Ressortarchiv: Landkreis Rotenburg

Radweg Brockel-Rotenburg: Es regt sich Widerstand

Radweg Brockel-Rotenburg: Es regt sich Widerstand

Rotenburg / Bothel – Während sich der Botheler Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle über viele begeisterte Befürworter freut und schon nach einem Namen sucht, regt sich in der Kreisstadt Widerstand: WIR und FDP sprechen sich nämlich gegen den weiteren Ausbau des Radwegs auf der ehemaligen Bahnstrecke Rotenburg-Visselhövede aus, für den das letzte Teilstück zwischen Brockel und Rotenburg ins Auge gefasst wird. Sie wollen möglicherweise schon bald einen entsprechenden Antrag an Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) richten, in dem sie das Ende dieser Planungen fordern.
Radweg Brockel-Rotenburg: Es regt sich Widerstand
Tödlicher Unfall in Sottrum: Muldenkipper erfasst Radfahrerin – Frau stirbt

Tödlicher Unfall in Sottrum: Muldenkipper erfasst Radfahrerin – Frau stirbt

Sottrum – Eine 64-jährige Sottrumerin ist am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr bei einem Unfall an der Bundesstraße 75 getötet worden.
Tödlicher Unfall in Sottrum: Muldenkipper erfasst Radfahrerin – Frau stirbt
Die Krisenprofiteure aus Bellen

Die Krisenprofiteure aus Bellen

Bellen - Von Lutz Bergmann. Die Familie Wiederhold aus Bellen verkauft eigene produzierte Getreidemühlen und handelt mit Bio-Getreide. Normalerweise ist das ein überschaubares Geschäft, doch dann legte die Covid-19-Pandemie auch in Deutschland das Leben in vielen Bereichen lahm. Was für die meisten Menschen im Landkreis Rotenburg eine Verlangsamung des Lebens bedeutet, führt auf dem Naturlandhof der Wiederholds zu dem genauen Gegenteil. Denn die Ware, das Bio-Getreide, wurde von Woche zu Woche beliebter. Bereits Ostern hatten sie den Umsatz des Vorjahres übertroffen.
Die Krisenprofiteure aus Bellen
Hoffen auf das Weihnachtsgeschäft

Hoffen auf das Weihnachtsgeschäft

Rotenburg/Ahausen - Von Matthias Röhrs. Der Stand mit der Holzoptik fällt auf, seine zahlreichen Lichter sind an. Auch einen kleinen Turm hat dieses Häuschen, an dessen Spitze ein Bremer Wappen hängt. Ein „Überbleibsel“ von der Osterwiese in der Hansestadt – natürlich ausgefallen, wie vieles andere auch. Im Stand selbst steht Marcello Winter und wendet Bratwurst, während eine ältere Frau ihn neugierig beobachtet. Der 30-Jährige wird später sagen, dass ihnen durch seine Bratwurstbude erst auffallen würde, dass die Jahrmarktsaison nicht stattfindet. Und damit auch sein Geschäft nicht.
Hoffen auf das Weihnachtsgeschäft
„Landwirtschaft nicht ersetzbar“

„Landwirtschaft nicht ersetzbar“

Rotenburg – Das SPD-Bürgerbüro in Rotenburg ist am Donnerstag das Ziel einer Protestaktion der Bewegung „Land schafft Verbindung“ gewesen. Grund dafür war der „Bericht zur Lage der Natur“ des Bundesumweltministeriums, den die Ministerin Svenja Schulze in der vergangenen Woche vorgestellt hatte. Die Landwirte fühlen sich durch den Bericht an den Pranger gestellt.
„Landwirtschaft nicht ersetzbar“
Gespräche über Gott und die Welt

Gespräche über Gott und die Welt

Rotenburg - Von Wieland Bonath. Agnes und Josef Lünnemann aus Rotenburg träumen in der Mittagssonne in ihrem kleinen gepflegten Garten vom 20. Juni. Der 82-Jährige pensionierte Berufssoldat blättert in einem Heft mit Urlaubsangeboten im Harz und sagt zu seiner 81-jährigen Frau: „14 Tage fahren wir mit unserem Wohnwagen nach Hahnenklee. Ich freue mich schon. Auch darauf, wenn es im Frühherbst an die Ostsee an die Flensburger Förde zu unserem Sohn geht. Ob das wohl unsere Abschiedstour nach 41 Jahren als Reisecamper wird?”
Gespräche über Gott und die Welt
Fast wie Karma

Fast wie Karma

Scheeßel – Der Anschein trügt nicht: hinter den Schaufenstern der Buchhandlung an der Zevener Straße ist Bewegung. „Vielseitig“ wird der Nachfolger in den Räumlichkeiten des ehemaligen „Lesezeichens“ heißen, und vielseitig sind momentan auch die Aufgaben, die auf die Geschäftsführerinnen Kristine Westphal und Anke Lehmkuhl bis zur Eröffnung am Dienstag um 9 Uhr zukommen.
Fast wie Karma
„Nicht immer auf Zahlen schielen“

„Nicht immer auf Zahlen schielen“

Scheeßel – Viele kennen Hartmut Nack auf dem Rad. Ob für Besuchstermine auf den Dörfern von Ostervesede bis Bartelsdorf oder mit dem Fahrradanhänger, um die Kinder aus dem Kindergarten abzuholen – der „radelnde Pastor“, im Beekekort seit gut einem Jahr ein vertrauter Anblick, genießt die Momente zum Nachdenken und Sammeln. Kurze Wege gehören zu den Segen einer Entsendung in eine kleine Gemeinde. Der gebürtige Groß-Meckelsener kennt das und weiß es zu schätzen. Genau wie die Diversität einer Gemeinde zwischen der Ländlichkeit der Ortschaften und eines Stücks Urbanität, die die Pendler nach Hamburg und Bremen mitbringen.
„Nicht immer auf Zahlen schielen“
„Es ist ein tiefer Einschnitt“

