Amateurschauspieler von „Rollentausch“ ziehen alle Register ihres Könnens

Applaus für Glanzleistung

Heribert Eiden spielte einen Taxifahrer und führte Regie – hier mit Jacky Sappert-Böhk, die als Veta Simmons überzeugte.

Rotenburg - ROTENBURG (go) · Bravorufe, nicht enden wollender Applaus und ein überglückliches Amateurschauspieler-Ensemble „Rollentausch“ am Freitag und Sonnabend in der Aula der Theodor-Heuss-Schule in Rotenburg, waren Indizien für eine erneute Glanzleistung der Rotenburger Theatergruppe. Vor ausverkauftem Haus an beiden Tagen spielte die Gruppe die Komödie „Mein Freund Harvey“ von Mary Chase.

Regisseur Heribert Eiden hatte wieder einmal ganze Arbeit geleistet und seine Akteure mit den Gestalten des Stückes eins werden lassen. Die Amateure der Schauspielkunst hatten jede Szene über Monate geübt, bis Eiden nichts mehr auszusetzen hatte. Und dennoch packte ausnahmslos jeden von ihnen bei der Premiere das Lampenfieber. Vor dem Auftritt noch der letzte Check. „Sitzt mein Kostüm richtig? Hoffentlich bleibe ich bei den Textpassagen nicht stecken. Wie komme ich beim Publikum an?“, so die Befürchtungen und Fragen der Mimen vor dem großen Auftritt. Aber es gab kein zurück mehr.

Doch kaum standen sie im Rampenlicht, war alle Aufregung wie weggeblasen. Dann die ersten Szenen-Lacher im Publikum – und plötzlich war der Funke übergesprungen. Auf einmal spielte sich alles so leicht. Ja, durch die Reaktionen des Publikums sei man zur Höchstform aufgelaufen. So beschrieb das Ensemble im Gespräch mit unserer Zeitung den Ablauf vor und während des Auftritts.

Die Handlung selbst ist schnell erzählt: Der liebenswert schrullige Junggeselle Elwood P. Dowd, hervorragend dargestellt von Jürgen Cassier, hat einen unsichtbaren Freund. Einen fast zwei Meter großen Hasen, den er Harvey nennt. Seine Schwester Veta Simmons (Jacky Sappert-Böhk) und deren Tochter Myrtle (Martina Loth) versuchen das unangenehme Problem zu lösen, indem sie Elwood in das Sanatorium des Psychiaters Dr. Chumley (Andreas Winterhalter) einweisen lassen wollen. Jedoch wird versehentlich Veta selbst eingewiesen.

Nachdem dieser Irrtum aufgeklärt ist, macht man sich auf die Suche nach Elwood, der wiederum im Sanatorium auftaucht, weil er seinen Freund dort vermutet. Er schafft es, auf einige Ärzte Eindruck zu machen. Erst kurz vor einer Injektion, die ihn wieder „normal“ machen soll, akzeptiert Veta, ausgelöst durch Äußerungen eines Taxifahrers, den Hasen Harvey als Freund ihres Bruders und verzichtet auf die „heilende“ Spritze. Für die Vorstellungen am 25. und 26. Februar gibt es noch Karten.

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