Wunsch: Hatten in Amtsgerichtsbezirk

Ziel: Erweiterung der Zuständigkeit

Landkreis - (ck) · Gespannt blicken die Mitglieder des „Justizvereins Landkreis Oldenburg“ derzeit nach Hannover. Denn momentan deutet alles darauf hin, dass Niedersachsen zwei Amtsgerichte schließt – und dafür muss der Landtag ein Gesetz verabschieden.

Zwar haben auch die Aktiven des Justizvereins ihren Beitrag dazu geleistet, dass der Wildeshauser Gerichtsstandort mit seinen zusätzlich übernommenen Aufgaben stabil genug aufgestellt ist und damit nicht zur Auflösung ansteht. „Aber wenn die Politik schon die Zuständigkeiten der Amtsgerichte per Gesetz neu regelt, könnte doch bei dieser Gelegenheit gleich das Gebiet der Gemeinde Hatten in den Wildeshauser Amtsgerichtsbezirk dazu kommen“, meint Martin Delank als Vorsitzender des Justizvereins.

Diese Bemühung um Erweiterung des Zuständigkeitsbereichs steht im derzeit 161 Mitglieder starken Justizverein ganz oben auf der Agenda. Die politischen Mehrheiten und Bürgermeinungen in Hatten befürworten einen Wechsel der Verantwortlichkeit vom Oldenburger Amtsgericht nach Wildeshausen. Das würde zwei zusätzliche Richterstellen auf dann 6,5 Dienstposten mit sich bringen – zuzüglich zehn weiterer Verwaltungsplätze für die übrigen Aspekte wie Nachlassangelegenheiten. „Leider sind aber die Überlegungen im Justizministerium ins Stocken geraten“, bedauert Delank. Zurzeit stünden die Chancen auf „Nachwuchs“ nicht gut, „aber deshalb arbeiten wir ja daran. Daher würden wir uns freuen, wenn wir aus Hatten weitere Unterstützer bekämen und sich Bürger oder Firmen unserem Verein anschließen“, unterstreicht der Vorsitzende. „Denn wir sind kein Zirkel von ein paar Juristen – im Gegenteil: Diese Berufsgruppe macht innerhalb unserer Mitglieder nur noch 21 Prozent aus.“

Demnächst will der Justizverein Gespräche mit allen Landtagsabgeordneten der Region führen. Denn die Vorteile einer Verlagerung der Hatter Angelegenheiten lägen laut Delank auf der Hand: „Der Oldenburger Gerichtsstand platzt aus allen Nähten und ist schon jetzt auf mehrere Orte in der Stadt verteilt – und dabei hätten wir in Wildeshausen noch räumliche Kapazitäten, um wenigstens etwas Entlastung zu schaffen.“

Ursprünglich wollte der Verein sogar, dass das Amtsgericht Wildeshausen irgendwann für den gesamten Landkreis zuständig ist. „Aber aus Wardenburg regt sich darüber zu viel Widerstand und ebenso – wenn auch nicht in dem Umfang – aus Hude.“

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