Der Weihnachtsmann erzählt von seiner anstrengenden Arbeit an Heiligabend

Auto statt Rentierschlitten

„Im Urlaub“ – mit einem kleinen gelben Zettel an seinem roten Mantel macht der Weihnachtsmann deutlich, dass er sich jetzt erst einmal erholen möchte. ·
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„Im Urlaub“ – mit einem kleinen gelben Zettel an seinem roten Mantel macht der Weihnachtsmann deutlich, dass er sich jetzt erst einmal erholen möchte. ·

Kreis Rotenburg - Von Dörthe Krause. Draußen ist es bereits dunkel und kalt. Drinnen ist es kuschelig warm. Die Kerzen am bunt geschmückten Weihnachtsbaum lassen die gute Stube in gemütlichem Licht erstrahlen.

Große Schnökerteller voll mit Schokolade, Keksen, Nüssen und Mandarinen laden zum Naschen ein. Aufgeregt und ungeduldig warten die Kinder auf ihre Geschenke.

Viele Familien verbrachten auch in diesem Jahr so ihren Heiligabend. Im Kreise der Lieben wurde geklönt, gegessen und gefeiert. Doch für einen war dieser Tag mit sehr viel Arbeit verbunden: den Weihnachtsmann. Erschöpft, aber glücklich und zufrieden schaute er gestern Vormittag bei der Rotenburger Kreiszeitung vorbei und erzählte von seiner anstrengenden Tätigkeit.

Schon seit einiger Zeit besucht er an den Feiertagen zahlreiche Kinder in der Gegend. „Jedes Jahr möchten so viele, dass ich bei ihnen vorbeikomme, da muss ich leider eine kleine Auswahl treffen“, erklärt der Weihnachtsmann. „Deswegen kann ich nicht in jeder Familie auf einen Plausch bleiben. Manchmal muss ich die Geschenke auch vor der Tür abstellen oder flitze so schnell weiter, dass mich die Kinder nur noch kurz von hinten sehen.“ Egal ob durch die Haustür oder über die Terrasse – eines ist in jeder Familie gleich: Wenn ihm nach dem Klingeln oder Klopfen die Tür geöffnet wird, schaut er in neugierige und strahlende Kinderaugen. „Eines habe ich mich hier allerdings noch nicht getraut: durch den Schornstein zu kommen. Da möchte ich erstmal noch ein bisschen Erfahrung sammeln“, erklärt der Weihnachtsmann schüchtern.

Die Zeiten, in denen er ausschließlich mit dem Rentierschlitten unterwegs war, sind inzwischen vorbei. „Ich bin ein moderner Weihnachtsmann“, brummt er stolz in seinen langen, weißen Bart. Und deswegen steigt er auch immer mal in ein Auto um. „Bei grünen Weihnachten muss ich meinen Schlitten sowieso an der Landesgrenze stehen lassen. Und außerdem gönne ich den Rentieren ab und zu auch mal eine kleine Verschnaufpause im Wald.“

Nach der anstrengenden Arbeit genießt er nun seinen Urlaub. „Ich wollte mich schon immer unter der Sonne im Süden ausruhen, aber wahrscheinlich bleibe ich auch im kommenden Jahr wieder bei meinen Rentieren zu Hause“, freut er sich.

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