„Es ist ein tiefer Einschnitt“

Scheeßel/Hamburg - Von Lars Warnecke. Eines ist sicher: Der Sommer 2020 wird einer ohne Festivals sein. Denn Großveranstaltungen sind bis mindestens noch Ende August untersagt. Die Branche ächzt – und auch hinter dem Hamburger Event-Riesen FKP Scorpio, unter anderem verantwortlich für die Ausrichtung des Hurricane-Festivals in Scheeßel, liegen ein paar schwierige Wochen. Im Gespräch mit unserer Zeitung äußern sich Folkert Koopmans und Stephan Thanscheidt, die beiden Geschäftsführer, wie die Corona-Krise ihr Unternehmen kalt erwischt hat, sprechen über Perspektiven und warum die unlängst für das Hurricane an den Start gegangene Ticketplattform eine durchaus faire Lösung für die Besucher darstellt.
„Es ist ein tiefer Einschnitt“
Bäder in Fintel und Scheeßel öffnen ihre Tore

Bäder in Fintel und Scheeßel öffnen ihre Tore

Scheeßel/Fintel – Die Wasserratten aus Fintel und umzu können aufatmen: Nach langer Zwangspause öffnet das Freibad im Wiesengrund am Mittwoch, 3. Juni, um Punkt 6 Uhr mit dem Frühschwimmen seine Pforten für Besucher. Badleiterin Michaela Bosse und ihr Team wissen, dass diese Saison anders wird als alle bisherigen. „Wir haben die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Badewesen umgesetzt und einen Hygiene-Plan beim Gesundheitsamt eingereicht“, erklärt Bosse. Der Erfolg steige und falle mit dem Verhalten der Badegäste. Deswegen appelliert sie an die Vernunft der Freibadbesucher: „Abstand halten ist und bleibt nun einmal das Gebot der Stunde.“ Einsehbar sind die Corona-Auflagen für das Finteler Freibad sowie dessen Öffnungszeiten im Internet unter www.fintel.de.
Bäder in Fintel und Scheeßel öffnen ihre Tore
Jetzt geht’s los

Jetzt geht’s los

Rotenburg - Von Guido Menker. Auf einem fast 6 000 Quadratmeter großen Grundstück am Therkornsberg in Rotenburg hat in dieser Woche der Bau für das Hospiz „Zum Guten Hirten“ begonnen. Das Diakonissen-Mutterhaus greift tief in die Tasche und nimmt rund vier Millionen Euro dafür in die Hand. Der Rohbau soll im Oktober stehen; mit der Eröffnung rechnet Johannes Stephens für April oder Mai kommenden Jahres.
Jetzt geht’s los
Fall Bernhard Prankel: Landesarbeitsgericht gibt Diakonieklinikum nach Kündigung Recht

Fall Bernhard Prankel: Landesarbeitsgericht gibt Diakonieklinikum nach Kündigung Recht

Rotenburg/Hannover – Das Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg hat endgültig Recht bekommen. Der öffentlich viel beachtete Arbeitsgerichtsprozess gegen den im Sommer 2018 entlassenen Kinderpsychiatrie-Leiter Dr. Bernhard Prankel ist am Dienstag vor dem Landesarbeitsgericht in Hannover zu Ende gegangen. „Die außerordentliche Kündigung war wirksam“, bestätigte Gerichtssprecher Timm Ole Trapp auf Nachfrage.
Fall Bernhard Prankel: Landesarbeitsgericht gibt Diakonieklinikum nach Kündigung Recht
„Das Beste daraus machen“

„Das Beste daraus machen“

Vahlde – Seit mehr als acht Wochen sind die Kindertagesstätten in Deutschland aufgrund der Corona-Pandemie weitestgehend geschlossen. Angeboten werden darf lediglich eine Notbetreuung, mittlerweile eine erweiterte. Es ist eine Zeit, die die Erzieher vor Herausforderungen stellt. Das ist auch in der Kindertagesstätte Vahlde zu spüren.
„Das Beste daraus machen“
Geschichten aus dem Frauchenleben

Geschichten aus dem Frauchenleben

Fintel – Eigentlich hatte Susanne Pauly nie vor, ein Buch zu schreiben – genau wie die Wahl-Fintelerin nie eine Hundeschule aufmachen wollte. Letztere betreibt die Hamburgerin nun schon seit 2010. Und beides, die Hundeschule als auch ihr Buch über ihre Erlebnisse mit Zwei- und Vierbeinern, sind vor allem bei „Herrchen und Frauchen“ aus der Region und darüber hinaus eingeschlagen.
Geschichten aus dem Frauchenleben
Start mit Hindernissen

