Bauamt sieht bei Biogas-Anlagen und Großställen genau hin

Zwei neue Kontrolleure

Landkreis - (ck) · Landrat Frank Eger wirkt fast erleichtert, wenn er sich in den Nachbarlandkreisen umhört. Denn seine Kollegen klagen ebenfalls über die Flut an Bauanträgen für Biogasanlagen.

„Momentan befinden sich bei uns 70 davon im Betrieb, im Bau oder im Genehmigungsverfahren, im Kreis Cloppenburg sind es knapp 100, in Vechta 30 und im Ammerland 25“, weiß Eger. Wohl auch deshalb habe Niedersachsens Landesregierung inzwischen erkannt, dass es ein planungsrechtliches Steuerungsmodell für die Kommunen geben muss“, berichtete der Verwaltungschef gestern.

Die Biomasse-Kraftwerke bereiten nicht nur manchen Bürgern Probleme – mit Blick auf Mais-Monokulturen oder den Lieferverkehr. „Für uns stehen die Kontrollen der bestehenden Anlagen obenan – und die Ergebnisse fallen nicht immer so aus, dass wir zufrieden wären“, verriet Eger.

Das beginne schon bei der Lagerung: Wenn die Kollegen bemerkten, dass von der Siloplatte eine Tauchpumpe die Flüssigkeit mit einem Schlauch direkt in ein Gewässer leite, „dann ist das für uns eine Straftat“. Zwei Strafverfahren wegen des nicht sachgemäßen Betriebs einer Biogasanlage gab es bereits.

Im kommenden Jahr stehen im Bauordnungsamt

▪ Schon zwei

▪ Strafverfahren

zwei neue Stellen für die Überwachung von Biogas- und Tierhaltungsanlagen zur Verfügung. Sie sollen auch prüfen, ob die Tierzahl und die nachzuweisende Fläche den Zahlen der Baugenehmigung entspricht. Zudem verlangen die Experten Brandschutzgutachten.

„Ob eine Biogasanlage ihren Leistungsgrad überschreitet oder nicht, können wir leicht feststellen“, verdeutlichte Eger. Denn alle Betreiber seien verpflichtet, ihre Erträge aus der erzeugten Energie zu veröffentlichen – etwa im Internet. „Das lässt sich herunterrechnen. So erkennt man, ob jemand die Drosselung der Anlage außer Kraft gesetzt hat.“

Vor Ort kontrollieren die Fachkräfte zudem, ob die Investoren alle Auflagen – etwa zur Bauart der Siloplatte und der Drainage – eingehalten haben. Die Sanktionen reichen von Bußgeldern bis zur Stilllegung und dem Stellen eines Strafantrags.

Eger stellte klar, dass er die Eigentümer nicht in ein schlechtes Licht rücken wolle: „Wenn ich Landwirt wäre und die entsprechenden Flächen hätte, würde ich auch eine Biogasanlage errichten.“ Aber die Verwaltung bittet darum, dass sich alle an die Vorgaben halten. Mit diesem Anliegen hat sie auch den Kreislandvolkverband eingeschaltet, der die betroffenen Betriebe kontaktieren soll. Denn Eger warnt: „Nicht nur Nachbarn, sondern auch Mitbewerber sehen ganz genau hin, ob alles richtig ist.“

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

waipu.tv feiert Geburtstag: Sichern Sie sich jetzt das Sonderangebot mit Netflix inklusive!

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

E.ON-Wallbox effektiv kostenlos: staatliche Förderung nutzen und Ökotarif abschließen

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Schlemmen im Sommer: Entdecken Sie kreative Rezepte im Magazin „Küchengeheimnisse“

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Der STERNGLAS Topseller im exklusiven Deal - 50 Euro sparen!

Meistgelesene Artikel

Mehrere Tiere gestorben: Veterinäramt verbietet Pferdehaltung

Mehrere Tiere gestorben: Veterinäramt verbietet Pferdehaltung

Mehrere Tiere gestorben: Veterinäramt verbietet Pferdehaltung
Kurios: Turnerin macht Handstand auf der Autobahn

Kurios: Turnerin macht Handstand auf der Autobahn

Kurios: Turnerin macht Handstand auf der Autobahn
Lokale öffnen zum Teil mit 2G-Regel

Lokale öffnen zum Teil mit 2G-Regel

Lokale öffnen zum Teil mit 2G-Regel
16 neue deutsche Staatsbürger im Kreishaus begrüßt

16 neue deutsche Staatsbürger im Kreishaus begrüßt

16 neue deutsche Staatsbürger im Kreishaus begrüßt

Kommentare