Gestern wurde der Neubau eines Wohnkomplexes auf dem Hartmannshof gerichtet

Aufbruch in eine neue Zukunft

Die Werkevorstandsvorsitzende, Pastorin Jutta Wendland-Park, begrüßte die Gäste beim Richtfest gestern auf dem Hartmannshof und segnete den Neubau, in den im Sommer bereits 13 Bewohner einziehen sollen. ·
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Die Werkevorstandsvorsitzende, Pastorin Jutta Wendland-Park, begrüßte die Gäste beim Richtfest gestern auf dem Hartmannshof und segnete den Neubau, in den im Sommer bereits 13 Bewohner einziehen sollen. ·

Rotenburg - Ein „besonderes Konzept“ wollen die Rotenburger Werke auf dem Hartmannshof verwirklichen. Gestern wurde Richtfest für einen neuen Wohnkomplex gefeiert, der 13 Bewohnern Platz bieten wird. Der Einzug ist für den Sommer geplant. Auf dem Hartmannshof wollen die Rotenburger Werke über naturverbundenes Wohnen und Arbeiten hinaus eine Begegnungsstätte schaffen für Menschen mit und ohne Behinderung.

Insgesamt 24 Menschen werden auf dem Hartmannshof ein Zuhause finden, machte die Vorstandsvorsitzende der Rotenburger Werke, Jutta Wendland-Park, gestern bei der Begrüßung der Richtfestgäste deutlich. Der Neubau wurde geplant vom Architekturbüro Rathjen und Maas. Edgar Rathjen und die verantwortliche Objektbetreuerin, Architektin Bianca Witt, zeigten sich zufrieden mit dem Baufortschritt. Der neue Wohnkomplex ergänzt die bereits bestehende Wohneinheit, die zurzeit umfänglich saniert wird. Wendland-Park schloss in ihren Dank an die Handwerker die Projektbetreuerin seitens der Werke, Heike Börker, und Hofleiter Johannes Buhr ausdrücklich mit ein. Das Richtfest habe man bewusst in kleinem Rahmen gehalten. Die Einweihung werde dann mit einem Hoffest bei sicherlich angenehmeren Temperaturen gefeiert, kündigte Wendland-Park an.

Heike Börker ließ die Geschichte des Hartmannshofes Revue passieren. Die ersten Gebäude seien in den 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden; seitdem sei der Hartmannshof ein wichtiger Teil der Rotenburger Werke. Bis in die 90er-Jahre hinein sei intensive Landwirtschaft auf den umliegenden hofeigenen Flächen mit mehr als 80 Hektarn betrieben worden. Im Laufe der Zeit habe man dann dem Strukturwandel in der Landwirtschaft Tribut zollen müssen. Immer mehr und größere Maschinen und immer weniger Handarbeit hätte die Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schwinden lassen. Die Flächen, Stallungen und Scheunen wurden verpachtet, die landwirtschaftliche Nutzung eingestellt. Die Bewohner der Wohngruppen seien zum Arbeiten nach Rotenburg gefahren.

Der neue Wohnkomplex, so Heike Börker, stehe als Symbol für den „Aufbruch in eine neue Zukunft des Hofes“, auf dem Menschen tätig sein werden, die Spaß am Leben auf dem Land haben und gerne mit Tieren umgehen. Das Potenzial des Hofes in Kombination von „Wohnen und Arbeiten in der Landwirtschaft“ sei enorm. Ohne den Vorstand – Jutta Wendland-Park und Finanzchef Torsten Tillner – stünden alle Beteiligten nicht hier, lobte Börker. Der Vorstand habe die Idee aufgegriffen und die finanziellen Weichen gestellt.

Die Bewohner des Hartmannshofs, die zwischenzeitlich ins Ferienhaus umziehen mussten, hätten die Bauarbeiten interessiert begleitet. Den Mitarbeitern des Hartmannshofes dankte Börker für das geduldige Ertragen so mancher Unannehmlichkeit. Abteilungsleiterin Annette Hollmann bedankte sich bei Bereichsleiterin Heike Börker mit einem großen Blumenstrauß. Ein kleiner Imbiss rundete das Richtfest ab. · sf

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