DRK sucht neue Mieter / „Abriss wird nicht diskutiert“ / Stadt winkt ab

Alter Bahnhof steht erneut vor ungewisser Zukunft

DRK-Kreisvorsitzender Klaus Borchardt wird sich mit dem Vorstand beraten müssen.

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Dem ehemaligen Visselhöveder Bahnhof droht eine ungewisse Zukunft. Denn dem Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes als Eigentümer des optisch nicht gerade schicken Gebäudes laufen die Mieter weg.

„Noch wissen wir nicht, wie die Zukunft des Gebäudes aussieht“, so DRK-Kreisvorsitzender Klaus Borchardt. Er wurde zwar nicht von der Situation überrascht, dass der Visselhöveder DRK-Ortsverein Ende des Jahres als Mieter wegfällt, aber „uns fehlen doch die Einnahmen“, klagt Bochardt.

Bekanntlich betreibt der Ortsverein seit Jahren eine Kleiderkammer und eine Begegnungsstätte im alten Bahnhof. 550 Euro Miete müssen die Visselhöveder jeden Monat dafür an den Kreisverband überweisen. Dank einer Erbschaft vor einigen Jahren und einem Darlehen ist der Ortsverein jetzt in der Lage, die ehemalige Praxis von Heribert Lang an der Schäferstraße zu erwerben.

Wenn der Ortsverein auszieht, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch der nächste große Mieter sich neue Räumlichkeiten sucht. Denn der Landkreis als Träger des Rettungswesens hat bereits eine Immobilie an der Nindorfer Straße erworben, weil die Standorte der Wachen im Landkreis alle einige Kilometer in Richtung Norden wandern werden. So sieht es ein Beschluss des Kreistags vor. Allerdings beträgt die Entfernung vom alten Standort am Bahnhof bis zur Nindorfer Straße nur wenige hundert Meter. „Wir haben auch noch keine schriftliche Kündigung und keinen Termin, wann die Wache aus dem Bahnhof auszieht“, erklärt Borchardt.

Dem Vernehmen nach sei auch noch ein Gerichtsverfahren anhängig, so Borchardt, weil nicht alle Nachbarn mit der Ansiedlung der Wache am neuen Standort einverstanden seien. „Ziehen die Sanitäter auch noch aus, bleiben nur die beiden Sozial-Wohnungen in dem Gebäude, darum muss sich unser Vorstand schleunigst mit der Problematik befassen“, fordert Borchardt. Er könnte sich vorstellen, dass man neue Mieter für den gesamten Komplex sucht. „Ein möglicher Abriss steht im Augenblick jedenfalls nicht in der Diskussion.“

Kein schönes

Stadtbild

Dass ein ehemaliges Bahnhofsgebäude, das vielleicht bald komplett leer steht und damit mehr und mehr verfällt, für Bahnreisende nicht unbedingt die beste Ansichtskarte ihres Zielorts ist, weiß auch Bürgermeisterin Franka Strehse: „Aber der Bahnsteig soll ja in zwei drei Jahren einige Meter weiter in Richtung Schranke verlegt werden, so dass der alte Bahnhof bei den Zuggästen mehr in den Hintergrund rückt.“

Ein Interesse an dem Gebäude habe die Stadt nicht: „Wir wollen uns nicht mit einer weiteren Schrottimmobilie befassen“, winkt die Verwaltungschefin ab. Es gebe aktuell genügend Gebäude in der Stadt, die nicht genutzt würden. · jw

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