„#aufschrei“: Netzaktivistin Anne Wizorek liest aus ihrem Buch

Aufgeben ist keine Option

Anne Wizorek kam auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten nach Rotenburg.
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Anne Wizorek kam auf Einladung der Gleichstellungsbeauftragten nach Rotenburg.

Rotenburg - „Alter und neuer Feminismus“, „Diskurs und Harmonie“, „Hashtag und Shitstorm“. Mit diesem Vokabular kam derjenige in Berührung, der Netzaktivistin und Feministin Anne Wizorek während der Lesung aus ihrem Buch „Weil ein Aufschrei nicht reicht“ zugehört hat. „Wir sind doch schon am Ziel, nur ist das eben noch nicht in der Realität angekommen“, überraschte sie die etwa 20 Zuhörerinnen – ein Mann war auch dabei – am Donnerstagabend in der Stadtbibliothek. Sexualisierte Gewalt, Diskriminierung, frauenfeindliches Auftreten und eine nicht gendergerechte Sprache: All das sind Themen in ihrem Buch, das aufgrund ihres Tweets „#aufschrei“ entstand.

Die Grimme-Online-Award-Gewinnerin musste sich auch bei ihrer Lesung in Rotenburg schon im Vorfeld einem unsachlichen und beleidigenden Shitstorm auf der Facebook-Seite der Rotenburger Stadtbibliothek stellen, als sie der Einladung der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt, Brigitte Borchers, folgte. Sie sei das gewohnt, versuchte sie diese Unverschämtheiten weg zu lächeln. Auf die Frage, wie sie sich davor schütze, verriet sie, dass ihr bester Freund für sie im Vorfeld die schlimmsten Anfeindungen herausfiltert und sie sich dem erst dann stellt, wenn sie bereit dafür ist. Damit behalte sie die Kontrolle über die Unverschämtheiten, die nichts mit Meinungsfreiheit, sondern mit oft juristisch relevanten Verunglimpfungen und Beleidigungen zu tun hätten.

Die junge Frau aus Berlin, die mehrfach zu Gast bei Frank Plasberg, Günther Jauch und Co. war, will aber weiter gegen Geschlechterstereotypen in den sozialen Netzwerken kämpfen, denn aufgeben sei keine Option für sie.

ckw

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