Start mit Hindernissen

Rotenburg – Ins Gemeindehaus gegenüber der Rotenburger Stadtkirche geht es noch nicht, kein Zutritt außer für Mitarbeiter. Also setzt sich Kevin Hisgen wieder in die Stadtkirche, auf eine der Bänke im hinteren Teil – eine von denen, die nicht mit einem roten Band gesperrt ist. Vor knapp drei Monaten saß er an derselben Stelle, freute sich auf seine neue Aufgabe als Jugenddiakon in Rotenburg. Motiviert und voller Tatendrang, die Jugendlichen kennenzulernen und mit ihnen spannende Projekte zu starten. Nach den ersten beiden Eingewöhnungswochen kam aber das Coronavirus und mit ihm die Einschränkungen. Das Gemeindehaus musste schließen, damit auch der Jugendtreff. Viele Jugendliche hat Hisgen noch nicht kennenlernen können. Die Motivation ist immer noch spürbar, aber mit Schattenseiten. „Die Gesamtsituation ärgert mich, dass man so ausgebremst wird“, sagt er – allerdings gibt es positive Neuigkeiten.
Start mit Hindernissen
Stadtradeln startet am 5. Juli

Stadtradeln startet am 5. Juli

Rotenburg – Nun steigt Rotenburg doch noch in den Sattel: Am 5. Juli soll in der Kreisstadt das Stadtradeln beginnen. Eigentlich war es für die Zeit vom 17. Mai bis zum 6. Juni vorgesehen, dann allerdings zunächst abgesagt worden wegen der Corona-Krise.
Stadtradeln startet am 5. Juli
Neue Schilder und Markierungen für die Goethestraße

Neue Schilder und Markierungen für die Goethestraße

Rotenburg – Mit neuen Schildern und Farbahnmarkierungen will die Stadt Rotenburg für Klarheit sorgen. Es geht um den Straßenzug Am Pferdemarkt, Goethestraße und Bergstraße. Ein Abschnitt in der Innenstadt, auf dem für Autos eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h gilt. Deshalb dürfen dort auch Radfahrer die Fahrbahn nutzen – trotz des sogenannten Angebotsstreifens, der mit Fahrradsymbolen markiert ist. Aber: Kaum einer weiß davon. Und genau das soll sich endlich ändern.
Neue Schilder und Markierungen für die Goethestraße
Autofahrer kracht mehrmals gegen Leitplanke – Mann im Wagen eingeklemmt

Autofahrer kracht mehrmals gegen Leitplanke – Mann im Wagen eingeklemmt

Ein Autofahrer ist bei einem Unfall auf der A1 bei Sittensen in seinem Wagen eingeklemmt und verletzt worden. Er wurde von der Feuerwehr befreit.
Autofahrer kracht mehrmals gegen Leitplanke – Mann im Wagen eingeklemmt
Landwirte sind stinksauer auf die Bundesumweltministerin

Landwirte sind stinksauer auf die Bundesumweltministerin

Rotenburg – Die interne Kommunikation bei der im vergangenen Jahr ins Leben gerufenen Bauern-Initiative „Land schafft Verbindung“ (LSV) läuft vor allem über Nachrichten-Gruppen, wie beispielsweise „WhatsApp“. Und dort ist zurzeit ordentlich was los. „Die Smartphones laufen heiß“, sagt Volker Emshoff. Er sitzt nicht nur für die CDU im Unterstedter Ortsrat sowie im Rotenburger Stadtrat, sondern führt darüber hinaus einen Milchviehbetrieb mit 120 Kühen.
Landwirte sind stinksauer auf die Bundesumweltministerin
Trömen-Haus an der Zevener Straße hat zahlreiche Veränderungen erlebt

Trömen-Haus an der Zevener Straße hat zahlreiche Veränderungen erlebt

Scheeßel – Jeder in Scheeßel kennt den „Königsgarten“, das China-Restaurant an der Zevener Straße, direkt neben dem Meyerhof. Kaum einer weiß aber um die Geschichte dieses markanten Fachwerkbaus, der insgeheim den Namen Trömen-Haus trägt und in seiner 156-jährigen Geschichte sicher jede Menge zu erzählen hätte – könnten die Mauern und Balken denn sprechen. Apropos: Der Türbalken über der Grootdöör, der großen Tür im vorderen Giebel niedersächsischer Bauernhäuser, ist für Heimatforscher generell ja eine feine Sache. Meistens verrät er die halbe Hof- und Familiengeschichte, zumindest ihre Anfänge. Bei dem Haus in Scheeßels Ortsmitte wird man aber nicht so recht klug aus der Inschrift. Sie lautet: „So oft Du eingehst durch die Tür, o Mensch bedenke für und für, daß unser Heiland Jesus Christ, die rechte Tür zum Himmel ist. Amen. Bete und arbeite.“ Ob Johann Gottlieb Meyer (1836 bis 1912), der Bauherr, der seinen Namen und den seiner Gattin Minna auf dem hölzernen Torbogen verewigen ließ, zu Lebzeiten wohl ein gottesfürchtiger Mann gewesen war?
Trömen-Haus an der Zevener Straße hat zahlreiche Veränderungen erlebt
IGS zum zweiten Mal dabei

IGS zum zweiten Mal dabei

Rotenburg – Anxhela hat die Nase voll vom Homeoffice. So wie ihr, wird es vielen Schülern gehen, die nach wie vor noch zu Hause lernen müssen. Der fünfte und sechste Jahrgang kehrt nämlich erst Mitte Juni in die IGS Rotenburg zurück, sagt Schulleiter Sven Thiemer. Am Mittwoch jedoch hat er die Schüler zumindest mal kurz wiedergesehen. Denn sie waren eingeladen, sich ein Buch abzuholen. Für den fünften Jahrgang händigte Maike Bamberg an einem Tisch im Eingangsbereich „Florentine – oder wie man ein Schwein in den Fahrstuhl kriegt“ von Jutta Wilke aus, für den sechsten Jahrgang lag „Abpfiff“ aus der Feder von Andreas Müller bereit. Es sind Bücher, die die Schule im Rahmen des Rotary-Projektes „4L“ („Lesen lernen – Leben lernen“) erhalten hat. Die IGS kommt nach 2019 zum zweiten Mal zum Zuge.
IGS zum zweiten Mal dabei
Ein Lückenschluss

