ersten richtigen Wintereinbruch, nachdem es zuletzt noch sehr mild war im November. Das eisige Wetter mahnt zur Vorsicht auf den Straßen und die Glätte am Dienstagmorgen kam für einige durchaus überraschend, weiß der stellvertretende Rotenburger Bauhofleiter Jork Schiemann. Das Team sowie weitere Bauhöfe und Straßenmeistereien im Kreis sorgen bereits ab den frühen Morgenstunden dafür, dass alle sicher zu Kindertagesstätten, Schulen, Arbeit und weiteren Terminen kommen.

Bereits ab 4 Uhr ist ein Kollege des Bauhofs unterwegs und kontrolliert, ob er eine Alarmierung rausgeben muss. „Wir haben den Winterdienst offiziell eingeläutet“, so Schiemann. In wöchentlich wechselnden Schichten hat sich das Team organisiert. „Wir sind derzeit gut aufgestellt.“ Der Fachkräftemangel habe sich bei ihnen noch nicht gezeigt. „Es gibt die üblichen Ausfälle durch Krankheit und Urlaub“, abgesehen davon halte es sich im Rahmen.

Gestreut wird bei Glätte „so wenig wie möglich, aber so viel wie nötig“, um der Umwelt nicht mehr zuzumuten, als notwendig. Auch die Holzbrücken würden gleich morgens abgestreut, sagt Schiemann. Dafür kann der Bauhof auf etwa 200 Tonnen Salz, 100 Kubikmeter Sand sowie 40 Kubikmeter Granulat zurückgreifen. Im Silo befinden sich weitere 18 Tonnen Salz. Kommt kein unerwartet harter Winter, sollte das ausreichen.

Ein Fahrzeug des Winterdienstes wartet in der Lagerhalle des Rotenburger Bauhofs auf seinen Einsatz.
Die Fahrzeuge sind einsatzbereit, um auf glatten Straßen für Sicherheit zu sorgen. © Beims

Für den Bauhof gilt aber auch: Neben dem Winterdienst, der Weihnachtsbeleuchtung und dem Aufbau unter anderem der Weihnachtsbuden für die Leas, die am Wochenende ihren Verkauf in der Innenstadt starten, bleibt noch das „ganz normale Alltagsgeschäft“, so Schiemann – Pflasterarbeiten, Gebäudeunterhaltung und mehr.

Auch die Straßenmeistereien des Landkreises in Rotenburg und Sandbostel seien gut für den Winter gerüstet. Genutzt wird das bewährte Salz: „Die Zugfahrzeuge sind für den Einsatz bereit, die Salzstreuer und Salzsilos befüllt sowie die Auslaufeinrichtungen getestet“, schreibt Pressesprecherin Christine Huchzermeier auf Nachfrage. In Rotenburg lagern gut 300 Tonnen Salz in den Silos, in Sandbostel sind es etwa 600 Tonnen. Außerdem liegen am Stützpunkt in Wittorf in einem Silo 150 Tonnen bereit und in einer Salzlagerhalle in Sittensen befinden sich etwa 1 000 Tonnen. Das Lager wird sowohl von den Straßenmeistereien als auch der Gemeinde Sittensen genutzt. Damit die Umweltverträglichkeit bestmöglich gewahrt bleibt, macht der Landkreis nur eine Vorsorgestreuung, wenn der Wetterbericht Eisregen vorhersagt. „Ansonsten wird der Einsatz dem Bedarf angepasst.“

Die Dienstpläne der Mitarbeiter seien bereits angepasst worden. Jeweils vier eigene Fahrzeuge stehen den Mitarbeitern in den Straßenmeistereien zur Verfügung, die bei Bedarf im Drei-Schichtsystem arbeiten können. Außerdem sind jeweils vier Fremdfahrzeuge im Einsatz. „Für normale Winter ist dies genug.“

Arbeiten nach der Wetterlage

Auch die Versorger rüsten sich für den Winter. Der Wasserversorgungsverband (WVV) Rotenburg-Land blickt entspannt auf den beginnenden Winter. Die Anlagen seien frostsicher errichtet und die Versorgungsleitungen in einer frostfreien Tiefe verlegt worden, teilt Geschäftsführer Ralf Heuer mit. Wie lange Tiefbauarbeiten am Rohrnetz möglich sind, hängt von den Wetterverhältnissen ab. „Für die Mitarbeiter stehen geeignete Fahrzeuge und Hilfsmittel zum Einsatz im Winter zur Verfügung“, so Heuer.

Die Sicherheit auf frostglatten Böden haben auch die Stadtwerke Rotenburg im Auge: sowohl auf dem Betriebshof und dem Zugang zum Kundencenter als auch den Wegen zum Erlebnisbad Ronolulu. „Genug Streugut muss vorhanden sein“, betont der technische Leiter Ronald Holst. Des Weiteren müssen die Mitarbeiter Wasserhähne an Außenzapfstellen ablassen und etwa Schlauchtrommeln sowie Maschinen, die Wasser führen, in Innenräume bringen, da sie sonst durch Eis bersten könnten. Auf Baustellen wird weiter gearbeitet, so wie die Erdarbeiten Auf dem Rusch / Mittelweg. Die zögen sich etwas länger hin als geplant, gehen aber gut voran, so die Stadtwerke. Im Januar und Februar könne man eher mit Dauerfrost rechnen. Das hat dann Auswirkungen auf Kabelverlegungen: Diese sind ab fünf Grad und kälter nicht mehr elastisch. „Man kann diese vorerwärmen und dann verlegen, allerdings ist das nicht in jeder Situation möglich“, so Holst, der im November schon mit vorgewärmten Kabeln agieren musste.

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