Im Landkreis Rotenburg sind 3 578 Männer und Frauen ohne festen Job

Arbeitsmarkt bleibt stabil

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Die Agentur für Arbeit hat zurzeit 1 477 Kunden.

Kreis Rotenburg - „Der Arbeitsmarkt ist recht stabil“, sagte Stephan Seiler, stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Rotenburger Agentur für Arbeit, gestern Mittag in einem Gespräch mit der Rotenburger Kreiszeitung.

Seiler stellte gemeinsam mit Ivonne Thierbach vom Rotenburger Jobcenter die aktuellen Arbeitsmarktdaten für den Landkreis Rotenburg vor.

Wie die beiden erklärten, liegt die derzeitige Arbeitslosenquote im Landkreis unverändert bei 4,2 Prozent. Im November des vergangenen Jahres hatte sie noch 4,3 Prozent betragen. 3 578 Männer und Frauen sind zurzeit ohne festen Job – fast 100 weniger als vor einem Jahr und 43 weniger als im Oktober. Von diesen Arbeitslosen erhalten 1 477 Arbeitslosengeld I und sind damit Kunden der Agentur für Arbeit. 2 101 beziehen Arbeitslosengeld II und werden vom Jobcenter betreut.

„Nachdem in den Monaten September und Oktober die Herbstbelebung auf dem Arbeitsmarkt deutlich zu spüren war, kam es im November – saisonbedingt – zu einer Abschwächung dieser positiven Entwicklung“, fasste Ivonne Thierbach aus Sicht des Jobcenters die derzeitige Lage zusammen. Aber immerhin: Nachdem die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger im Oktober um 21 angestiegen war, ging sie jetzt um 27 zurück. Auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften sinkt – um 0,2 Prozent von 3 785 auf nun 3 779. Insgesamt ist aus der Arbeitslosenstatistik ersichtlich, dass fast jeder dritte Arbeitslose länger als ein Jahr ohne Job dasteht. „Genau das ist der für uns arbeitsintensivste Bereich“, erklärte Thierbach, „für den wir auch den größten Teil unserer Mittel benötigen.“ Denn diese Langzeitarbeitlosen bringen in der Regel gleich mehrere Hemmnisse mit, die es schwer machten, sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Mangelnde Mobilität, gesundheitliche Einschränkungen und auch fehlende Qualifikationen sind nur drei Beispiele. Mehr Geld für Maßnahmen sei wünschenswert, doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ivonne Thierbach: „Die Mittel werden weiter gekürzt, allerdings wissen wir noch nicht, in welchem Umfang.“

Dennoch ist es dem Jobcenter in diesem Monat gelungen, 101 ihrer Kunden in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren – 34 von mit, 67 ohne eine zusätzliche Förderung, wie Ivonne Thierbach gegenüber der RK/VN erläuterte. · men

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