Ein Lückenschluss

Rotenburg – In das über viele Jahre leerstehende ehemalige Penny-Gebäude am Rotenburger Neuen Markt zieht wieder Leben ein: Das Sanitätshaus Rohde ist neuer Mieter und erweitert sich um ein Orthopädie- und Rehazentrum nebst Werkstatt, erklärt Geschäftsführerin Lene Schindeler bei einem Gang durch die neuen Räume. Ab dem 2. Juni soll dort der Betrieb aufgenommen werden. Das begrüßt die Stadt Rotenburg, sagt Bürgermeister Andreas Weber (SPD) dazu auf Nachfrage. „Ich bin froh, dass es gelungen ist, die Lücke dort zu schließen.“
Ein Lückenschluss
Die SPD steht noch still

Die SPD steht noch still

Während sich die CDU in der Region so langsam mit Kandidaten für die Bundestags- und Kommunalwahlen im kommenden Jahr positioniert, bleibt es bei der SPD sehr ruhig. „Corona hat alles gebremst“, sagt der Unterbezirksvorsitzende Klaus Manal aus Ebersdorf. Dabei gilt es für die Sozialdemokraten, einige Ämter zu verteidigen oder auch neu zu besetzen.
Die SPD steht noch still
Zionsgemeinde in Sottrum baut eine neue Kirche

Zionsgemeinde in Sottrum baut eine neue Kirche

Die Zionsgemeinde in Sottrum baut eine neue Kirche. Im kommenden Frühjahr möchte sie in das Gewerbegebiet an der Alten Dorfstraße umziehen. Daran habe er sich erstmal gewöhnen müssen, verrät Pastor Johannes Rehr beim Ortstermin.
Zionsgemeinde in Sottrum baut eine neue Kirche
Therapie statt Knast

Therapie statt Knast

Scheeßel/Verden – Vor zwei Jahren hat ein 31 Jahre alter Angeklagter aus Scheeßel dort zwei acht und zehn Jahre alte Mädchen in ein Maisfeld gelockt und sexuelle Handlungen an einem der Kinder vorgenommen. Das Amtsgericht Rotenburg verhängte in erster Instanz eine anderthalbjährige Haftstrafe wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern. In einem Berufungsverfahren am Dienstag am Landgericht Verden wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt. Es ging auch um die Frage, was sinnvoller ist: Therapie oder Wegsperren?
Therapie statt Knast
Nur die Schafe hat sie nicht

Nur die Schafe hat sie nicht

Ahausen - Ein Eichhörnchen macht dem Besucher den Parkplatz vor dem Haus streitig. Zur Begrüßung kommt eine Katze an die Haustür. Auf dem Hof brennt ein kleiner Holzofen mit einem Topf darauf. Stühle und zwei große Tische stehen unter einem Vordach der Scheune bereit, von wo aus sich ein wunderbarer Blick in den Garten eröffnet, in dem an diesem eher grauen Vormittag vor allem die Mohnblumen herausstechen. Ein Huhn ist zu erspähen, und die Vogelscheuche trägt einen Wollmantel. Es ist idyllisch rund um das Fachwerkhaus aus dem Jahre 1844 herum.
Nur die Schafe hat sie nicht
Landgut nutzt Zwangspause

Landgut nutzt Zwangspause

Stemmen/Fintel - Von Marìé Detlefsen. Nach einigen Wochen hinter verschlossenen Türen dürfen Hotels und Restaurants wieder öffnen – wenn auch unter bestimmten Vorschriften. Seit dem 15. März waren sämtliche Betriebe geschlossen, auch das Landgut Stemmen musste sich für ein paar Wochen zurückziehen. Die Haupteinnahmen durch Großevents wie Hochzeiten fielen weg, und bis vor einer Woche waren keine touristischen Reisen erlaubt, lediglich geschäftlich durften Gäste im Hotel übernachten. Allerdings habe das Landgut die Zeit genutzt, um sich neu aufzustellen, so Junior-Chef Derk-Alexander Trau.
Landgut nutzt Zwangspause
Mitmach- und Erlebnisgarten erhält UN-Auszeichnung

Mitmach- und Erlebnisgarten erhält UN-Auszeichnung

Rotenburg – Der Mitmach- und Erlebnisgarten (Mega) auf dem Hartmannshof des Naturschutzbundes Rotenburg hat das Qualitätssiegel „ausgezeichnetes UN-Dekade-Projekt 2020“ im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ erhalten. Laut einer Mitteilung des Nabu sollte die Auszeichnung bei einem Stauden- und Gartentag im Mai verliehen werden – aber auch der muss wegen der Corona-Krise ausfallen. „Aber die Ehrung soll trotzdem stattfinden“, wird Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) zitiert.
Mitmach- und Erlebnisgarten erhält UN-Auszeichnung
„Autodisco“-Programm startet am Wochenende in Rotenburg

