Netzausbau: Angelika Brunkhorst (FDP) regt an, Vollverkabelung zu prüfen

Zielkonflikte im Blick

Angelika Brunkhorst (rechts), hier beim jüngsten „Adventsbrunch“ mit Parteifreunden und weiteren geladenen Gästen im Harpstedter Hotel „Zur Wasserburg“, zieht Schlussfolgerungen aus den Handlungsempfehlungen des Forums „Netzintegration“ für die 380-kV-Höchstspannungstrasse von Ganderkesee zum St. Hülfer Neufeld. Sie hält eine Prüfung der Option Vollverkabelung für sinnvoll.

Oldenburg - GANDERKESEE/DIEPHOLZ · Die jüngst veröffentlichte zweite „dena“-Netzstudie lässt keinen Zweifel daran, dass an einem massiven, vor allem Niedersachsen treffenden Ausbau des Höchstspannungsnetzes als Voraussetzung für die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien und Schaffung eines europäischen Strommarktes kein Weg vorbei führt. Die damit sicherlich einher gehenden Akzeptanzprobleme hat unterdessen die Bundestagsabgeordnete Angelika Brunkhorst (FDP) im Blick.

Der Um- und Ausbau der Stromnetze kann nach Einschätzung der Parlamentarierin aus Wohlde nur bei „angemessener“ Berücksichtigung der Interessen der Betroffenen und Belange des Naturschutzes gelingen. Vor dem Hintergrund zu erwartender Zielkonflikte begrüßt Brunkhorst den dieser Tage seitens des Forums „Netzintegration“ an die Bundesregierung übergebenen „Plan   N“ mit Handlungsempfehlungen zur künftigen Integration von Strom aus erneuerbaren Ressourcen ins Netz. Die Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für Naturschutz und Reaktorsicherheit sieht darin eine „Diskussionsbasis für konstruktive Lösungsvorschläge.“ Ein großflächiger, in weiten Teilen oberirdischer Netzausbau würde erhebliche Widerstände in der Bevölkerung mit sich bringen. Daher tritt Angelika Brunkhorst erneut dafür ein, zu prüfen, ob nicht für Pilotvorhaben wie das geplante 380-kV-Leitungsbau von Ganderkesee zum St. Hülfer Neufeld in Diepholz eine Vollverkabelung sinnvoll wäre. Das Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) nennt die Liberale ein „Erdkabelgesetz light“. Es ermöglicht Teilverkabelung auf jenen Trassenabschnitten, die näher als 400 beziehungsweise 200 Meter zu Wohnbebauung liegen. Brunkhorst plädiert „dringend“ dafür, bei Unterschreitung der Abstände nur die Erdverkabelung zuzulassen. Die betroffenen Anwohner akzeptierten die Leitung eher, wenn diese Option genutzt werde, wie dies für die EnLAG-Pilotprojekte vorgesehen sei.

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