35 Meter hoher Turm nahe dem Visselhöveder Stellwerk geplant / Verbesserung des Funknetzes

Bahn will Funkmast errichten

Nahe dem Stellwerk Rosenstraße hat die Deutsche Bahn AG einen 35 Meter hohen Funkmast geplant.

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE (fk) n Die Deutsche Bahn AG will im Bereich des Visselhöveder Bahnhofs einen Funkmast aufstellen. Hintergrund ist die durchgängige Abdeckung und Digitalisierung des Bahn-Funknetzes und die Anpassung der technischen Standards an das Niveau innerhalb der Europäischen Union.

Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses beschäftigten sich im Rahmen ihrer jüngsten Sitzung mit dem Bauvorhaben. Errichtet werden soll der 35 Meter hohe Funkturm mit einer angegliederten Technik-Einheit auf einem Bahn-Grundstück nahe dem Stellwerk Rosenstraße, das unter technischen Gesichtspunkten geeignet wäre. Das Unternehmen plant, entlang der

nBeratungen im

nFachausschuss

Strecke Verden-Uelzen eine Reihe von Masten zu installieren, um künftig eine flächendeckende Versorgung im Funkbereich zu gewährleisten. Bernd Dittmers, Leiter des Bau- und Umweltamtes, erläuterte während der Ausschusssitzung Hintergründe. „Der Standort ist erforderlich. Der Vorteil an der geplanten Anordnung wäre, dass sich die Bahnstrecke gebündelt mit Strahlen erfassen ließe“, betonte Dittmers. Randbereiche würden nicht berührt. Außerdem würde das Schützenholz abschotten. Man könne den Bau des Masts nicht verhindern, weil von der Intensität der Strahlung her die geltenden Richtwerte nicht überschritten werden würden. Die entsprechenden Standards könne man einsehen. Über den Standort könne man unter dem Gesichtspunkt des Elektro-Smogs natürlich diskutieren. Ein Alternativ-Standort, zum Beispiel im Gewerbegebiet, komme nicht in Betracht, da der Streckenverlauf im Bereich der Rosenstraße einen Knick mache, der bei der Versetzung des Masts nicht überwunden werden könnte. Enno Precht (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte während der Sitzung, dass er strikt gegen den Bau eines solchen Funkmasts sei. Anlieger würden einer Strahlenbelastung ausgesetzt, weil die Bahnstrecke nicht genau gerade verlaufe und es in Bezug auf die Abstrahlung zu Überschneidungen mit Wohnhäusern komme, so seine Befürchtung. „Die Bahn soll ein Kabel eingraben. Auch, wenn das teurer ist“, forderte Precht. Dieter Carstens (CDU) betonte, dass man auf der einen Seite natürlich eine gute Anbindung der Stadt an das Netz der Deutschen Bahn wolle. Auf der anderen Seite müsse man sich dann wohl auch zu einer gewissen Technik bekennen: „Wenn man sich dagegen sperrt, sperrt man sich vielleicht auch gegen die Strecke.“

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