„Autodisco“-Programm startet am Wochenende in Rotenburg

Rotenburg – Feiern geht auch trotz Corona: Das wollen die Organisatoren von Sound-Patrol ab dem Pfingstwochenende beweisen. Im Gewerbegebiet Hohenesch in Rotenburg wird derzeit eine Fläche hinter der Wäscherei der Rotenburger Werke hergerichtet, damit dort am Samstag der erste Party der „Autodisco Rotenburg“ starten kann. 300 Wagen finden auf dem Open-Air-Areal Platz, damit in geschützten Verhältnissen außerhalb der auf unbestimmte Zeit geschlossenen Clubs gefeiert werden kann. Und der Vorverkauf über www.autodisco-rotenburg.de ab 28 Euro pro Auto für zwei Personen läuft gut, sagt Veranstalter Malte Holsten. Mehr als die Hälfte für die ersten vier anstehenden Partys sei weg. Wer auf der Rückbank der Autos mitfeiern will, muss noch ein wenig extra zahlen.
„Autodisco“-Programm startet am Wochenende in Rotenburg
Preisverfall in vielen Bereich der Landwirtschaft

Preisverfall in vielen Bereich der Landwirtschaft

Bothel – Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft in vielen Bereichen beeinflusst. Auch die Landwirtschaft spürt die Maßnahmen und die Folgen davon, allerdings in unterschiedlichem Maß, erklärt Christian Intemann, Vorsitzende des Landvolkverbandes Rotenburg-Verden. Ein Beispiel, das die Branche zu Beginn der Krise beschäftigt hat, sei der Spargelanbau. „Da die Bundesregierung anfangs ein Einreisestopp verhängte, fanden die Spargelanbauer keine Erntehelfer. Das war ein großes Problem, weil gerade in der Zeit der Spargel erntereif war“, erinnert der Botheler Landwirt. Auf einmal fehlten die erfahrenen Erntehelfer aus Rumänien, Bulgarien oder Polen, die seit Jahren bei der Spargelernte die Betriebe unterstützen. Die Erntehelfer konnten dann doch noch einreisen. Aber auch andere Menschen boten vielerorts Unterstützung an. „In dieser schwierigen Phase haben sich zahlreiche Arbeitnehmer, die sich in Kurzarbeit befanden, freiwillig bei den Höfen gemeldet. Jede helfende Hand ist willkommen gewesen“, so Intemann. Schließlich seien nicht alle Erntehelfer, die normalerweise auf den Höfen arbeiten, in diesem Jahr hergekommen. „Die Auflagen in Polen haben viele Polen davon abgehalten nach Deutschland zur Spargelernte zu kommen, weil jeder, der wieder zurückkehrt, erst einmal in 14-tägige Quarantäne kommt. Das hat viele abgeschreckt“, sagt der Landvolk-Vorsitzende.
Preisverfall in vielen Bereich der Landwirtschaft
Haus mit Geschichte muss weichen

Haus mit Geschichte muss weichen

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Fast 280 Jahre stand das Scheele-Haus, das als „Deputathaus“ bezeichnete Gebäude, in Wittorf an der Straße Orthof. Nun ist es abgerissen worden, um einem neuen Wohnhaus Platz zu machen. „Es wurde hier rund 250 Jahre Flickschusterei betrieben“, berichtet Martin Henke, der heutige Besitzer des Grundstücks. Er erwarb das Gebäude 2006 und wohnte mit Ehefrau Lisa bis zum Abriss in dem baufälligen Haus. „Vor acht Jahren habe ich das Fachwerk der Hausfront noch komplett selbst erneuert, doch dann hat sich herausgestellt, dass die Schindeln aus Asbest bestanden“, informiert der pädagogische Leiter des Kinderhofs Meinstedt in Zeven. „Offensichtlich haben dort immer Menschen gelebt, die wenig Mittel zur Renovierung zur Verfügung hatten. Das sah man dem Haus an“, bestätigt auch Ehefrau Lisa Henke und bringt es mit einer Anekdote auf den Punkt, die sie lachend zum Besten gibt: „Beim Staubsaugen der Dielenböden, kam an einigen Stellen im Sommer der Sand von unten hoch. Da konnte man nur noch Fegen und den Sand wieder in die Ritzen befördern.“
Haus mit Geschichte muss weichen
Das Ende der Einsamkeit ist in Sicht

Das Ende der Einsamkeit ist in Sicht

Rotenburg – Sterben – es ist noch immer ein Tabuthema, über den Tod redet niemand gerne. Aber er ist allgegenwärtig, in Zeiten von Corona noch mehr als sonst. Täglich sterben weiterhin weltweit Menschen, auch in Deutschland – an dem Virus, aber nicht nur daran. Manche sterben altersbedingt, andere an anderen Krankheiten. Eines blieb gleich: Viele mussten alleine sterben, weil den Angehörigen oder auch den Ehrenamtlichen im Bereich Hospizarbeit durch die jeweiligen Kontaktbeschränkungen im Rahmen der Eindämmung der Pandemie kein Zutritt gestattet war; sowohl in Krankenhäuser, Pflegeheime als auch in Privatwohnungen.
Das Ende der Einsamkeit ist in Sicht
Zweiter Todesfall

Zweiter Todesfall

Rotenburg – Das Rotenburger Gesundheitsamt hat einen zweiten Todesfall im Zusammenhang mit dem Corona-Virus für die Region vermeldet. Wie es am Montag hieß, ist am Freitag eine 21 Jahre alte Frau aus der Samtgemeinde Selsingen mit Leukämie und einer Covid-19-Infektion im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf gestorben. Sie ist die zweite Person aus dem Landkreis, deren Tod der Pandemie zugeordnet wird. Am 28. März war der erste Todesfall, ein 75-jähriger Mann aus der Samtgemeinde Bothel, ebenfalls mit Vorerkrankungen, bekannt geworden.
Zweiter Todesfall
„Jugendliche leiden mehr“

