Europaabgeordnete Dr. Helga Trüpel spricht beim Neujahrsempfang der Grünen über lokales Handeln

„Auf dem Teppich bleiben“

Ulrich Thiart (links) und Lühr Klee freuten sich, Elke Twesten (2. von links) und Dr. Helga Trüpel beim Neujahrsempfang von Bündnis90/Die Grünen begrüßen zu können.

Sottrum - SOTTRUM (ho) · Keine andere Partei steigerte im vergangenen Jahr die Umfrageergebnisse so wie „Bündnis90/Die Grünen“. Auch auf Kommunalebene hat sich das Interesse an grüner Politik deutlich verstärkt. So war die Resonanz beim Neujahrsempfang, zu dem die Sottrumer Ortsgruppe gestern in das Gasthaus Röhrs erstmals eingeladen hatte, sehr groß.

„Trotz der guten Umfragewerte müssen wir auf dem Teppich bleiben, auch wenn der Teppich im letzten Herbst zu fliegen schien“, meinte die Grünen-Europaabgeordnete Dr. Helga Trüpel, die zusammen mit ihrer Parteikollegin Elke Twesten, Mitglied des Landtages, zu den Ehrengästen des Neujahrsempfangs gehörte. Über das gute Image ihrer Partei freut sich Trüpel natürlich, aber die Erfolge in der Realität seien es, die wirklich zählen. „Die großen Themen der Zeit sind auch für uns Grüne eine Herausforderung“, sagte sie.

Dazu gehört, dass Arbeitsplätze geschaffen werden. „Für uns heiß das, vor allem grüne Jobs zu schaffen, für Ökologisierung der Produktion und für ökologische Produkte einzutreten“, erklärte Trüpel. Dabei sollen gleich mehrere Ziele erreicht werden, denn wichtig seien ökologische Zukunftsinvestitionen mit hoher sozialer Verantwortung, so die Europa-Parlamentarierin. Ihre Ausführungen beschränkten sich nicht auf die große Politik, sondern Dr. Helga Trüpel bezog sich auch auf die Samtgemeinde Sottrum. Für die politische Arbeit vor Ort möchte Lühr Klee, Mitglied im Kreistag und Sottrumer Gemeinderat für „Bündnis90/Die Grünen“, die Menschen begeistern. „Auch wenn in Zeiten der Globalisierung die Musik scheinbar woanders spielt, ist die Kommunalpolitik das, wo viele Bürger etwas bewegen können“, betonte Klee. Ganz nach dem Motto: „Global denken, lokal handeln“. Dieses Ansinnen hat auch Elke Twesten. „Wir wollen Menschen aller Altersgruppe mit den verschiedensten Lebensmodellen und vielfältigen Perspektiven gewinnen und ihr Interesse an Kommunalpolitik wecken“, sagte sie. Dafür hat ihr Landesvorstand die Kampagne „Kommunalpolitik braucht dich!“ ins Leben gerufen.

In der Diskussion zeigten die Politiker, dass sie auch mit Kritik umgehen können. Zu der von Klaus Renner angesprochenen hohen Anzahl von Biogasanlagen und der damit entstandenen Monokultur, nahm Dr. Helga Trüpel Stellung. „Wir stehen für erneuerbare Energien. Wenn dabei aber andere Ziele, wie eine nachhaltige Landwirtschaft, herunterfallen, hat man einen politischen Fehler gemacht, der nachgebessert werden muss“, sagte sie.

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