Einsatzkräfte im Landkreis stellen sich an Silvester auf Zwischenfälle ein

„Alkohol und Feuerwerk ist eine gefährliche Mischung“

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Silvester bietet auch in diesem Jahr eine gefährliche Mischung: Böller, Raketen und dazu Alkohol, der mal mehr, mal weniger fließt. ·

Kreis Rotenburg - Alkohol in Verbindung mit Böllern und Raketen ist eine explosive Mischung, die an Silvester die Rettungskräfte im Landkreis Rotenburg auf Trapp hält. Zwar sind in den vergangenen Jahren schlimmere Unfälle ausgeblieben, aber in Sicherheit wiegen sich Brandschützer, Sanitäter und Polizei deshalb nicht.

„Business as usual“, meint Polizeisprecher Heiner van der Werp. „Wir stellen uns auf die üblichen Zwischenfälle ein. Es wird mit Sicherheit wieder einige Körperverletzungen und häusliche Auseinandersetzungen geben.“ Insgesamt sei das Jahr jedoch sehr ruhig aus Sicht der Polizei verlaufen, auch Weihnachten. „Aber man kann nie vorhersagen wie es beim nächsten Mal wird. Manchmal brennen Weihnachtsbäume, manchmal gibt es wilde Schlägereien.“

Auch die Kameraden der Feuerwehr wissen noch nicht, was sie an Silvester erwartet. „In den vergangenen Jahren hat mal ein Papiercontainer gebrannt, weil ein Böller reingeflogen ist“, erklärt Oliver Hein, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Rotenburg. Um auf Nummer sicher zu gehen, stoßen einige Brandschützer mit Selters statt Sekt auf den Jahreswechsel an. „Einige Kameraden sind enthaltsam, um einsatzfähig zu sein. Einige feiern auch direkt in der Feuerwehrwache, natürlich ebenfalls alkoholfrei.“ Auch wenn es in den vergangenen Jahren keine größeren Zwischenfälle gegeben hat, sind die Brandschützer auf der Hut. „Wenn draußen in Mengen mit Feuer hantiert wird, ist immer eine gewisse Anspannung da“, sagt Hein.

Etwas mehr zu tun haben an Silvester die Rettungskräfte, „aber wir geraten dabei nicht an unsere Grenzen“, betont Thomas Hinze, Leiter der Einsatzleitstelle in Zeven. „Das hängt auch immer vom Wetter ab. Gibt es Blitzeis, passieren mehr Unfälle.“ Typische Verletzungen in der Silvesternacht seien Verbrennung durch Böller, die zu früh explodiert sind oder bei denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten wurde. „Es kommt darauf an, wie vorsichtig die Leute mit den Knallern umgehen. Aber Alkohol in handelsunüblichen Mengen in Verbindung mit Feuerwerk ist eine gefährliche Mischung – da bleibt die Vernunft oft auf der Strecke“, erklärt Hinze. Der Rettungsdienstleiter warnt davor, Feuerwerkskörper aus dem Osten zu kaufen, die nicht die EU-Vorgaben erfüllen. Diese seien unberechenbar. Meistens kommen die Opfer mit leichten Verbrennungen davon. „Im schlimmsten Fall reißt auch mal ein Finger ab.“

Insgesamt halten sich die Unfälle an Silvester aber in Grenzen, berichtet Hinze. „Wir müssen personell nicht aufstocken. Anders ist das bei Großveranstaltungen wie am 1. Mai am Bullensee.“ · ber

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