„Jugendliche leiden mehr“

Rotenburg/Bremervörde - Von Ralf G. Poppe. Lukas Hinz ist seit Kurzem 17 Jahre alt, dennoch mit seinem Engagement weit verzweigt im Landkreis, sowie in Metropolen wie Hamburg und Berlin unterwegs. Wer derartig viel reist, für den steigt in diesen Zeiten natürlich auch das Risiko, an Covid-19 zu erkranken. Wie er in einer positiven Denkweise mit der Krankheit umgeht, und was ihn sonst noch so antreibt, erzählte der sich selbst als Medienmensch bezeichnende Schüler aus Bremervörder im Gespräch.
„Jugendliche leiden mehr“
Zurück zur Schule

Zurück zur Schule

Sottrum – Die Schule ist zu Ende, der Abschluss in der Tasche. Und dann: Studium? Ausbildung? Viele Schüler entscheiden sich zunächst weder für das eine noch das andere, wollen sich noch etwas Zeit zum Orientieren nehmen. Auch Vanessa Löffler und Carlotta Winde haben dies getan, die beiden Freundinnen haben sich in diesem sich zu Ende neigenden Schuljahr für den Bundesfreiwilligendienst an der Sottrumer Oberschule an der Wieste entschieden. Nun suchen die beiden zusammen mit der Schule nach Nachfolgern.
Zurück zur Schule
Corona und die lieben Finanzen

Corona und die lieben Finanzen

Fintel - Von Lars Warnecke. Öffentliche Diskussionsveranstaltungen mit Podium und Publikum? Die Rotenburger Kreis-Grünen haben aus der Not jedenfalls eine Tugend gemacht und ihre Veranstaltung live im Internet stattfinden lassen – ohne Podium, dafür mit Publikum. Die moderne Technik macht es möglich. Mehr als 30 Zuschauer erlebten von zu Hause aus einen informativen Abend, der von Kreisverbandssprecher Hans-Jürgen Schnellrieder aus Fintel moderiert worden war und der für viele unter der Leitfrage stand: Wie steht es um die Finanzen im Land und in den Kommunen nach Corona?
Corona und die lieben Finanzen
Moordamm bleibt Flickenteppich

Moordamm bleibt Flickenteppich

Hiddingen - Von Jens Wieters. Er ist größtenteils einfach und zügig zu befahren, Autofahrer müssen nur auf über die Fahrbahn wechselndes Wild achten, und er ist eine ideale Abkürzung für die Verkehrsteilnehmer, die von Hiddingen in Richtung Rosebruch müssen: der sogenannte Moordamm. Der wurde in den vergangenen Jahren umfangreich saniert und eigentlich sollten die fehlenden etwa 1 000 Meter noch in diesem Jahr mit einer neuen Asphaltschicht überzogen werden, doch daraus wird jetzt erst einmal nichts, denn es gibt zurzeit kein Geld mehr vom Land Niedersachsen für den Ausbau solcher Gemeindeverbindungswege.
Moordamm bleibt Flickenteppich
Beratungsbedarf steigt

Beratungsbedarf steigt

Rotenburg – Die Bandbreite ist groß. Es geht um Impfstoffe, um Schmerzmittel, Antibiotika, Anti-Diabetika und auch Krebsmedikamente. Durchschnittlich eine Stunde am Tag geht für die Beschaffung nicht oder nur schwer lieferbarer Medikamente drauf. „Wir telefonieren mit Herstellern und Großhändlern, wir suchen nach Alternativen und müssen uns dabei auch mit den Ärzten absprechen“, sagt Bernd Borgas. Er betreibt schon seit vielen Jahren die „Markt-Apotheke“ in Rotenburg und spricht gegenüber der Kreiszeitung über die Arzneimittelengpässe, die gerade jetzt in der Corona-Krise so gravierend seien wie noch nie zuvor.
Beratungsbedarf steigt
Die Motivationsspritze

Die Motivationsspritze

Rotenburg – So richtig mit diesem Ergebnis gerechnet hatten sie nicht. „Das war ein absolutes Aha-Erlebnis“, sagt Hans-Joachim Boschen. Der Bereichsleiter Vertrieb und Marketing der Stadtwerke Rotenburg freut sich gemeinsam mit Geschäftsführer Reinhard David und Energie- und Klimaschutzberater Uwe Schmidt darüber, dass das Unternehmen offiziell als klimaneutral gilt. Das ergab das Energieaudit. „Und wir sind es wirklich. Das Resultat ist nicht durch gekaufte Zertifikate gekommen“, betont David.
Die Motivationsspritze
Bergstraße im Sommer fertig

Bergstraße im Sommer fertig

In den vergangenen Jahren hat Hassendorf kräftig in die Infrastruktur investiert und viele Straßen saniert. Nun steht dieses Maßnahmenpaket vor dem Abschluss. Doch die nächste Großinvestition steht bereits bevor.
Bergstraße im Sommer fertig
Glocke bleibt stumm

Glocke bleibt stumm

Reeßum – Die Reeßumer Bürger werden wohl eine Weile auf das gewohnte Geläut ihrer Glocke verzichten müssen. „Das Holz ist morsch und vom Pilz befallen. Aus Sicherheitsgründen haben wir das automatische Läutwerk abgestellt“, bedauert Bürgermeister Marco Körner. Schon Ende vergangenen Jahres war aufgefallen, dass zwei der vier unteren Balken marode sind. Daher wurde vorsorglich Geld in den laufenden Haushalt eingestellt. Als jetzt jedoch aus dem tragenden Balken Stücke herausbrachen, wurde Körner die Angelegenheit allmählich zu heikel.
Glocke bleibt stumm
Mission: Hygieneschutz-Kontrolle

