Hauptversammlung in Frankfurt gibt grünes Licht für Fusion mit ProDiako / Umsatz läge dann bei einer Milliarde Euro

„Agaplesion Diakoniekrankenhaus“ perfekt

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Ðie ProDiako-Geschäftsführer Michael Schwekendiek (Mi.) und Heinz Kölking (3.v.l.) sowie der Geschäftsführer des Diakoniekrankenhauses, Rainer W. Werther (2.v.r.), stellten sich mit dem Agaplesion-Vorstand und den Aufsichtsräten nach Unterzeichnung des Fusionsvertrages am Sonnabend in Frankfurt dem Fotografen.

Rotenburg - ROTENBURG/FRANKFURT · Grünes Licht gab die Hauptversammlung der Agaplesion gAG in Frankfurt für die Fusion mit der ProDiako gGmbH in Rotenburg. Die beiden im Gesundheits- und Pflegebereich engagierten Unternehmen werden künftig unter einem gemeinsamen Namen firmieren: Das Rotenburger Diakoniekrankenhaus wird zum Das Bundeskartellamt muss der Fusion noch zustimmen. Der Umsatz der gemeinnützigen Aktiengesellschaft wird mit dem Zusammenschluss bei über einer Milliarde Euro liegen – damit wird Agaplesion zu den Top Ten des Gesundheitsmarktes gehören.

Agaplesion hat sich damit innerhalb von zehn Jahren zum bundesweit größten diakonischen Anbieter von medizinischen und pflegerischen Dienstleistungen entwickelt. Mehr als 17 000 Mitarbeitende sorgen dann in etwa 100 Einrichtungen – darunter 31 Krankenhäuser, 30 Wohn- und Pflegeeinrichtungen, Hospize, Medizinische Versorgungszentren, Krankenpflegeschulen und Ambulante Pflege-dienste – „für patientenorientierte Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards“, heißt es in einer Mitteilung an die Presse, die nach Zustimmung der Hauptversammlung und Unterzeichnung der Verträge von Agaplesion herausgegeben wurde.

Für die ProDiako zeichneten die Geschäftsführer Michael Schwekendiek (Personal) und Heinz Kölking (Finanzen). Sie äußerten sich überzeugt davon, einen verlässlichen Partner aus dem Bereich der Diakonie gefunden zu haben, mit dem man in weiten Bereichen „eine ähnliche Sprache“ spreche. „Agaplesion hat uns mit seiner integrativen Managementstruktur und der Einbeziehung der Einrichtungen vor Ort in wichtige strategische Entscheidungen überzeugt“, werden Schwekendiek und Kölking zitiert.

Agaplesion sei 2002 mit dem Ziel gegründet worden, Einrichtungen in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft auf der Basis christlicher Werte zu einem tragfähigen Verbund zu integrieren, heißt es. „Für einzelne Krankenhäuser wird es immer schwieriger, sich in einer dynamischen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation im Sozialmarkt zu behaupten.

Erst durch den Zusammenschluss zu einem leistungsfähigen Konzern ist es möglich, Spezialwissen vorzuhalten. Wir werden durch den Zusammenschluss mit ProDiako neues Know-how und weitere Kraft gewinnen, um Agaplesion in eine erfolgreiche, durch weiteres Wachstum und Innovation geprägte Zukunft zu führen“, so Vorstandsvorsitzender Dr. Markus Horneber.

Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard R. Theysohn fügte hinzu: „Nach dem erfolgreichen Abschluss intensiver Gespräche und Verhandlungen geht es nach der Genehmigung durch das Bundeskartellamt darum, die systematische Integration beider Unternehmen voranzutreiben. Ich bin überzeugt davon, dass Agaplesion seinen bisherigen erfolgreichen Weg fortführen wird.“

Zur Hauptversammlung der gAG und der sich anschließenden Feier des zehnjährigen Bestehens des Unternehmens waren auch Rainer W. Werther, Geschäftsführer Finanzen des Diakoniekrankenhauses, und Pressesperecherin Petra Perleberg von der Wümme an den Main gereist. · sf

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