Jürgen Hoops von Scheeßel liest aus seinem Buch „Mettes Flucht in den Tod“

Der Abschluss einer vierteiligen Romanserie

Mit seiner Geschichte zieht Jürgen Hoops von Scheeßel die Leser in seinen Bann. ·
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Mit seiner Geschichte zieht Jürgen Hoops von Scheeßel die Leser in seinen Bann. ·

Scheeßel - Immer, wenn Jürgen Hoops von Scheeßel ein neues Buch herausgibt, stellt er es das erste Mal im Beekeort vor, genauer gesagt im „Scheeßeler Hof“. Denn dort auf dem „Schmeershof“, so die frühere Bezeichnung, wuchs er auf und verbrachte seine Kindheit.

Kürzlich war es wieder soweit und er gewährte den Zuhörern im Rahmen einer Lesung Einblicke in seinen vierten historischen Roman „Mettes Flucht in den Tod“.

Vor leider nur wenigen Zuhörern stellte Hoops von Scheeßel sein Buch mit dem Untertitel „Das verdächtige Gesicht“ vor. In seiner Geschichte stützt er sich auf alle noch verfügbaren Fakten des Falles einschließlich der bis heute erhalten gebliebenen Prozessakten. Zum Inhalt: Die aus dem Kirchspiel Sottrum stammende Mette heiratete nach Westeresch in einen Vollhof. Bereits ihre Mutter und Großmutter standen unter dem Verdacht, Zauberinnen zu sein. Die Vorurteile prägten und quälten Mette Meinken, geborene Hoops, ihr Leben lang. Sie ist die Mutter der 1664 als Hexe angeklagten und verurteilten 17-jährigen Gretge aus Westeresch. Mette wollte ihre angeklagte Tochter retten. Das klappte jedoch nicht, stattdessen wurde gegen sie ebenfalls Anklage erhoben. Das Schicksal nahm seinen Lauf ...

In seinem Buch lässt Jürgen Hoops von Scheeßel die Welt des 16. und 17. Jahrhunderts mit all ihren Sorgen und Nöten, Plünderungen und Krankheiten für den Leser lebendig werden. Die Menschen lebten in schwierigen Situationen. Die Bauern wurden oft ausgeplündert und mussten dennoch die durchziehenden Truppen unterbringen und ernähren. Hoops von Scheeßel las beeindruckende Passagen aus dem Buch und machte den Zuhörern Geschmack auf mehr.

Mit der Geschichte von Mette schließt der Autor seine historische Romanserie, bestehend aus „Gretge – mit Hexen verwandt, als Hexe verbrannt“, „Tibke von Bartelsdorf“ und „Anna, die alte Zauberin“, ab. Mit seinen zukünftigen Werke wolle er sich dem Sachbuchgenre zuwenden, erzählt der Autor. Bei ihm und im Buchhandel ist bereits sein neuestes Werk „Gerichtsbarkeit in der Vogtei Scheeßel“ zu erhalten. Darin dokumentiert er zahlreiche historische Vergehen und Kriminalfälle, die bisher noch nicht oder wenig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden – Landgerichtssachen, Buchregister und andere Strafakten von 1546 bis 1670.

Den Roman „Mettes Flucht in den Tod” stellt Hoops von Scheeßel auch am Mittwoch, 31. Oktober, in „Andres Domshof“ in Rotenburg und am Freitag, 2. November, in der Grundschule Hetzwege, jeweils um 19.19 Uhr, vor. · hr

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