Mission: Hygieneschutz-Kontrolle

Scheeßel – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Obwohl: so richtig auf den Zahn fühlen, das wollen Yvonne Neumann und Rebecca Merklinger jenen Einzelhändlern und Dienstleistern, denen sie heute einen Besuch abstatten, nicht. Nein, ihre Mission sei es vorrangig, sich in den Geschäften des Beeke-Ortes einmal nach den Hygieneschutzkonzepten zu erkundigen, sagen die beiden Mitarbeiterinnen vom Scheeßeler Ordnungsamt. „Gegebenenfalls erteilen wir bei dieser Gelegenheit auch gerne Ratschläge, an welcher Stelle womöglich noch Nachbesserungsbedarf besteht – es gilt ja doch, ein paar Regeln einzuhalten.“ Und wenn bei ihrer Visite, die im Wege der Amtshilfe zu erfolgen hat, doch der ein oder andere Verstoß auffällt? „Bußgelder dürfen wir jedenfalls nicht verhängen, das fällt in die Zuständigkeit des Landkreises“, klärt Merklinger auf. „Wir wollen aber auch gar nicht die Bösen, sondern einfach nur behilflich sein.“ Ganz harte Fälle, die mit wiederholten Verstößen einhergehen, müssten die beiden Verwaltungsfrauen dann aber doch dem Gesundheitsamt melden, und das habe der Sache dann auch nachzugehen.
Mission: Hygieneschutz-Kontrolle
Platz für Vögel und Insekten

Platz für Vögel und Insekten

Visselhövede – Die Stadt Visselhövede sucht dringend Flächen. Aber dieses Mal nicht, um sie mit schmucken Einfamilienhäusern bebauen zu lassen, sondern um sie zu bepflanzen. „Denn wir sind vom Gesetzgeber verpflichtet, sogenannte Ausgleichsflächen zu entwickeln, wenn wir irgendwo ein Baugebiet ausweisen oder ein Gewerbegebiet entstehen lassen“, informierte Bürgermeister Ralf Goebel während der Sitzung des Ausschusses für Landwirtschaft, Grünanlagen, Umwelt und Energie.
Platz für Vögel und Insekten
Saisonale Belebung am Weichelsee: „StrandHouse“ vor Wiedereröffnung - Beach-Club kommt

Saisonale Belebung am Weichelsee: „StrandHouse“ vor Wiedereröffnung - Beach-Club kommt

Rotenburg – Wer im Sommer seine Freizeit am Rotenburger Weichelsee verbringen möchte, kann die Kühltasche zu Hause lassen und auf selbst belegte Brote verzichten. Der Rotenburger Eis- und Imbissbudenbetreiber Heiko Broede sowie der Scheeßeler Event-Veranstalter Felix Tiedemann wollen für mehrere Monate das beliebte Gelände an der Bremer Straße neu beleben. Broede will am 5. Juni das „StrandHouse“ wiedereröffnen, und Tiedemann startet aller Voraussicht nach am 1. Juli mit zwei Partnern einen Beach-Club zwischen „StrandHouse“ und Seeufer. Das haben die beiden auf Anfrage der Rotenburger Kreiszeitung bestätigt.
Saisonale Belebung am Weichelsee: „StrandHouse“ vor Wiedereröffnung - Beach-Club kommt
Intensiver Gedankenaustausch bei Simbav

Intensiver Gedankenaustausch bei Simbav

Rotenburg – Mitte April hat der Rotenburger Verein Simbav direkten Kontakt zum Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil (SPD) aufgenommen, weil es durch die Anordnungen der Bundesregierung wegen der Corona-Pandemie zu immer mehr Problemen in den Familien komme. Telefonaten folgte ein reger Schriftverkehr und nun ist Klingbeil nach Rotenburg gekommen, um mit der Simbav-Vorsitzenden Antje Jäger und der Leitung, Ina Helwig, persönlich zu sprechen. Mit dabei auch Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD), der während des Gedankenaustausches zu einigen Themen aus Sicht der Stadt gesprochen hat. In der Runde ging es unter anderem um die Vergabe der Notbetreuung der Kita-Plätze, die derzeit fast ausnahmslos für Kinder von „systemrelevanten“ Eltern zur Verfügung stehen. Helwig gab zu bedenken, dass gerade problembelastete Eltern oder Alleinerziehende oft mehr Unterstützung bräuchten, als eine Familie in der beide Eltern Aufgaben übernehmen könnten. Da sollte die Politik nachbessern. Klingbeil nahm zu vielen weiteren Diskussionspunkten, die Familien besonders belasten, Stellung und versprach, einige Anregungen mit nach Berlin zu nehmen und der zuständigen Familienministerin Franziska Giffey (SPD) vorzutragen.
Intensiver Gedankenaustausch bei Simbav
Feier verschoben, nicht aufgehoben

Feier verschoben, nicht aufgehoben

Waffensen - Von Heinz Goldstein. Erika und Heinz Böder aus Waffensen sind am Sonntag 60 Jahre verheiratet. Mit den Planungen für die große Feier der „Diamantenen“ hatten sie bereits Anfang des Jahres begonnen. „Die Gästeliste hatten wir schon komplett erstellt und auch einige Einladungen waren bereits verschickt. Aber dann machte uns im März die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Einschränken einen kräftigen Strich durch die Rechnung“, bedauert das Ehepaar, dass größere Feiern wegen der Infektionsgefahr bis auf Weiteres verboten sind. „Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben“, gibt sich die 80-jährige Erika optimistisch. „Wir holen die Feier auf alle Fälle nach, sowie es erlaubt ist.“ Da sind sich beide einig. Die fitten Achtziger haben den Garten rund um ihr Eigenheim im Zentrum Waffensens schonmal auf Vordermann gebracht. „Da können wir feiern, sobald die Einschränkungen des gemeinsamen Miteinanders gelockert oder ganz aufgehoben werden.“
Feier verschoben, nicht aufgehoben
Neuer Lebensraum für Wildbienen

