„Tage der Industriekultur“ in der Metropolregion Hamburg vom 19. bis zum 21. August

Auch der Wasserturm ist dabei

Die Ausstellung über die Geschichte des Sonnentau-Geländes ist jetzt im Haus der Galerie Hohe Heide zu finden.

Visselhoevede - Von Guido MenkerVISSELHÖVEDE · Die Wolken hängen tief. Der Himmel ist grau, und selbst die Spitze des Wasserturmes auf dem Sonnentaugelände kaum mehr richtig zu sehen. Es nieselt. „Viele Leute fragen sich, was wir in dieser ausstellungsfreien Zeit eigentlich so machen“, sagt Turmwächter Willi Reichert. Und er versichert: „Wir arbeiten sinnvoll, beschäftigen uns mit neuen Ideen und mit der weiteren Entwicklung. Ein Schwerpunkt wird sein, den Wasserturm und die hier präsentierte Kunst über Visselhövede hinaus noch bekannter zu machen.“

Dass genau das gelingen kann, zeigt ein gutes Beispiel: Im Mai beginnt im Wasserturm eine Ausstellung mit Werken des weißrussischen Malers Sergej Pisarenko aus Minsk. Der Kontakt zu ihm ist auf zwei Wegen geknüpft worden: Einerseits engagierte sich der Rotenburger Kinderarzt Dr. Christoph Dembowski, andererseits hatte auch ein Galerist aus Dresden seine Finger im Spiel. Beiden muss der Wasserturm als Ausstellungsraum geläufig sein.

Und das gilt auch für die Macher der „Tage der Industriekultur am Wasser“, während der Denkmale der Industriekultur in der Metropolregion Hamburg nicht nur bekannt, sondern auch zugänglich gemacht werden sollen. „Wir sind auch dabei“, verkündet Willi Reichert in einem Gespräch mit unserer Zeitung, „mit Unterstützung von Klaus Twiefel vom Stadtmarketing.“

Die Denkmale und Zeugnisse der Industriekultur seien der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbekannt geblieben, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter. Dabei sei die Entwicklung Hamburgs mit seinem Umland von großen und einmaligen Industrieanlagen geprägt. Verbindendes Element mit einem besonderen Charakter der Industrielandschaft sei die Elbe mit ihren Zuflüssen und vernetzenden Wasserstraßen, die die Region diagonal durchschneidet. „Die Technik, die das Wasser nutzt und das Wasser beherrscht, gibt den thematischen Rahmen für eine Erschließung der Industriedenkmale der Metropolregion Hamburg vor“, heißt es.

Die Tage der Industriekultur am Wasser gehen vom 19. bis zum 21. August über die Bühne und beinhalten ein großes Rahmenprogramm.

Aus dem hiesigen Raum beteiligen sich die Wassermühle in Scheeßel sowie der Wasserturm in Visselhövede. Willi Reichert: „Wir werden in diesem Zusammenhang natürlich auch die Galerie Hohe Heide öffnen, außerdem ist vorgesehen, mit der Stadtführerin Almuth Quehl zusammen Führungen unter dem Titel ,Industrie in Visselhövede‘ auf die Beine zu stellen.“ Genau 110 Jahre hat die Familie Winkelmann hier eine Honig- und Bonbonfabrik betrieben. Markantes Wahrzeichen des Werkes ist der 25 Meter hohe Wasserturm.

Auch für die Vorbereitung solcher Projekte dient die graue ausstellungsfreie Zeit, die allerdings schon am 27. März zu Ende gehen wird. Dann steht die Eröffnung der neuen Saison auf dem Programm. Den Auftakt macht in diesem Jahr der Achimer Künstler Volker Wutschik, dem von da an sechs Wochen lang die Wände im Wasserturm gehören. Parallel dazu wollen sich auch die Hohe-Heide-Künstler in ihrer Galerie der Öffentlichkeit mit neuen Arbeiten präsentieren – Willi Reichert hat bereits mit dem Aufbau begonnen. Außerdem weist er darauf hin, dass die Ausstellung über die Geschichte des Sonnentau-Geländes jetzt ebenfalls fest im Haus der Galerie Hohe Heide zu finden ist.

Im Gespräch mit der RK/VN stellt Willi Reichert fest: „Das Interesse an der Kunst auf dem Sonnentau-Gelände, aber auch an der Geschichte dieser alten Fabrik nimmt weiter zu. Das ist gut für die Künstler, aber auch gut für Visselhövede“.

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