Bombenstimmung unter „Du bist Wildeshauser, wenn du...“-Mitgliedern / Erlös geht an Wildeshauser Tafel

Zwei Riesengewinner dank Facebook-Party

+
Froh gelaunt feierten 220 Gäste die Facebook-Party.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Wenn über 1800 Menschen sich in einer Facebook-Gruppe zusammen schließen, dann haben sie etwas gemeinsam. Und sie haben Austauschbedarf. Seit acht Wochen posten die Mitglieder von „Du bist Wildeshauser, wenn du...“ bei Facebook Fotos, Videos, Erinnerungen und Kommentare (wir berichteten).

Ein noch größerer Erfolg wurde die erste reale Party der Facebook-Gruppe: Mehr als 220 Menschen feierten am Freitagabend im „Kayserhaus“ zur Musik von DJ Archie (Arnold Ukena) und DJ „Ohrwurm“ (Heiner Olberding). Neben der Bombenstimmung gab es einen weiteren weiteren Nebeneffekt: Als Partyerlös kamen 917,66 Euro an Spenden für die Wildeshauser Tafel zusammen. „Wir haben also zwei Riesengewinner heute Abend: die Gruppe und die Tafel“, freute sich Olberding.

„Das alles ist eigentlich aus einer spaßigen Wette entstanden“, sagte Olberding in einer Mischpult-Pause, während er vom Rande aus lächelnd die feiernden Menschentrauben beobachtete. „Ich habe gewettet, in einer kurzen Zeit 1 000 Menschen mobilisieren zu können. Da mein Wettpartner aus Wildeshausen kommt, habe ich eine Facebook-Gruppe zu dieser schönen Stadt gegründet, obwohl ich selbst aus Vechta komme.“

Olberding, der am Freitagabend im Gegensatz zu seinem Wettpartner sein „Inkognito“ aufhob, habe allerdings nicht gewusst, dass eine derartige Gruppe bisher noch nicht existierte und er deshalb voll ins Schwarze getroffen hatte. Schon nach kurzer Zeit entwickelte die Gruppe eine ganz eigene Dynamik. Und schon nach den ersten Wochen wurde der Wunsch nach einem realen Treffen laut.

Da Olberding als DJ kein Amateur in Sachen Abendveranstaltungen ist, schüttelte er mit verschiedenen Helfern tatsächlich kurzfristig eine Feier aus dem Ärmel. „Als Location passte das ,Kayserhaus‘ perfekt, zumal Wirtin Irena Berding selbst begeistert war und pro Getränk 50 Cent an die Tafel spendete“, so Olberding.

Auf das Motto der Party, „Früher war alles besser – oder einfach nur früher“, ging die Musik mit ihrem Schwerpunkt auf den 70er und 80er Jahren ein. Um den perfekten Mix rund zu machen, legten die DJs natürlich auch aktuelle Hits auf. Sogar Lieder-Wunschzettel waren an Türen und Wänden zum Abreißen befestigt und konnten mit den entsprechenden Bands und Titel am Mischpult abgegeben werden.

Bei der Vorlage brauchte Simone Emke nicht lange zu überlegen: Schon um kurz nach 20 Uhr stürmte sie gut gelaunt die Tanzfläche. Sie war gemeinsam mit ihren Freundinnen Nicole Bahr, Meike Reisel und Petra Fuchs zur Party gekommen. „Die Facebook-Gruppe hat während der vergangenen Wochen wirklich Sucht-Potenzial entwickelt“, so Emke. „Es war toll, abends die Seite aufzumachen, in Erinnerungen zu schwelgen, wo man früher in Wildeshausen die Abende verbracht hat, und Vergleiche anzustellen, was sich alles verändert hat.“ Für die „Auswanderer“ habe sogar jemand ein Video gedreht, wie die „City“ heute aussieht. Die Freundinnen freuen sich jetzt bereits auf die nächste Party, die für den Sommer auf dem Wunschzettel steht.

Das könnte Sie auch interessieren

Dramatische Bilder: Autobahnbrücke in Genua eingestürzt

Dramatische Bilder: Autobahnbrücke in Genua eingestürzt

Verletzte bei mutmaßlichem Terroranschlag in London

Verletzte bei mutmaßlichem Terroranschlag in London

Bremen von A bis Z: O wie Oktoberfest

Bremen von A bis Z: O wie Oktoberfest

Urlaub in Venedig: Das sind die absoluten Highlights der Lagunenstadt

Urlaub in Venedig: Das sind die absoluten Highlights der Lagunenstadt

Meistgelesene Artikel

Unfall in Dötlingen: 50-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt

Unfall in Dötlingen: 50-jähriger Motorradfahrer schwer verletzt

Iris und Uwe holen den Sieg – mit „Glück und Köpfchen“

Iris und Uwe holen den Sieg – mit „Glück und Köpfchen“

Bald keine Starts und Landungen mehr in Ahlhorn?

Bald keine Starts und Landungen mehr in Ahlhorn?

Nach Sticker-Aktion in Ahlhorn: Warnung vor „Identitären“

Nach Sticker-Aktion in Ahlhorn: Warnung vor „Identitären“

Kommentare