Neuer Lebensraum für Wildbienen

Stuckenborstel – Der Stuckenborsteler Dorfplatz mit Glockenturm und Spritzenhaus dient nicht nur für einige Aktionen wie dem musikalischen Adventskranz oder der Müllaktion als Mittelpunkt, sondern wird auch gerne von Spaziergängern und Radlern genutzt. In Zukunft wird das Areal, das vor rund zehn Jahren im Rahmen der Dorferneuerung umgestaltet wurde, auch eine Heimat für Wildbienen. Manfred Radtke vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stellte dort eine Nisthilfe für Wildbienen auf. „Wir haben von der Aktion in der Zeitung gelesen und uns im vergangenen Jahr beworben“, sagte Katharina Jäger, Vorsitzende des Dorfvereins Stuckenborstel, der sich um den Platz kümmert. In der vergangenen Woche kam der Anruf, dass sich der Dorfplatz als Standort für die Nisthilfe eignet. „Wildbienen brauchen mehrere Sonnenstunden am Tag und dies ist hier trotz Eichen der Fall“, erklärte Radtke. Außerdem war klar, dass eine Süd-Ost-Ausrichtung des dunklen Kastens gegeben ist, damit kein Schlagregen eindringen kann. Das notwendige Material hatte der Vorsitzende der BUND-Kreisgruppe Rotenburg gleich mitgebracht. „Beim Hartholz wurden die Löcher quer zur Maserung gebohrt“, zeigte der 75-Jährige Katharina Jäger und ihrer Stellvertreterin Johanna Schlusnus das Buchenholzstück, bevor er es in den Nistkasten legte. Auch eine Nachbildung einer Steilwand, Ziegelsteine, die mit Schilfhalmen versehen worden waren, gebrannter Ton, Pappröllchen und Hohlstrangfalzziegel fanden den Weg in den Kasten. In die Taschen greifen muss der Dorfverein Stuckenborstel dafür aber nicht, denn die Finanzierung erfolgt gemeinsam über die Bingo-Umweltstiftung, den Landkreis Rotenburg, der Landwirtschaftskammer, der Bildungseinrichtung DAA, der Landvolkverbände und der Kreisjägerschaft. Auf einer ebenfalls installierten Tafel gibt es außerdem viele Informationen über Wildbienen. „Sinnvoll ist es, jetzt noch Kükendraht vor die Nisthilfe zu spannen, denn dann kommen Spechte und Meisen nicht heran“, so Manfred Radtke. Außerdem diene der Draht auch als Schutz, damit kein Material aus dem Kasten gezogen werden kann. Den Kükendraht sagte Katharina Jäger zu und auch noch eine Erweiterung der Kräuterspirale mit Stauden.
Neuer Lebensraum für Wildbienen
Polizei: Garagenbrand in Rotenburg war „wahrscheinlich“ Brandstiftung
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Polizei: Garagenbrand in Rotenburg war „wahrscheinlich“ Brandstiftung

Mehrere Autos zerstört und ein Sachschaden in Höhe von rund 100 000 Euro sind die Bilanz des Garagenbrandes an der Dresdener Straße in Rotenburg in der Nacht auf Montag. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass es sich dabei „wahrscheinlich“ um Brandstiftung handelt. Am Mittwoch ist ein Sachverständiger angereist, um die Ursache zu bestimmen. Wir haben ihm beim Ortstermin über die Schulter geschaut.
Polizei: Garagenbrand in Rotenburg war „wahrscheinlich“ Brandstiftung
Bunte Plagegeister

Bunte Plagegeister

Clüversborstel – Bettina Symanowski und Rolf Heitmann wundern sich nicht mehr. Seit einigen Wochen bekommen sie und ihre Nachbarn immer wieder Besuch von einem Pfauenpaar. Sie laufen durch die Gärten, schlafen in den Bäumen und gehen über die Straße, erzählen Symanowski und Heitmann. Und auch wenn der Hahn es dem Ehepaar noch nicht gegönnt hat, einen Blick auf sein Rad zu werfen, seien beide schöne Tiere. Doch die anfängliche Verwunderung im Dorf ist einer gewissen Ungeduld gewichen. Mittlerweile, kann man nicht nur bei dem Ehepaar raushören, dass es langsam auch genug ist. Die beiden Tiere haben sich fast schon zu einer kleinen Plage entwickelt.
Bunte Plagegeister
Nach dem Feuer

Nach dem Feuer

Rotenburg – Es stinkt. Der Geruch von verbranntem Plastik, Lack, Gummi und Holz liegt in der Luft. Der Brand einer Garage an der Dresdener Straße in Rotenburg ist an diesem Mittwochmorgen schon ein paar Tage her, trotzdem ist die Zerstörung auch mit der Nase noch deutlich riechbar. Auch für die Augen gibt es ein zerstörerisches Bild: Ein ausgebrannter Wohnwagen und vier stark von den Flammen angegangene Autos stehen in den Überresten eines Carports. Der Boden ist mit Scherben und Asche übersäht, ein Polizeiabsperrband flattert im Wind.
Nach dem Feuer