Sottrumer Gemeinderat diskutiert über die Verlegung von Wertstoffbehältern

Abfallberge an Containern

Abfallberge neben den Recycling-Containern an der Alten Dorfstraße – dieses Bild soll schon bald der Vergangenheit angehören. ·

Sottrum - Ein zerfetzter Kindersitz, eine defekte Lampe, ein altes Staubsaugerrohr, ein kaputter Brotkorb und ein säckeweise Unrat türmen sich neben den Wertstoff-Containern an der Alten Dorfstraße in Sottrum – ein Anblick, der sich alle paar Tage wiederholt.

Illegal auf den Recycling-Plätzen entsorgter Müll ist der Gemeinde seit Jahren ein Dorn im Auge. Auf Anregung der SPD befasste sich der Gemeinderat am Montagabend erneut mit der Problematik.

So fordern die Sozialdemokraten einerseits, die acht Altpapier-, sechs Glas-, drei Altkleider- und einen Schuhcontainer vom Parkplatz neben dem Sportplatz weg und an einen anderen Standort in Richtung Dorfmitte oder in Wohngebiete zu verlegen. Andererseits soll ein Abfallhof eingerichtet werden. Bislang können die Sottrumer ihren „Sondermüll“ zweimal jährlich am Schadstoffmobil des Landkreises abgeben – zu wenig und zu ungünstigen Zeiten für Berufstätige, erklärte Torsten Lohmann (SPD). Bei der Standortsuche für einen Abfallhof sei laut Parteikollege Hans-Jürgen Brandt eine ortsnahe Entsorgungsmöglichkeit gefordert. In Frage käme laut Lühr Klee (Grüne) der Bauhof, der dafür 14-tägig für drei Stunden öffnen könnte. „Zu teuer“, befand Friederike Paar (CDU).

Der Rat regte an, Gespräche mit dem Kreis als zuständige Abfallbehörde zu führen, um die Möglichkeiten eines Abfallhofs auszuloten. Das sei Gemeindedirektor Markus Luckhaus zufolge schon geschehen. Es zeichne sich eine Lösung auf der Grünabfallsammelstelle in Taaken ab.

Mit der Verlegung der Container konnten sich Liberale und Christdemokraten nicht anfreunden. Siegfried Gässler (CDU) und Heiko Döll (FDP) befürchteten, dass man den Müll so nur in den Ort verlagere. Der Standort an der Bahnhofstraße habe Hans-Jürgen Krahn (CDU) zufolge auch nicht dafür gesorgt, dass neben den Containern kein Unrat abgelegt wird. Ferner verwiesen die drei auf die Lärmbelästigung in Wohngebieten. Die derzeitigen Standorte seien laut Gässler gut zu erreichen. Er könne sich dort einen Platz wie in Taaken mit Zaun, Bewachung und festen Abgabezeiten vorstellen. Döll sprach sich ebenfalls für den Erhalt der Standorte sowie eine Reduktion der Behälter aus: „Je mehr Container da stehen, desto mehr ist es eine Einladung, seinen Müll dazuzustellen.“

Das sah Klee anders. Je weiter die Recycling-Behälter vom Ort entfernt seien, desto wahrscheinlicher sei es, dass dort illegal Müll entsorgt werde. „Es geht darum, einzelne Container aus den Plätzen herauszulösen“, ergänzte Lohmann. Etwa Glascontainer am Supermarkt. „Die Sogwirkung, die von großen Plätzen ausgeht, wird es an dezentralen Standorten nicht geben.“ Glascontainer am Supermarkt hielt auch Rainer Loss (CDU) für praktisch.

Von einer Reduktion der Container riet Luckhaus ab. Bei einer Verlegung des Standortes müsse also eine Fläche mit entsprechender Kapazität gefunden werden, die es im Ortskern nicht gebe. Im ersten Schritt sollen jetzt Gespräche mit den Supermärkten über eine Platzierung von Recycling-Behältern auf deren Parkplätzen geführt werden. · sbo

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