Vereinsmeisterschaft: Motocross-Talent Marlon Hadeler fehlen die Gegner

Zwei Räder, die die Welt bedeuten

Marlon Hadeler fährt von Sieg zu Sieg. ·
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Marlon Hadeler fährt von Sieg zu Sieg. ·

Wildeshausen - Von Martin SiemerAUMÜHLE · Sonnabendnachmittag in Aumühle: Der Wald angefüllt mit einem lauten Brummen. Fast könnte man meinen, ein Schwarm aufgeschreckter Hummeln bahnt sich ihren Weg. Doch der Geräuschpegel stammt von den Fahrern des Motocross-Clubs (MCC) Wildeshausen.

Sie absolvieren hier die beiden letzten Wertungsläufe der Vereinsmeisterschaft. Einer der Fahrer ist der siebenjährige Marlon Hadeler. Er fährt seit seinem fünften Lebensjahr Motocross mit wachsender Begeisterung. „Das ist die einzige Sportart, bei der er geblieben ist“, erzählt Mutter Martina Hadeler. Sie zählt die Runden, die ihr Filius auf der extra angelegten Nachwuchsbahn dreht. „Bei den Kindern und Jugendlichen zählen wir noch per Hand. Bei den Großen wird das technisch erledigt, mit Transpondern und Funkübertragung“, erläutert Roland Hadeler.

Wie im vergangenen Jahr gewinnt Marlon auch dieses Mal alle vier Rennen in der 65-Kubikzentimeter- Klasse. Kein Wunder, im Verein hat er in seiner Altersklasse derzeit keine Gegner. Aber auch dem Gastfahrer, der am Sonnabend mit Marlon zum Rennen antritt, lässt er keine Chance. Souverän fährt er die beiden Rennen, die zu jedem Wertungslauf gehören, nach Hause.

Angefangen hat der junge Crosser mit einer Leihmaschine. Seit September vergangenen Jahres hat er eine eigene Maschine. Eine Kawasaki mit 65 Kubikzentimetern, die 20 Pferdestärken unterm Sattel hat. Zweimal in der Woche geht es zum Training. „Entweder auf der vereinseigenen Anlage in Aumühle, oder wir fahren zu Lehrgänge in den Hoope-Park in Wulsbüttel bei Cuxhaven“, verrät Roland Hadeler. Das Training sei wichtig, Motocross sei ein anspruchsvoller Sport. „Kurven und Sprünge sind schwierig“, sagt Marlon. Die Fahrer müssten stets gut aufpassen, dass die Maschine gut liege und sie nicht stürzten.

Der Unfall am 13. Juli, bei dem ein 15-Jähriger sein Leben verlor, geht vielen durch den Kopf. Deshalb wird noch mehr auf die Sicherheit und auf die Ausbildung der Fahrer geachtet. Als Rettungsassistent ist Roland Hadeler bei Stürzen oftmals als Erster zur Stelle. Seine Notfalltasche ist immer in Reichweite. Während des vierten Laufes zur Vereinsmeisterschaft hat Hadeler aber wenig zu tun. Ein heftiger Sturz, „aber dem Fahrer geht es gut“, sagt er.

Am Ende des Renntages holt Sina Watzke den Vereinstitel bei den Damen. Bei den Senioren siegt Ramon Huth vor Sirko Dähnhardt. In der offenen Klasse „U40“ sichert sich Fabian Skrotzki den Titel vor Tammo Bartels. Und Marlon Hadeler freut sich über den erneuten Titel. Auch wenn er keine Gegner hatte. In der kommenden Saison wird er vermutlich eine Klasse höher starten. Dann kann er sein Talent wieder unter Beweis stellen.

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